Schutz bei der Arbeit im Freien

Der beste Umgang mit Pollenflug und Pollenallergie

Eine Pollenallergie kann den Aufenthalt im Garten zur Qual werden lassen. Lesen Sie hier mehr zum richtigen Umgang mit dem Pollenflug bei einer Allergie.

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Pollenflug

Pollenallergieker müssen nicht zwangsläufig einen großen Bogen um Gärten machen.

Wenn die Natur im Frühling erwacht, zieht es die Menschen ins Freie: in die Parks und Wälder und natürlich auch in den eigenen Garten. Doch was für die meisten Menschen ein Genuss ist, kann für Allergiker zur Belastung werden: Der Pollenflug sorgt bei ihnen für verstopfte Nasen und tränende Augen.
Gartenfreunde, die an einer Pollenallergie leiden, müssen dennoch nicht unbedingt auf die geliebte Gartenarbeit und entspannte Stunden im Freien verzichten. Sie sollten lediglich einige Regeln beachten und vor allem herausfinden, auf welche Pollen konkret sie allergisch reagieren. Wer beispielsweise an einer Birkenpollenallergie leidet, ist gut beraten, auf das Anpflanzen einer Birke im Garten zu verzichten, und wer auf Graspollen allergisch reagiert, lässt am besten üppige Ziergräser weg. Weiterhin hilft es, den Pollenkalender zu kennen, um den Urlaub in die Zeit der üppigsten Pollenblüte zu verlegen und in diesen Wochen weniger Zeit im Garten zu verbringen.

Was bedeutet Pollenflug eigentlich?

Pollen, auch Blütenstaub genannt, werden in den Staubgefäßen der Pflanzen gebildet und dienen der Fortpflanzung. Wie es die berühmte Umschreibung der "Blumen und Bienen" besagt, sind es häufig Bienen und andere Insekten, die die Pollenkörner aufnehmen und zu einer anderen Blüte tragen, die so befruchtet wird. Manche Pflanzen sind jedoch Windbestäuber, d. h. sie verlassen sich nicht auf Bienen und andere Transporteure, sondern geben ihre feinen Pollen in die Luft ab, sodass diese vom Wind transportiert werden.
Die Pollen enthalten bestimmte Proteine und Lipide, auf die das menschliche Immunsystem bei einer Pollenallergie überempfindlich reagiert. Es kommt zu tränenden Augen, Niesen und Schnupfen. Allgemein ist beim Pollenflug zu beachten, dass die Pollenkonzentration auf dem Land tagsüber besonders hoch ist und in der Stadt in den Abendstunden. Wer also trotz Pollenallergie im Garten arbeiten möchte, sollte dies auf dem Land möglichst am frühen Morgen oder in den Abendstunden tun. Umgekehrt sollten Städter ihren Kleingarten oder Balkon besser tagsüber bearbeiten.
Der Kalender zum Pollenflug
Die folgende Liste bietet eine Übersicht über den Pollenflug der gängigsten hiesigen Pflanzen.
  • Januar: Hasel, Erle
  • Februar: Hasel, Erle, Pappel, Weide, Esche, Birke
  • März: Hasel, Erle, Pappel, Weide, Esche, Hainbuche, Birke, Buche, Eiche
  • April: Hasel, Erle, Pappel, Weide, Esche, Hainbuche, Birke, Buche, Eiche, Kiefer, Gräser, Spitzwegerich, Roggen, Brennnessel
  • Mai: Hasel, Erle, Pappel, Weide, Esche, Hainbuche, Birke, Buche, Eiche, Kiefer, Gräser, Spitzwegerich, Roggen, Brennnessel, Beifuß
  • Juni: Weide, Esche, Hainbuche, Birke, Buche, Eiche, Kiefer, Gräser, Spitzwegerich, Roggen, Brennnessel, Beifuß, Ambrosia
  • Juli: Birke, Eiche, Kiefer, Gräser, Spitzwegerich, Roggen, Brennnessel, Beifuß, Ambrosia
  • August: Gräser, Spitzwegerich, Brennnessel, Beifuß, Ambrosia
  • September bis November: Gräser, Spitzwegereich, Brennnessel, Beifuß, Ambrosia
Ein Pricktest beim Hautarzt gibt Auskunft darüber, auf welche Pollen das Immunsystem allergisch reagiert. Der Hautarzt kann auch Medikamente verschreiben oder eine Hyposensibilisierung durchführen.

Gartenarbeit trotz Pollenallergie: die besten Tipps

Bei einer Graspollenallergie sollten Sie lange Ziergräser vollständig vermeiden. Mähen Sie den Rasen häufig, damit das Gras erst gar nicht zum Blühen kommt. Schneiden Sie die Rasenfläche außerdem am frühen Morgen, wenn sie noch feucht ist, sodass möglichst wenige Pollen aufgewirbelt werden. Oder noch besser: Lassen Sie das Gras von Bekannten oder Verwandten mähen. Überhaupt ist es bei einer Pollenallergie sinnvoll, die Gartenarbeit möglichst nach Regen durchzuführen, wenn Pflanzen und Erde feucht sind. Die Belastung durch den Pollenflug ist dann deutlich geringer.
Ein Tipp zur Auswahl der Pflanzen: Wählen Sie Pflanzen mit farbig leuchtenden Blüten. Mutter Natur hat diesen Pflanzen die Farbe verliehen, um mit ihrer Hilfe Pollentransporteure wie Bienen anzulocken, d. h. es handelt sich nicht um Windbestäuber, die Pollenflug verursachen.

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