Nimmt Ihnen das Schrubben ab

Grillbot: Test des elektrischen Grillrost-Reinigers

Das Grillrost zu schrubben, ist je nach Grad der Verschmutzung eine zeitintensive Tortur. Ein Mini-Roboter namens Grillbot will Ihnen die Arbeit abnehmen. eGarden hat den kleinen Putzteufel für Sie getestet.

Datum:
Grillbot rot

Kleines Kerlchen mit viel Kraft: der Grillbot.

Einschätzung
der Redaktion

Fazit: Das müssen Sie wissen

Trotz kleiner Macken ist der Grillbot ein zuverlässiger Grillreiniger. Wenn Sie nicht Ihre Hände schmutzig machen möchten und lieber auf den Grillbot zurückgreifen wollen, müssen Sie dafür rund 120 Euro ausgeben. Wir finden: Eine gute Idee, aber kein Schnäppchen.

Pro

  • Ordentliche Reinigung

Kontra

  • Die Bürsten kommen nicht bis zum Rand
  • Gehäuse zerkratzt unter Umständen bei der Anwendung
  • Der Deckel muss ggf. beschwert werden
Einen stark verschmutzten Grillrost mit einer Drahtbürste zu reinigen, ist eine mühselige Angelegenheit, aber letztlich in Kombination mit anderen Methoden der wirksamste Weg zu einem sauberen Grill. Wenn es nach dem Hersteller des Grillbot geht, werden Griller diese Mühe in Zukunft nicht mehr selbst auf sich nehmen, sondern das Schrubben der kleinen Maschine überlassen. eGarden hat den Putzroboter für Sie ausprobiert.

(Zu) starker Roboter

Vor dem Einsatz müssen die Akkus des Gerätes aufgeladen werden; das dauerte im Test etwa vier Stunden. Ein mehrfaches Piepen signalisierte: Die Akkus sind voll. Dann stand der Grillbot vor der Herausforderung, den stark verschmutzten Rost eines Kugelgrills von 42 Zentimetern Durchmesser zu reinigen. Dazu ist er mit drei Stahlbürsten ausgerüstet, mit deren Hilfe er sich auf dem Grillrost hin- und herbewegen kann. Sie setzten sich nach dem Drücken des Startknopfs mit einer Verzögerung von drei Sekunden in Bewegung.

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Der Grillbot sollte übrigens nur mit einer auf den Grill aufgesetzten Abdeckung betrieben werden, da er über den Rand des Grillrosts hinausfahren und auf den Boden stürzen könnte. Genau das passierte im Test beinahe – auch bei aufgesetztem Deckel. Der Antrieb, der sich nicht regulieren lässt, erwies sich als so stark, dass der Grillbot die Deckelschale des Kugelgrills einfach wegschieben konnte. Erst ein Beschweren des Deckels machte dem Spuk ein Ende.
Während der Reinigung machte sich der Grillbot nur noch durch Bürst- und Motorengeräusche aus dem Inneren der Kugel bemerkbar. Dann signalisierte er durch Pieptöne, seine Arbeit sei getan. Die Arbeitszeit des Grillbot lässt sich vorab übrigens wahlweise auf 10, 20 oder 30 Minuten einstellen.

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Der Grillrost glänzt, der Bot leidet

Das Resultat: Der Grillbot hat unsere Erwartungen erfüllt. Unser zuvor übel verkrusteter Grillrost wurde im Test bis auf etwa zwei Zentimeter rund um den Rand glänzend sauber. Allerdings hatte die Pracht ihren Preis: Der Putzroboter war bei seiner Arbeit viele Male gegen die von innen angebrachte Halterung des am Deckel befestigten Griffs gefahren. Dabei bekam der Grillbot deutliche Kratzer und Macken und verlor die Schalterabdeckung. Das tut seiner Verwendbarkeit keinen Abbruch; so schön wie vor dem ersten Einsatz wird er aber nie wieder sein.
Weniger Sorgen müssen Sie sich um die Drahtbürsten machen, mit denen der Grillbot den Grill reinigt: Sie lassen sich mithilfe eines kleinen Schraubendrehers abmontieren und können danach in der Spülmaschine gereinigt werden. Wenn die Bürsten abgenutzt sind, werden rund 35 Euro für Ersatzbürsten fällig. Wer lieber sparen und per Hand schrubben möchte, findet in der folgenden Bildergalerie passende Putztipps.

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