Das Extrastück Natur

Dachbegrünung – schön (und) umweltfreundlich

Setzen Sie mit Dachbegrünung ökologische Akzente. Welche Fördermittel es gibt und worauf Sie bei Anlage und Pflege achten müssen, erfahren Sie bei eGarden.

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Dachbegrünung

Eine Dachbegrünung sieht nicht nur toll aus, sondern leistet gleichzeitig einen wertvollen Beitrag zum Umweltschutz.

Immer häufiger verlieren Innenstädte an Grünflächen, wenn zugunsten von Parkplätzen Vorgärten und Parks verschwinden. Zugleich setzt moderner Umweltschutz auf neue und alte Strategien, dem Grau der Städte ökologische Flächen abzutrotzen. Dachbegrünung ist eine attraktive und effektive Möglichkeit, in Sachen Klimaschutz Farbe zu bekennen.
Ob Flachdach oder Giebel, Garage, Carport oder Gartenhaus - eine sorgfältig angelegte Begrünung schenkt mit jedem Quadratmeter Fläche ein Plus an Natur. Allerdings bedeutet ein Grün-Dach mehr als nur das Ansiedeln bestimmter Pflanzen. Genau wie ein Garten benötigt auch das Grün auf dem Dach dauerhafte Pflege.

Das schenkt Ihnen ein grünes Dach

Das Stückchen Natur auf dem Dach hat es in sich, und das im wahrsten Sinne des Wortes. Die dichte Bepflanzung filtert Feinstaub und Schadstoffe. Die grüne Decke speichert Regenwasser und wirkt im Sommer wie eine natürliche Klimaanlage für die darunterliegenden Räume. Im Winter kommt die Grünfläche einer atmungsaktiven Kälte-Dämmung gleich. Und abgesehen von dem herrlichen Aussehen inmitten des Einerlei der üblichen Dächer der Nachbarschaft bietet eine begrünte Dachfläche eine unberührte Naturlandschaft für wichtige Insekten.

Intensiv oder extensiv – das Dach entscheidet

Bei der Begrünung unterscheidet der Fachmann zwischen Anpflanzungen, die intensiver Pflege bedürfen und solchen Anlagen, die sich weitgehend selbst erhalten (extensiv). Letztere eignen sich besonders bei schlecht zugängigen Dächern wie der schrägen Sattelform. Ein bis zwei Kontrollgänge pro Jahr genügen, um diese zwischen 6 und 20 cm hohe Variante der Dachbegrünung zu versorgen. Bei der Intensiv-Begrünung ergibt sich bereits aus der Struktur die Notwendigkeit eines Flachdaches. Bei einer Höhe zwischen 15 und 40 cm lassen sich Gräser, Stauden, Sträucher und sogar kleine Bäume pflanzen.

Das steckt unter dem begrünten Dach

Grundsätzlich gleicht sich der Aufbau extensiver und intensiver Begrünung. Bei letzterer jedoch ist die Gesamtdicke stärker, da hier größer Pflanzen zum Einsatz kommen.
Die Schichten des Aufbaus im Überblick:
  • Spezial-Vlies und wasserdichte Schutzfolie schützen das ursprüngliche Dach vor dem neuen Aufbau
  • Eine Wurzelschutzfolie schützt zusätzlich vor wuchernden Pflanzenwurzeln
  • Eine Speichermatte mit Drainage speichert Regenwasser für die Bepflanzung und sorgt für einen geregelten Ablauf überflüssigen Regenwassers
  • Unter dem Substrat schließlich bildet ein feinporiges Vlies einen Schutz für die Speichermatte gegen Poren verstopfende Feinteile der Pflanzenerde
  • Darüber beginnt die Natur: Eine speziell gemischte und ungedüngte Erde nimmt die Pflanzen auf. In der Mischung sorgen Ziegelsplit, Bims oder Lava für die notwendige Belüftung und Entwässerung und ermöglichen zugleich für ein besonders leichtes Gewicht.

Welche Pflanzen grünen wo?

Bei einem Neigungswinkel bis maximal 40° darf es die weniger arbeitsaufwendige extensive Begrünung sein. Dafür kommen besonders anpassungsfähige Pflanzen zum Einsatz. Moose und Gräser, Sukkulenten und Kräuter bieten sich an. Neben dem Mauerpfeffer kommen Pflanzen der Steingärten zum Einsatz: Karthäusernelke, Schnittlauch, Origanum, Färberkamille und Wiesen-Margerite. Für die intensive Begrünung bringen Glockenblume, Schafgarbe und kleine Walderdbeere Farbe aufs Dach. Die örtliche Gärtnerei hilft bei der Zusammenstellung für eine ganzjährig farbige Anlage.

Die Kosten

Die Anlage kleiner Flächen im Privatbereich schlägt je nach Bepflanzungsart und verwendeter Pflanzen mit rund 35 € als Einstiegspreis zu Buche. Gut zu wissen: Viele Gemeinden und Kommunen unterstützen die Anlage einer Dachbegrünung mit finanziellen Zuschüssen.
Tipp: Je nach Dach sollten Sie vorab die Frage der Statik klären. Wer neu baut, kann den Wunsch nach einer attraktiven Dachbegrünung in die Planung aufnehmen. Wichtige Infos hält die Dachbegrünungsrichtlinie der Forschungsanstalt Landschaftsentwicklung Landschaftsbau e.V. (FLL) bereit.

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