Warme Plörre mag keiner

Kaltes Bier: Diese Wege führen (schnell) zum Ziel

Das Problem kennt wohl jeder: Auf der Geburtstags- oder Grillparty wird viel schneller Bier verbraucht, als es kaltgestellt werden kann. Was also tun? Hier Tipps, wie Sie Ihr Bier schnell kalt bekommen.

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Tipps wie dein Bier auch ohne Kühlschrank kalt wird

Wie kriegt man Bier schnell und einfach kalt?

Eine Party kann für den Gastgeber schnell in Stress ausarten, wenn das Bier schneller getrunken wird, als man nachstellen kann. Überhaupt gibt es manchmal unterschiedliche Auffassungen darüber, ob es jetzt wichtiger ist, das Bier oder die Salate kalt zu stellen. Nicht jeder hat den Luxus eines separaten Kühlschranks für Getränke. Und dann kann es dazu kommen, dass die Gäste hinter vorgehaltener Hand über warmes Bier mosern, obwohl der Kühlschrank mit voller Kraft läuft. Gerade im Garten oder beim Zelten ist kühles Bier oft ein kostbares Gut. Allerdings gibt es Tricks, wie man auch ohne Kühlschrank zum Ziel kommt. Und selbstverständlich funktioniert das auch mit anderen Getränken, aber bei Bier ist die Not bekanntermaßen am größten.
Tipps wie dein Bier auch ohne Kühlschrank kalt wird

Kühltruhen sind ein guter Ersatz. Noch besser sind sie allerdings elektrisch betrieben.

1. Die elektrische Kühlbox

Eine elektrische Kühlbox ist eine Alternative beziehungsweise Erweiterung zum Kühlschrank. Viele Kühlboxen können zusätzlich an den Zigarettenanzünder des Autos angeschlossen werden, was sie gerade zum Campen oder im Garten empfiehlt. Das Gute ist, Sie benötigen für eine elektrische Kühlbox keine zusätzlichen Kühl-Packs. Sie funktioniert wie ein kleiner Kühlschrank und kühlt sich von allein herunter.
Tipps wie dein Bier auch ohne Kühlschrank kalt wird

Eis, Wasser und Salz. Mehr braucht es nicht, um ein Bier schnell herunterzukühlen.

2. Wasser, Eis und Salz

Bei diesem Trick geht es um Geschwindigkeit. Das Bier wird hier in von wenigen Minuten eiskalt. Sie benötigen dafür Eis, Wasser und Salz zu gleichen Teilen. Legen Sie die Bierflaschen in einen Eimer oder eine Wanne (eine Badewanne funktioniert auch). Füllen Sie in den Behälter nun eine beliebige Menge Wasser. Nun geben Sie Eis in der gleichen Menge hinzu. Dieses können Sie entweder an einer Tankstelle kaufen oder Sie bereiten es im Kühlschrank vor. Schütten Sie das Eis ebenfalls in den Behälter. Zuletzt muss nur noch Salz über das Eiswasser gestreut werden.
Der Grund, warum das Bier kalt wird ist einfach zu erklären. Das Salz lässt das Eis schneller schmelzen und für diesen Vorgang wird Energie benötigt. Diese Energie wird aus dem warmen Bier gezogen, wodurch dieses eben schneller abkühlt. So haben Sie in wenigen Minute kaltes Bier. Doch Vorsicht! Die Temperaturen können so weit herunterkühlen, dass das Bier gefrieren kann und die Flaschen platzen. Sollte also mal nicht genug Platz im Kühlschrank sein, können Sie so Ihren Gästen in kurzer Zeit ein kaltes Bier reichen.

Galerie: Kaltes Bier: Mit diesen Geräten läuft es!

