Grillen mit Strom

Elektrogrills im Test: Drei beliebte Modelle im Vergleich

Dem Elektrogrill haften viele Vorurteile an. Das Ärgste: der maue Geschmack der gegrillten Speisen. Wie gut die Geräte tatsächlich sind, klärt eGarden in einem Vergleich von drei beliebten Modellen.

Datum:
Severin PG 2785 Tischgrill

Ein Elektrogrill ist platzsparend und verhindert die Bildung von krebserregendem Qualm.

Einfacher als mit dem Elektrogrill geht es nun wirklich nicht. Den Stecker in die Dose, und nach einer kurzen Aufwärmphase kann es schon losgehen. Dank wellen- oder kurvenförmiger Heizspiralen unter dem Rost gart ein Elektrogrill das Grillgut gleichmäßig und nicht nur an bestimmten Stellen. Per Drehknopf an der Front lässt sich zudem die Temperatur justieren. Aufgrund der meist kleinen Grillfläche und der direkten Hitze durch die Heizspiralen-Technik ist aber weder indirektes Grillen noch ein Barbecue-Betrieb möglich. Der Mythos, dass ein Fleischstück vom Holzkohlegrill besser schmeckt, kommt nicht von ungefähr – und ist sogar technisch nachvollziehbar: Der Elektrogrill erreicht eine Temperatur von zirka 110 Grad Celsius. Im Vergleich zum Holzkohlegrill fehlen ihm damit – je nach Modell – 100 bis 200 Grad Celsius Grill-Temperatur. Diesen Unterschied schmecken allerdings selbst Grillprofis nur mit Mühe heraus. Um die Heizleistung zu optimieren, sind inzwischen einige Elektrogrills mit Reflektoren im Deckel ausgerüstet, die die Hitze auf das Grillgut zurückbefördern.

Einzigartige Nutzung

Im Grill-Alltag ist ein Elektrogrill enorm flexibel: Egal ob draußen, auf dem Balkon oder drinnen – diesen Grill können Sie überall nutzen. Dadurch grillen Sie wetterunabhängig und weil es keinen lästigen Rauch gibt, stören Sie auch nicht die lieben Nachbarn. Funkenflug oder lange Wartezeiten gibt es ebenfalls nicht. Das stärkste Argument für einen Elektrogrill ist aber die eigene Gesundheit: Weil die Heizspiralen vor heruntertropfendem Fett geschützt sind, entsteht kein krebserregender Qualm. Zudem können sich keine gesundheitsgefährdenden Stoffe auf dem Grillgut absetzen. Sie sind noch nicht überzeugt? Werfen Sie einen Blick auf die Testergebnisse in der folgenden Übersicht.

Galerie: Test: Elektrogrills im Vergleich

Die Preisfrage

Vom Marktführer im Elektrogrillsegment Severin gibt es schon für 26 Euro (Amazon, Stand: 19.5.15) das Modell PG 2785. Die mit Wasser befüllbare Grillwanne verhindert Rauch- und Geruchsentwicklung. Und mit seinen roten Flächen setzt sich das Design angenehm vom Elektrogrill-Einerlei ab. AEG bietet den Elektrogrill TG340 ab 52 Euro (Amazon, Stand: 19.5.15) an. Wer mehr Hitze zum Grillen benötigt, bekommt für 239 Euro (Amazon, Stand: 19.5.15) den Q 1400 von Weber. Wie die großen Barbecue-Brüder des renommierten Herstellers, gibt es das Modell in verschiedenen Farben samt Deckel – so entstehen im Innern höhere Temperaturen, weil der Deckel die Hitze in Richtung des Grillguts reflektiert. Wer einmal pro Monat grillt, darf sich auf vergleichsweise geringe Betriebskosten von knapp 23 Euro pro Jahr freuen. Holzkohle-Fans zahlen rund sechsmal so viel. Wie gut sich die Elektrogrills im Test machen, lesen Sie in der obigen Bildergalerie.

Grill-Atmosphäre

Dennoch: Optik und Grill-Gefühl eines Elektrogrills reichen einfach nicht ran an einen Gas- und schon gar nicht an einen Holzkohlegrill. Wer auf die typische Grill-Atmosphäre partout nicht verzichten will, wird mit E-Grill nicht glücklich. Für den Grillspaß aus der Steckdose spricht aber die kinderleichte Reinigung: abkühlen lassen, Wasserschale und den Rost spülen – fertig!

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