Ein schöner Platz im Garten

Terrasse selber bauen – darauf sollten Sie achten

Sie planen den Bau einer Terrasse? Dann haben Sie viel Arbeit vor sich. Bevor Sie den ersten Spatenstich setzen, sollten Sie einen Plan machen. Denn bei Ihrem Vorhaben gibt es einiges zu bedenken. Wie Sie Ihre Terrasse selber bauen? – so geht’s.

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Fussboden Terrasse

Holz ist nur eine Alternative für den Bodenbelag. Auch Naturstein oder Steinplatten sind sehr beliebt.

Bei schönem Wetter ist die Terrasse Treffpunkt für die ganze Familie, oder der Platz für das Kaffeekränzchen am Nachmittag. Und auch bei Gartenpartys ist sie unverzichtbar, etwa als Tanzfläche oder zum gemütlichen Plausch in bequemen Gartenmöbeln. Damit Sie über Jahre was von Ihrer Terrasse haben und alles stabil und wetterbeständig ist, müssen Sie beim Bau einige wichtige Dinge berücksichtigen. Hier erfahren Sie, wie Sie Ihre Terrasse selber bauen - so geht’s:

Fundament stabil und frostsicher

Egal, ob Sie sich später für Beton- oder Natursteinplatten, Außenfliesen oder Holzfliesen entscheiden, sollten Sie das Fundament so aufbauen, dass es frostsicher ist. Dazu muss das Wasser immer gut und vollständig ablaufen, denn sonst kann es frieren und Ihre Terrassen-Platten nach oben drücken. Dazu dient eine mehrschichtige Materialschicht, die mehrfach verdichtet wird, am besten mit einem so genannten Rüttler. Diese Schichten sorgen später auch dafür, dass die Terrassenplatten nicht unterspühlt werden oder absinken können.
Erde ausheben: Dazu ist Ihre Muskelkraft gefragt, denn Sie müssen über die gesamte Terrassenfläche zunächst Erde ausheben und beiseite schaffen. Fundament und Terrassenbelag zusammen bestimmen dabei die Aushubtiefe gemessen an der gewünschten Position an der Türschwelle. Dabei sollten Sie darauf achten, dass Sie vom Haus weg ein Gefälle berücksichtigen – ungefähr zwei Prozent sollten reichen.
Grassoden

Für den Terrassenbau muss relativ viel Erde und auch so manche Grassode bewegt werden.

Fläche verdichten: Die Fläche nach dem Aushub darf keine Unebenheiten aufweisen und sollte entsprechend fest sein. Am besten, Sie verdichten die Fläche mit einem Rüttler oder einem Handstampfer. Ein Drainagerohr, angebracht an der tiefsten Stelle, sorgt zudem dafür, dass das Wasser noch besser abläuft.
Randsteine setzen: Bevor Sie die Materialschichten auffüllen, müssen Sie Randsteine setzen, etwa Rasenkantsteine oder Palisaden. Damit verhindern Sie, dass die Schichten und der spätere Belag wegrutschen können. Die Randsteine werden in ein 10 bis 20 Zentimeter starkes Betonbett gesetzt. Damit alles gerade wird, sollten Sie vorher eine Richtschnur spannen. Achten Sie auch darauf, dass die Randsteine ungefähr die richtige Höhe haben. Dann brauchen Sie später beim Verlegen des Terrassenbelags nicht soviel zu schneiden.
Das Fundament: Das Fundament besteht aus drei Schichten. Ganz unten liegt die Frostschutzschicht und darüber die Tragschicht. Die beiden Schichten bestehen aus Kies und Schotter. Der Kies sollte eine Körnung bis 32 Millimeter haben und etwa eine Schichtdicke von 10 Zentimeter betragen. Der Schotter für die Tragschicht sollte eine Körnung bis 45 Millimeter und eine Schichtdicke von etwa 13 Zentimetern aufweisen. Ganz oben folgt dann noch eine Sandschicht. Jede Schicht sollte einzeln und mehrfach, etwa dreimal, per Rüttler verdichtet werden.

Der Terrassenbelag

Beim Terrassenbelag haben Sie die Qual der Wahl. Welche Terrassenplatten es gibt und wie sie verlegt werden, lesen Sie hier. Außerdem gibt es auch Terrassenfliesen aus Keramik, wie man sie aus dem Sanitärbereich kennt. Näheres erfahren Sie hier.
Torsten Stender

von

Komplizierte Ratgeber und Anleitungen sind dem gebürtigen Kieler ein Dorn im Auge. „Verständliche Texte mit Nutzwert sind ja kein Hexenwerk.“

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