Darüber streiten Gartenbesitzer

Nachbarschaftsrecht: Was darf man im Garten und was nicht?

Eigentlich gilt der heimische Garten ja als Erholungsoase, nicht selten kommt es aber zum Streit über den Gartenzaun hinweg. Auslöser sind meist Kleinigkeiten, etwa der Grillgeruch von drüben. Im Nachbarschaftsrecht ist geregelt, was Sie im Garten dürfen und was nicht. eGarden klärt auf.

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Streit ueber den Gartenzaun

Rauchschwaden vom Grill oder Äste, die über den Zaun ragen – das kann den Gartennachbarn schon mal auf die Palme bringen.

Erinnern Sie sich noch an den Hit „Maschen-Draht-Zaun“ aus dem Jahr 1999? Der Spaß-Song handelt von einem über den Gartenzaun ragenden Knallerbsen-Strauch. Ernster Hintergrund: ein realer und handfester Streit eben über diesen zu dicht gepflanzten Strauch.
Solche oder ähnliche Streitigkeiten gibt es in deutschen Gärten jede Menge. Mal ist es der stinkende Komposthaufen, der dem Nachbarn in die Nase sticht. Oder es sind Äste oder Wurzeln, die herüberwuchern, zu laute Musik von der Grillparty oder der knatternde Rasenmäher vom Nachbarsgrundstück. Aber was ist erlaubt und was nicht?
Im Nachbarschaftsrecht steht, was Sie in Ihrem Garten tun dürfen und was nicht. eGarden hat in der Bildergalerie zehn häufige Streitthemen am Gartenzaun zusammengefasst. Lesen Sie dort, wie weit Sie oder Ihre Nachbar gehen dürfen. Dann haben Sie im Ernstfall gute Argumente und brauchen einen Streit erst gar nicht vom Zaun brechen.

Galerie: Zehn häufige Streitthemen unter Nachbarn

Erst zum Schlichter

In vielen Bundesländern gilt wie in Bayern und Niedersachsen: Bevor ein Nachbarschaftsstreit vor Gericht landet, muss er erst ein außergerichtliches Schlichtungsverfahren durchlaufen haben. Ohne den Nachweis eines Einigungsversuches gibt es keinen Prozess.
Vielleicht umständlich, aber ein Schlichtungsverfahren bietet für die Streit-Gegner auch mindestens einen großen Vorteil. Es kostet in der Regel wesentlich weniger als ein vor Gericht ausgetragener Rechtsstreit – Prozess- und Anwaltskosten entfallen. Adressen für Schlichtungsstellen erhalten Sie unter anderem bei den Gemeinde- und Ortsämtern.
Torsten Stender

von

Komplizierte Ratgeber und Anleitungen sind dem gebürtigen Kieler ein Dorn im Auge. „Verständliche Texte mit Nutzwert sind ja kein Hexenwerk.“

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