Schluss mit Warten

Grillen auf Knopfdruck: Vor- und Nachteile eines Gasgrills

Wer entspannte Grillabende mit höchstem Komfort verbinden möchte, muss nur die Flasche aufdrehen: Der Gasgrill übernimmt den Rest, während Sie mit den Gästen plauschen. eGarden verrät Ihnen alles über das Gas-Grillen per Knopfdruck.

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Grillabend mit einem Gasgrill

Mit einem Gasgrill können Sie sich nach dem Aufdrehen ganz entspannt Ihren Gästen widmen – der Gasgrill übernimmt den Rest.

Fazit: Das müssen Sie wissen

Das Grillen mit Gas ist extrem komfortabel. Auf Knopdruck wird der Grill aufgeheizt und steht nach wenigen Minuten bereit. Der ganze Grillvorgang geht mit Vor- und Nachbereitung flotter als mit Holzkohle. Die Hitze lässt sich einfach regulieren. Bei der Reinigung übernehmen die Flammen einen Großteil der Arbeit. Die Geschmacksunterschiede zu Holzkohle sind verschwindend gering.

Pro

  • Einfaches Anzünden und schnelle Einsatzbereitschaft
  • Flexible Grillmethoden – direkt, indirekt und Barbeque
  • Kaum Qualm, günstiger Unterhalt, leichte Reinigung

Kontra

  • Hoher Anschaffungspreis
  • Abhängigkeit von der Gasflasche
  • Fehlende Holzkohlefeuer-Atmosphäre

Gasgrill

Grillen mit Gas funktioniert im Prinzip wie Kochen am Gasherd: Das Gas strömt in den Grill – genauer gesagt in den Brenner. Das ist in der Regel ein länglicher Stab, der vom Temperaturregler an der Vorderseite des Grills bis zur gegenüberliegenden Seite verläuft. Durch kleine Öffnungen tritt das Gas aus. Anders als beim Herd kommt es aber über einen Schlauch aus einer Gasflasche. Fast alle aktuellen Gasgrills haben eine elektronische Zündung, die mit Funkenübertragung für sicheres Anzünden sorgt. Mit einem Drehknopf lässt sich die Stärke der Brennflamme und damit die Temperatur regeln.

Gasgrill: Drei Varianten

Für Einsteiger bieten sich Ein-Brenner-Gasgrills an: direktes Grillen, große Hitze, ohne Kompromisse. Der Grill ist bereits nach fünf bis zehn Minuten einsatzbereit. Für indirektes Grillen greifen Allrounder zu Geräten mit zwei Brennstäben oder mit sogenannten Infinity-8-Stabsystemen: Von oben betrachtet, verlaufen die Brennstäbe in Kurven wie eine 8 und nicht von vorne nach hinten. Mit dieser flexiblen und obendrein platzsparenden Anordnung lässt sich das Grillgut gleichmäßiger erhitzen. Der anspruchsvolle Grillmeister greift zum Drei-Brenner-Grill. Damit ist er auf jedes Grillgut bestens vorbereitet – er kann Ribs bei niedriger Temperatur mit nur einem Brenner indirekt grillen, aber auch mit drei Brennern direkt in die Vollen gehen. Es gibt auch Gasgrills mit noch mehr Brennern und bessere Geräte haben obendrein noch Seitenbrenner für spezielle Anforderungen.

Galerie: Gasgrills von A bis Z

Die Preisfrage

Einsteigermodelle mit einem Brenner (plus kleiner Seitenbrenner) wie den Activa Lavastein-Gasgrill mit 5,5 kW gibt es bereits ab 125 Euro. Für Zwei-Brenner-Geräte (Weber E-210) oder Infinity-8-Stabsysteme (Royal 10 von Broil King) müssen Sie 400 Euro investieren. Modelle mit drei oder mehr Brennern kosten zwischen 699 und 1.000 Euro.
Im Vergleich zum Holzkohlegrill sind die Anschaffungskosten für einen Gasgrill zwar höher, aber dafür fallen die Betriebskosten etwas niedriger aus. Pro Kilowatt (kW) Heizleistung rechnet man mit 75 Gramm Gas pro Stunde. Ein 5-kg-Flasche Gas kostet rund 10 Euro (zzgl. Pfand für die Flasche). Ein Gasgrill mit zwei Brennern mit zusammen 12 kW verbraucht pro Stunde unter Vollast also knapp 1 kg Gas. In der Praxis ist es deutlich weniger, weil man kaum die ganze Zeit volle Pulle heizt. Kalkulieren Sie pro Grillstunde mit 1-2 Euro Gaskosten. Aufheizen und Freibrennen dauert jeweils etwa 10 Minuten. Zum Vergleich: Ein kg Holzkohle kostet je nach Qualität zwischen 0,50 bis 5,00 Euro. In einen Anzündkamin passen etwa 2 kg.

Galerie: Auf Nummer sicher: Checkliste für Gasgriller

Schmeckt wie vom Kohlegrill

Einen geschmacklichen Unterschied zwischen Gas und Kohle konnten Testpersonen nicht erkennen – zu diesem Schluss kommen verschiedene Blindverkostungen. Allerdings gibt es auch viele, die auf den echten Grillgeschmack mit Kohle schwören. eGarden meint: Hier geht es mehr um „anders“ als um „besser“ oder „schlechter“. Ob Gas oder Kohle, bleibt schlicht Geschmackssache. Wer mehr Aroma an sein Gas- Grillgut abgeben möchte, der kann je nach Modell die Räuchereinheit mit in Wasser eingelegten Chips füllen und auf diese Weise Aromen von verschiedenen Holzarten oder Obstsorten verbreiten.

Komfortable Reinigung

So reinigen Sie den Grill: Am Ende des Grillvorgangs wird der Grill für etwa 10 Minuten auf höchster Stufe freigebrannt. Fett und Speisereste am Rost verkohlen. Die Rückstände bürsten Sie mit einer Grillbürste ab. Von der Idee, den Rost immer wieder in einen glänzenden Neuszustand zu versetzen, sollten Sie sich verabschieden. Ab und an sollten Sie den Grillinnenraum und den Brenner säubern und nach jedem Grillvorgang die Fettauffangschale leeren. Tipp: Mit Katzenstreu können Sie die Auffangschale länger nutzen und müssen nur die Klümpchen entsorgen. Eine Grundreinigung mit Spüli oder Chemie ist höchstens einmal pro Saison nötig. Im Wesentlichen sorgt die Hitze für Sauberkeit, vergleichbar mit einem Pyrolyse-Backofen.

Gasgrill

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