Nützliche Helfer im Garten

Hummeln – Artenschutz für die schwarz-gelben Brummer

Von April bis Mitte Juni haben Hummeln im Garten Hochkonjunktur.

Datum:
Hummeln

Hummeln sind die kleinen, unverzichtbaren Gartenhelfer.

Wenn es surrt und brummt, dann ist sie ganz bestimmt nicht weit: die Hummel. Die schwarz-gelben Insekten sind unverzichtbar für jeden Gartenfreund, denn die Tiere übernehmen wichtige Funktionen und sollten daher unbedingt geschützt werden. Mit richtigem Verhalten und wenigen Maßnahmen in Ihrem Garten können Sie es der seltenen Hummel recht machen.
Hummeln sorgen für die hübsche Blütenpracht in Spätfrühling und Sommer. Auf ihrer Suche nach Nahrung bestäuben die Tiere Blüten und sind so verantwortlich für reiche Ernten und das Wachstum von Früchten. Hummeln sind für viele Pflanzen lebenswichtig. Spezielle Arten von Pflanzen können sogar nur von Hummeln bestäubt werden und sind von ihnen abhängig. Da die pelzigen Insekten aber immer seltener werden, sind auch die Pflanzen gefährdet. 24 % aller Hummelarten in Europa sind heute vom Aussterben bedroht. Grund genug, sich über umfassenden Hummel-Schutz zu informieren.

So verhalten Sie sich in Gegenwart von Hummeln richtig

Hummeln sind äußerst friedfertige Geschöpfe. Ganz im Gegensatz zu ihren Verwandten, den Wespen, sind Hummeln kaum aggressiv und verhalten sich eher neugierig. Sollte sich eines der kleinen Tiere doch einmal ungewollt in Ihre Nähe verirren, schlagen Sie keinesfalls nach ihr. Auch Hummeln können stechen und beißen, wenn sie sich bedroht fühlen. Beobachten Sie die Hummel genau: Sobald sie das mittlere Bein hebt, ist Alarmstufe Rot und das Tierchen setzt zum Stich an. Damit es erst gar nicht so weit kommt, bewegen Sie sich ruhig und langsam, um das Tier nicht zu reizen. Häufig ist der Grund für aufdringlichen Hummelbesuch eine Verwechslung. Tragen Sie farbenfrohe Kleidung oder süßliches Parfüm, könnte das freundliche Insekt Sie womöglich für eine Blume halten und möchte nur mal schnuppern. Die Hummel wird ihren Irrtum aber schnell bemerken und bald wieder davonfliegen.

Hummelnest im Garten – das sollten Sie beachten

Hummeln stehen unter Artenschutz! Zerstören Sie ein Hummelnest mutwillig oder töten Sie die Tiere sogar, machen Sie sich strafbar. Im Falle eines Hummelnestes kann nur der Profi helfen. Es gibt mittlerweile viele Firmen, die sich auf das artgerechte Entfernen von Hummel-Schlupflöchern spezialisiert haben. Legen Sie also keinesfalls selbst Hand an. Dies gilt insbesondere dann, wenn sich die Hummeln Ihr Haus als Brutstätte ausgesucht haben.

Hummeln schützen – so machen Sie Ihren Garten hummelfreundlich

Hummeln sind gut für Ihren Garten, ihre Anwesenheit ist also durchaus erstrebenswert. Damit die niedlichen Brummer es gemütlich haben, bieten Sie Nahrung und Nistplätze an. Sogenannte Hummelhäuser lassen sich mit etwas Geschick selbst bauen, aber auch der Fachhandel bietet schöne Alternativen an. Bepflanzen Sie Ihren Garten mit sogenannten Trachtpflanzen. Das verwandelt Ihren Garten nicht nur in eine himmlische Oase, sondern lockt auch Hummeln an. Andere bedrohte Insektenarten wie Bienen profitieren ebenfalls von diesen üppigen und prächtigen Gewächsen. Zu den Trachtpflanzen zählen z. B. Erdbeerpflanzen, Löwenzahn oder Preiselbeersträucher.

Geschwächte Hummel – Hummeln füttern

Hummeln verbrauchen alleine wegen ihrer Größe einiges an Energie. Findet man eine Hummel auf dem Boden, die nicht wegfliegt, ist sie unter Umständen zu geschwächt. Abhilfe kann eine Zuckerlösung schaffen. Diese kann jeder einfach vorbereiten:
  • 3 Teile normalem Zucker
  • 3 Teile Fruchtzucker
  • 4 Teile kaltes Wasser
Wichtig: Das Wasser muss kalt sein, wenn der Zucker verarbeitet wird. Und der Zucker muss sich komplett aufgelöst haben, bevor die Mischung einer Hummel angeboten wird.
Einige Tropfen der Zuckerlösung können schon reichen. Diese können z.B. mit einer Spritze neben die Hummel getropft werden.
Achtung: Das generelle Füttern von Hummeln und Bienen wird oft sehr kritisch gesehen, denn das Füttern kann zu mehr Krankheiten bei Bienen und Hummeln führen.
Wer Hummeln schützt und in seinem Garten beherbergt, trägt aktiv zum Umweltschutz bei. Die Tiere sind äußerst wichtig für das Ökosystem, werden aber leider immer seltener. Umso wichtiger ist der Hummelschutz, der mit einfachsten Vorkehrungen getroffen werden kann. Ein kleines Hummelhaus und die richtigen Pflanzen im Beet können schon eine große Hilfe für die liebenswerten Insekten sein. Fürchten Sie sich nicht vor den Tierchen - vielleicht werden Sie bald schon ein echter Hummelfreund.

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