Ausgefallene Modelle

Designgrills im Test: Ist das noch ein Grill oder schon Kunst?

Grillen ist eine Freude für den Gaumen, aber selten eine für das Auge. Nicht so bei diesen Designgrills. Sehen die nur gut aus, oder lässt sich damit auch wirklich hübsch grillen?

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Sigmafocus L

Ein Designgrill wie der Sigmafocus L verbindet ausgefallenes Aussehen mit praktischen Aspekten.

Schön oder nicht schön – das ist hier die Frage. Und die ist äußerst schwierig zu beantworten. Ob ein Grill gefällt oder nicht, entscheiden allein das individuelle Empfinden und der persönliche Geschmack. Schließlich ist ein ausgefallen gestalteter Grill nicht nur schlichtes Werkzeug, um möglichst schnell ein perfektes Steak zu grillen, sondern immer auch Schmuckstück für Garten oder Terrasse, das viel über den Besitzer aussagen kann: reduziert oder opulent, schlicht oder verspielt, „form follows function“ oder „form follows emotion“. Im Idealfall gewichtet die Designschmiede beide Aspekte gleich, damit der Hingucker auch essbare Resultate auf den Teller bringt.

Vier Designgrills im Praxis-Test

Chic auszusehen fällt einem Grill nicht schwer, denn dafür haben sich die Designer lange genug die Köpfe zerbrochen, Ideen entworfen, ausprobiert, wieder verworfen, neu gezeichnet, wieder ausprobiert. Das ein oder andere Modell scheint aber direkt vom Zeichentisch in die Produktion gewandert zu sein, ohne jemals einen Test durchlaufen zu haben.

Galerie: Vier kunstvolle Designgrills im Praxis-Test

eGarden hat vier außergewöhnliche Modelle im Praxis-Test auf Wurst und Lammkotelett geprüft. In der obigen Bildergalerie sagen wir, welche Designgrills tatsächlich etwas taugen, und welche nur schön anzuschauen sind. In unserer zweiten, nachfolgenden Galerie zeigen wir weitere Grills, die auch einen Blick wert sind.

Galerie: Sechs besondere Grills für Ihren Garten

Designgrill: Große Preisspanne

Dann wäre da noch die Frage nach dem Preis. Besonderes Design muss nicht zwangsläufig exorbitant teuer sein, allerdings ist die Spanne mit 40 bis 35.000 Euro sehr groß. Materialart und -menge sind ebenso entscheidend wie die Höhe der Auflage. Schweizerische Handarbeit kostet eben mehr als ein Grilleimer, wie ihn ostasiatische Hydraulikpressen täglich zu Tausenden ausspucken.
Auch der Konstruktionsaufwand fließt in die Kalkulation ein. Ist der Apparat fahrbar oder nicht, hat er einen Deckel oder keinen, handelt es sich um einen hochkomplexen Schwenkgrill oder einen schlichten „Draufleger“? Wer sich einen Designgrill wie etwa den „Hydra 900“ von Antonio Basile mit allerlei Flaschenzügen, Hydraulik und ausgeklügelter Mechanik in den Garten stellen möchte, muss den Preis eines gut ausgestatteten Mittelklasseautos schlucken. Dafür bekommen Sie dann aber auch ein aus Edelstahl in Deutschland gefertigtes Stück, das jedem noch so hübschen Etui-Kleid auf der Grillparty garantiert die Show stiehlt. Im Gegensatz zu solchen Grill-Monstern bedienen durchdachte, minimalistische Entwürfe wie das kompakte Modell „Grilliput“ ganz andere Ansprüche. Dieser ausgefallene Minigrill ist schon für knapp 40 Euro zu haben.

Galerie: Diese Grills sind so teuer wie Kleinwagen

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