3. Die feuchte Socke

Dieser Tipp eignet sich besonders, wenn Sie gar nichts zum Kühlen in der Nähe haben. Es ist ein beliebter Trick bei Festivals oder beim Campen. Natürlich müssen Sie jetzt nicht Ihre Socken-Schublade plündern. Denn der Kniff funktioniert auch mit Handtüchern oder anderen Sachen aus Stoff. Zum besseren Verständnis soll hier allerdings die Socke genutzt werden. Machen Sie die Socke schön nass. Anschließend stecken Sie das zu kühlende Bier in die Socke. Nun muss das so verpackte Bier ab in die Sonne.
Das Wasser fängt in der Sonne an zu verdunsten. Und ähnlich wie bei dem Salz-Trick benötigt das Wasser Energie dafür. Diese Energie holt es sich aus dem Bier. Das Ergebnis ist, dass das Bier abgekühlt wird. Sollte gerade keine Sonne zur Verfügung stehen (abends wird es da schwer), können Sie auch einen Ventilator auf das Bier richten. Wichtig ist, dass das in der Socke enthaltene Wasser schnell verdunstet.
Tipps wie dein Bier auch ohne Kühlschrank kalt wird

Für den eigenen Garten ist die Hopfenhöhle ideal zum Kühlen von Bier.

4. Das Erdloch

Dieser Trick funktioniert natürlich nicht in der Wohnung. Sehr wohl aber im Garten oder beim Zelten. Dafür graben Sie ein Loch in den Boden und legen das Bier hinein. Schütten Sie anschließend das Loch wieder zu. Der kalte Boden kühlt das Bier herunter. Doch bedenken Sie, dass dieser Trick etwas Zeit benötigt. Gerade beim Zelten sollten Sie auch darauf achten, dass Ihnen niemand die verbuddelten Bierflaschen stibitzt.
Übrigens ist dieser Trick mittlerweile so bekannt, dass es schon eine ganze Industrie dazu gibt. Die sogenannte Hopfenhöhle ist die Edelversion dieses Prinzips. Alles was Sie tun müssen, ist ein circa 90 cm tiefes Loch in den Boden zu bohren. Anschließend können Sie die Hopfenhöhle darin versenken. eGarden hat den Einbau der Hopfenhöhle bereits ausprobiert. Das System bietet Platz für bis zu 15 Flaschen Bier. Angeblich soll es auch mit Limo funktionieren. Wenn Sie den Lift mit den kalten Getränken aus dem Boden ziehen, werden Gäste und Nachbarn nicht schlecht staunen.

Galerie: HopfenHöhlen-Test: Der Bierkühlschrank im Garten

5. Kühlschrank

Wer ordentlich Geld in der Hand hat oder sowieso einen neuen Kühlschrank braucht, sollte über einen Side-by-Side Kühlschrank nachdenken. Diese Kühlschränke haben zwei separate Kühlbereiche, die unterschiedlich gekühlt werden können. So nutzen Sie eine Seite als Getränkeschrank, wobei die Seite mit den Lebensmitteln gar nicht geöffnet werden muss. Und nein, die Rede ist hier nicht von Gefrierfächern. Ein weiterer Vorteil dieser Kühlschränke: Viele besitzen zusätzlich einen Icemaker. Dieser sorgt für einen stetigen Strom an Eiswürfeln, welche Sie dann zusätzlich zum Kühlen von Getränken nutzen können. Ein anderes Feature, auf das Sie beim Neukauf eines Kühlschranks achten sollten, ist eine Schockfrostfunktion. Eigentlich ist sie dafür da, dass beispielsweise Erdbeeren beim Einfrieren nicht matschig werden, aber die Funktion dient auch als Turbokühler. Mit minus 30 Grad kalter Luft wird das Gefriergut bzw. die Flaschen in wenigen Minuten heruntergekühlt. Aber Obacht: Wenn sie die Flaschen zu lang drinlassen, platzen sie. Dann haben sie noch mehr Stress als zu warmes Bier.
Alexander Scherb

von

Mit Schrebergarten aufgewachsen, wurde mir die Natur in die Wiege gelegt. Von Ahorn bis Zypressen gilt mein Interesse allem was blüht.

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