Brutzeln bei Minusgraden

Grillen im Winter – Geht das überhaupt?

Klirrende Kälte, Eis und Schnee – das klingt alles andere als nach einem Grillfest im Garten. Doch eisige Temperaturen sind kein Grund, um auf Köstlichkeiten vom Rost zu verzichten. Mit unseren Tipps wird das Grillen im Winter möglich.

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Bratäpfel grillen

Beim Grillen im Winter landen häufig Bratäpfel auf den Grill und ersetzen die Salatbeilage.

Grillen im Winter? Ja, das geht – zumindest wenn Sie sich gut vorbereiten. Warme Kleidung inklusive Schal und Mütze sind ein Muss und auch Infrarotheizstrahler tragen dazu bei, dass Ihnen nicht so schnell die Füße frieren. Damit auch der Grillmeister nicht zu lange in der Kälte stehen muss, sollten Sie die Fleischstücke nicht zu dick schneiden. Fertig Gegrilltes sollten Sie sowohl vor als auch nach dem Brutzeln in Thermoboxen (ab 26,90 Euro bei Amazon) aufbewahren. Kalten Salat lassen Sie ebenso wie kühles Bier besser weg und greifen stattdessen zu Stockbrot und Bratäpfeln und servieren Glühwein oder Tee. Neben der richtigen Vorbereitung kommt es aber natürlich auch auf die Grill-Ausrüstung an.
Kugelgrill im Schnee

Mit einem Kugelgrill wird Ihr Grillgut bei Minusgraden schneller gar.

Die richtige Ausrüstung

Eingefleischte Wintergrill-Fans verwenden in der Regel einen Gas-Grill mit Deckel, weil die Geräte sich schnell in Betrieb nehmen lassen und unabhängig von der Außentemperatur konstant heizen. Entscheiden Sie sich für die Gas-Variante mit Klappmechanismus, sollten Sie besser Propan- anstatt Butan-Gas benutzen. Letzteres wird bereits bei -0,5 Grad Celcius flüssig, Propan hingegen hält selbst Temperaturen bis zu -42 Grad Celsius stand und heizt den Grill bei eisigen Temperaturen bis zu 15 Minuten schneller vor.
Sie können aber ebenso gut zu einem klassischen Kohlegrill greifen. Ein Nachteil ist jedoch, dass das Vorheizen wesentlich länger dauert und Sie im Vergleich zum Sommergrillen zudem in etwa die doppelte Menge an Kohle benötigen. Besser sind Briketts (ab 5,24 Euro pro 3 Kilogramm bei Amazon), da deren Glutzeit deutlich länger ist. Der ideale Standort ist überdacht und windgeschützt, beispielsweise auf einer Terrasse. Alternativ können Sie Ihr Grillgut aber auch mit einem Sonnenschirm vor Schnee und Regen schützen.

Nützliche Wintergrill-Gadgets

Um sich das Brutzeln trotz der Kälte so angenehm wie möglich zu machen, gibt es einige nützliche Utensilien, die Sie verwenden können. Mit Sicherheit erfüllt auch eine herkömmliche Holzzange Ihren Zweck, aber gerade wenn Sie Handschuhe tragen, gestaltet es sich oft schwierig, das Grillgut kontrolliert zu wenden. Wesentlich mehr Feingefühl bietet ein sogenannter Wintergrill-Handschuh (ab 9,99 Euro bei Amazon). Dieses Gadget schützt gleichermaßen vor Hitze und Kälte und ermöglicht darüber hinaus ein schnelles und einfaches Wenden von Würstchen und Co.
Ein weiterer nützlicher Helfer ist ein Kartoffel-Thermometer (ab 6,95 Euro bei Amazon), das Sie einfach in die rohe Knolle stecken und mitgrillen. Sobald der Zeiger die gewünschte Garstufe auf der Anzeige erreicht hat, ist die Kartoffel gar. Sie müssen nicht mehr ständig mit der Gabel in der Knolle herumstochern und sorgen so dafür, dass das Grillgut weniger Wärme verliert und schneller gar wird. Auch für Fleischwaren gibt es ein spezielles digitales Messgerät, das Ihnen dabei hilft, Ihre Steaks auf den Punkt zu garen (ab 5,36 Euro bei Amazon).

Galerie: Sechs besondere Grills für Ihren Garten

Jan-Christoph Öhlenschläger

von

Der junge Redakteur und Kulturwissenschaftler Jan-Christoph Öhlenschläger steht für seriösen Verbraucherjournalismus, der kompetent informiert, Orientierung bietet und Entscheidungen erleichtert – besonders in den Bereichen Technik, Garten und Küche.

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