Drinnen und trotzdem draußen

Wintergärten: Welche Looks gibt es?

Spätestens seit dem 18. Jahrhundert, als die Engländer Wintergärten als luxuriöse Anbauten an Wohnhäuser einführten, hat sich der eigentliche Sinn solcher Bauten, der der Kultivierung von Pflanzen diente, geändert. Wintergärten: Welche Looks gibt es?

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Ausbau moderner Wintergarten

Moderne Wintergärten werden heutzutage meist als Wohnzimmer-Erweiterung genutzt und auch dementsprechend schick gebaut und eingerichtet.

Bereits in der Antike gab es erste Vorläufer des Wintergartens. Zu der Zeit wurden sie allerdings noch für die Kultivierung von Pflanzen und Früchten benutzt. Im Viktorianischen Zeitalter dann wurde der Wintergarten stilistisch vor allem durch die zahlreichen Orangerien geprägt. Die vor allem aus Glas und Stahl gebauten und reichlich verzierten Gebäude erfreuten sich schnell großer Beliebtheit und breiteten sich rasch auf dem europäischen Kontinent aus. Fortan wurden die Wintergärten nicht nur mehr als Gewächshäuser, Aufbewahrungsplatz für zu überwinternde Pflanzen oder Ausstellungsräume benutzt. Einrichtungsgegenstände wie Tische und Stühle machten daraus Begegnungsstätten für Menschen. Und auch heutzutage dient der Wintergarten hauptsächlich als erweiterter Wohnraum. eGarden erklärt, was für Wintergärten und welche Looks es gibt. Außerdem erfahren Sie es auf was Sie beim Bau noch achten müssen.

Achtung Baugenehmigung

Wenn Sie einen Wintergarten neu bauen, ist das in der Regel ein Anbau an ein Gebäude oder ein selbständiges Gebäude. Und für so ein Gebäude brauchen Sie hierzulande in der Regel eine Baugenehmigung. Eine Ausnahme wäre zum Beispiel ein Gewächshaus, welches als sogenanntes Anlehnhaus an der Hauswand errichtet wird. Außerdem gibt es da noch das Nachbarschaftsrecht, wonach Sie zum Beispiel bestimmte Baumaße einhalten müssen. Bevor Sie also mit dem Bau eines Wintergartens anfangen, sollten Sie sich bei der zuständigen Baubehörde informieren, was im Einzelnen zu tun ist. Außerdem müssen direkte Nachbarn Ihrem Bauvorhaben zustimmen. Laut Mietrecht können die Ihnen nämlich einen Strich durch die Rechnung machen, etwa wenn sie sich in ihrer freien Entfaltung beeinträchtigt fühlen, weil sich neben ihrem Haus nun ein Wintergarten befindet. Deshalb sollten Sie am besten schriftliche Zustimmungen der Nachbarn einholen.
Anbau Wintergarten

Mit einer guten Planung und den richtigen Materialien finden Sie den richtigen Wintergarten für Ihr Haus.

Kalter, mittelwarmer oder warmer Wintergarten

Es gibt drei Typen von Wintergärten. Die drei Typen unterscheiden sich hauptsächlich im benutzten Baumaterial und in den Kosten. Was hauptsächlich an den Anforderungen der Energiesparverordnung für Glasdächer und Seitenelemente liegt. Je nach Pflanzenart wird er gar nicht oder auf maximal auf 12 Grad Celsius beheizt.
Kalter Wintergarten: Ein kalter Wintergarten ist wohl die günstigste Variante. Er wir hauptsächlich als Wind- oder Regenschutz und zur Überwinterung für nicht winterfeste Pflanzen benutzt. Je nach Pflanzenart wird er gar nicht oder auf maximal auf 12 Grad Celsius beheizt. Da dazu keine besonderen Anforderungen an die Energiesparverordung gefordert werden, fallen die Kosten für die Baumaterialien günstig aus.
Mittelwarmer Wintergarten: Die Energiesparverordnung stellt geringere Anforderungen an einen mittelwarmen Wintergarten als an einen warmen Wohn-Wintergarten, etwa in Bezug auf die Wärmedämmenden Eigenschaften von Glasdächern und Seitenteilen. Ein mittelwarmer Wintergarten wird auf 12 bis 19 Grad Celsius beheizt.
Warmer Wintergarten: Der warme Wintergarten wird auch Wohn-Wintergarten genannt. Er ist auch der am häufigsten gebaute Wintergarten. In ihm herrscht das ganze Jahr ein Wohlfühl-Klima (19 Grad Celsius). Da hier die strengsten Anforderungen der Energiesparverordnung gelten, gehört diese Variante auch zu den teuersten – Fußböden, Dächer, Heizungsanlagen und Seitenteile müssen besondere Anforderungen erfüllen.

Welche Looks gibt es?

Beim Material für den modernen Wintergarten haben Sie die eine große Auswahl. Gab es vor einigen Jahren fast nur weiße oder braune Kunststoff-Konstruktionen, ist heutzutage eigentlich fast alles verbaubar, etwa Aluminium, Kunststoff oder Holz. Auch eine Kombination aus mehreren Materialien ist beliebt. Bei der Verglasung gibt es nichts, was es nicht gibt, etwa Glas mit speziellen Eigenschaften wie Einbruchschutz oder Schallschutz. Damit sich der Wohn-Wintergarten optimal in die Wohnräume integriert, gibt es etwa passende Verdunkelungs- oder Beschattungssysteme.
Torsten Stender

von

Komplizierte Ratgeber und Anleitungen sind dem gebürtigen Kieler ein Dorn im Auge. „Verständliche Texte mit Nutzwert sind ja kein Hexenwerk.“

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