Nervige Nager

So beugen Sie Marderschäden vor

Mit dem Frühling kommt auch die Tierwelt zurück in den Garten. Während Vögel, Igel und Co. eine Bereicherung darstellen, kann ein Marder schnell zur Nervensache werden. Denn Marderschäden im Garten und am Auto sind nicht nur ärgerlich, sondern im schlimmsten Fall sogar lebensgefährlich.

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Marderschäden

Marderschäden kommen gerade im Frühjahr sehr häufig vor.

Die Tage werden länger und wärmer, Bäume und Blumen fangen an zu blühen: Wenn der Frühling die Natur zum Leben erweckt, werden auch Tiere wieder aktiver und kehren aus ihren Winterquartieren in den heimischen Garten zurück. Doch so schön Artenvielfalt in der eigenen Oase ist, so unangenehm können manche Besucher werden. Sie hinterlassen Kot- und Nahrungsreste, verwüsten das sorgsam gepflegte Blumenbeet oder knabbern die Gartenmöbel an. Der Marder ist so ein Besucher. Weswegen er bei vielen Gartenbesitzern ein ungebetener Gast ist. Richtig nervig wird dieser Allesfresser, wenn er einmal sein Nest gebaut hat. Im Zuge der Aufzucht macht der Marder nämlich auf alles Jagd, was ihm vor die Nase gerät. Es gilt also, die Ansiedlung zu vermeiden. eGarden verrät Ihnen, wie Sie den Marder aus Ihrem Garten und dem Auto halten und so Marderschäden vermeiden.

Der Marder im Garten

Hat sich der Marder einmal im Garten angesiedelt, kann es schon sehr bald vorbei sein mit der Artenvielfalt. Auf der Suche nach Nahrung für seinen Nachwuchs ist diesem kleinen Raubtier nämlich alles recht. Mäuse stehen dabei genauso auf dem Speiseplan wie die Eier der brütenden Meise. Selbst Frösche und Echsen verschmäht der Marder nicht. Teuer wird es außerdem, wenn er Schäden am Gartenmobiliar hinterlässt. Bissspuren in den Schläuchen, angenagte Tischdecken und ausgeweidete Polster sind dann nur ein paar der Ärgernisse. Am besten versuchen Sie, den Marder am Einquartieren zu hindern.
Um dies zu erreichen, sollten Sie als Gartenbesitzer zuerst den Zugang des Marders ausfindig machen. Ist Ihr Garten beispielsweise von einem Jägerzaun umgeben, können Sie zusätzlich einen Maschendrahtzaun befestigen. Durchnagen wird ihn der Marder bestimmt nicht. Auch Duftstoffe von anderen Raubtieren wie Hunden oder Katzen können vor Marderbefall schützen. Diese natürlichen Pheromone können sparsam an verschiedenen Stellen im Garten verteilt werden und dem Marder vorgaukeln, er befinde sich in dem Revier eines Feindes. Allerdings ist diese Methode sehr mühsam und verlangt nach ständiger Aufmerksamkeit. Denn ist der Geruch einmal verflogen, hält auch den Marder nichts mehr fern.
Eine weitere Möglichkeit sind elektrische Fallen. Dazu können Sie die Falle einfach an den bevorzugten Eingängen des Marders auslegen und beim nächsten Besuch bekommt der Schädling einen Stromschlag. Allerdings gilt auch hier: Sie brauchen Geduld. Von einem Mal lässt sich der Marder nicht abhalten. Übrigens sind diese Fallen sowohl für den Marder als auch für den Menschen ungefährlich. In unserem Ratgeber über unerwünschte Gartengäste erfahren Sie noch mehr über Schädlingsschutz.
Marderschäden

Hat sich der Marder erst einmal eingerichtet, ist er nur schwer zu vertreiben.

Was tun, wenn der Marder da ist?

Es ist zu spät und der Marder hat sich schon im Garten oder Haus niedergelassen? Auch hier gibt es viele Hausmittel, deren Wirksamkeit allerdings nicht bewiesen ist. So sollen Klosteine und Mottenkugeln dem Marder den Aufenthalt verleiden. Auch im Handel gibt es einige Sprays und Pasten, die den Marder fernhalten sollen. Fachleute stehen dieser Methode aber skeptisch gegenüber. Der Marder würde sich an den Geruch gewöhnen. Büschel von Hunde- oder Katzenhaaren sprechen wiederum den Überlebensinstinkt des Marders an und können sehr wohl wirksam sein.
Die beste Methode ist auch hier, den Eingang zum Bau mit Maschendraht zu verschließen. Allerdings muss der Eingang dafür erst einmal gefunden werden. Achten Sie dabei auf Fußspuren. Der Marder ist kein besonders sauberes Tier und hinterlässt auf hellen Steinen oder Wänden gut zu findende Abdrücke. Übrigens ist der Marder ein nachtaktives Tier, welches tagsüber schläft. Regelmäßiges Stören der Schlafzeit kann deswegen auch helfen, den Marder zu vertreiben. Dazu reicht es, wenn Sie laut am Bau des Marders vorbeigehen oder in regelmäßigen Abständen das Umfeld des Baus mit einem Besenstiel abklopfen.
Hilft das alles nichts, muss der Profi gerufen werden. In den meisten Gemeinden gibt es einen Stadtjäger, der sich des Marders annehmen kann. Allerdings unterliegt der Marder dem Jagdrecht und darf nur von Oktober bis Februar gejagt werden. Sollte der Marder also schon Nachwuchs bekommen haben, werden Sie mit dem Tier zumindest eine Saison vorlieb nehmen müssen. Privatpersonen dürfen den Marder gar nicht jagen, wodurch Lebendfallen für den privaten Gebrauch ausgeschlossen sind.

Galerie: Helfer zur Vorbeugung von Marderschäden

Der Marder im Auto

Wenn der Marder ans Auto geht, können die Schäden schnell lebensgefährlich werden. Löcher in Bremsschläuchen oder an Zündkabeln sind bekannte Marderschäden. Leider sind die engen Räume zwischen den einzelnen Motorteilen der ideale Unterschlupf für Marder. Um ihm den Zugang zum Motorraum zu verwehren, ist die beste Methode, den kompletten Motorraum zu versiegeln. Mittlerweile bieten zahlreiche Autohersteller solch einen Marderschutz ab Werk an. Natürlich kostet solch eine Anschaffung Geld.
Möchten Sie das Geld hingegen sparen, können Sie es auch hier mit elektrischen Fallen versuchen. Auch Rohre aus Hartkunststoff zum Schutz der Schläuche sind ein effektiver Schutz. Dabei sollten Sie allerdings beachten, dass nichts scheuert oder an heißen Motorteilen anliegt. Hilfreich kann auch eine gründliche Motorwäsche sein. Da sich der Marder an seinen Duftmarken orientiert, kann er seine Spuren nach einer Motorwäsche nicht finden. In unserer Bildergalerie finden Sie weitere nützliche Gadgets im Kampf gegen Marder.

Marderschutz

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