Schluss mit Warten

Grillen auf Knopfdruck: Vor- und Nachteile eines Gasgrills

Wer entspannte Grillabende mit höchstem Komfort verbinden möchte, muss nur die Flasche aufdrehen: Der Gasgrill übernimmt den Rest, während Sie mit den Gästen plauschen können. eGarden verrät Ihnen alles über das Gas-Grillen per Knopfdruck.

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Grillabend mit einem Gasgrill

Mit einem Gasgrill können Sie sich nach dem Aufdrehen ganz entspannt Ihren Gästen widmen – der Gasgrill übernimmt den Rest.

Grillen mit Gas funktioniert im Prinzip wie Kochen am Gasherd: Das Gas strömt in den Grill – genauer gesagt in den Brenner. Das ist in der Regel ein länglicher Stab, der vom Temperaturregler an der Vorderseite des Grills bis zur gegenüberliegenden Seite verläuft. Durch kleine Öffnungen tritt das Gas aus. Anders als beim Herd kommt es aber über einen Schlauch aus einer Gasflasche.
Fast alle aktuellen Gasgrills haben eine elektronische Zündung, die mit Funkenübertragung für sicheres Anzünden sorgt. Mit einem Drehknopf lässt sich die gewünschte Temperatur einstellen.

Gasgrill: Drei Varianten

Für Ungeduldige bieten sich Ein-Brenner-Gasgrills an: direktes Grillen, große Hitze, ohne Kompromisse. Der Grill ist bereits nach fünf bis zehn Minuten einsatzbereit. Für indirektes Grillen greifen Allrounder zu Geräten mit zwei Brennstäben oder mit sogenannten Infinity-8-Stabsystemen: Von oben betrachtet, verlaufen die Brennstäbe in Kurven wie eine 8 und nicht von vorne nach hinten. Mit dieser flexiblen und obendrein platzsparenden Anordnung lässt sich das Grillgut gleichmäßiger erhitzen.
Der anspruchsvolle Grillmeister greift dagegen zum Drei-Brenner-Grill. Damit ist er auf jedes Grillgut bestens vorbereitet – er kann Ribs bei niedriger Temperatur mit nur einem Brenner indirekt grillen, aber auch mit drei Brennern direkt in die Vollen gehen. Es gibt sogar Gasgrills mit bis zu sechs Brennern.

Die Preisfrage

Einsteigermodelle mit einem Brenner wie den Weber Q 120 gibt’s bereits ab etwa 230 Euro. Für Zwei-Brenner-Geräte (Weber E-210) oder Infinity-8-Stabsysteme (Royal 10 von Broil King) müssen Sie knapp 400 Euro investieren. Spitzenmodelle mit drei Brennern (Brahma 5.2 von Barbecook) oder sogar fünf (Reno von Santos Grills) kosten zwischen 699 und 1000 Euro. Für stolze 3500 Euro gibt’s den Weber Summit S-670 mit sechs Brennern.
Im Vergleich zum Holzkohlegrill sind die Anschaffungskosten für einen Gasgrill zwar deutlich höher, aber dafür fallen die Betriebskosten niedriger aus: Wer im Durchschnitt einmal pro Monat grillt, benötigt im Jahr zwei 11-Liter-Gasflaschen. Eine Füllung kostet 25 Euro, ein ganzes Jahr Grillvergnügen also 50 Euro. Vernünftige Holzkohle dagegen schlägt bei drei Euro pro Kilo mit strammen 120 Euro pro Jahr ins Kontor.

Schmeckt wie vom Kohlegrill

Einen geschmacklichen Unterschied zwischen Gas und Kohle konnten Testpersonen nicht erkennen – zumindest laut Untersuchungen des Grillherstellers Weber-Stephen. Zahlreiche Fachartikel bestätigen das. eGarden meint: Hier geht es mehr um „anders“ als um „besser“ oder „schlechter“. Ob Gas oder Kohle, bleibt schlicht Geschmackssache.
Wer mehr Aroma an sein Gas- Grillgut abgeben möchte, der kann je nach Modell die Räuchereinheit mit in Wasser eingelegten Chips füllen und auf diese Weise Aromen von verschiedenen Holzarten oder Obstsorten verbreiten.

Komfortable Reinigung

Gas-Griller kennen keine staubige Asche oder Finger voller Ruß. Sie müssen nur den Grillrost nach einer kurzen Abkühlphase mit Schwamm und Spülmittel putzen. Und die Grillpfanne von Verschmutzungen säubern sowie die Fett-Auffangschale unter den Brennern entleeren. Das war’s.

Der Gasgrill auf einem Blick

Vorteile

Nachteile

+ Einfaches Anzünden und schnelle Einsatzbereitschaft

- Hoher Anschaffungspreis

+ Flexible Grillmethoden – direkt, indirekt und Barbeque

- Abhängigkeit von der Gasflasche

+ Kaum Qualm, günstiger Unterhalt, leichte Reinigung

- Fehlende Holzkohlefeuer-Atmosphäre

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