Keine Halloween-Nacht ohne Kürbis

Kürbis schnitzen: So wird es richtig schön gruselig

Halloween naht. Mal leuchtend und lachend, mal gruselig, grinsend, jedes Jahr Ende Oktober sieht man sie zuhauf in Vorgärten oder hinter Wohnzimmerfenstern – kunstvoll geschnitzte Kürbisse. eGarten erklärt, wie Sie einen Kürbis schnitzen.

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Kuerbisse zu Halloween

Ein gruseliges Gesicht in den Kürbis schnitzen, effektvoll Licht platzieren und fertig ist der Gruselspaß zu Halloween.

Jedes Jahr in der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November klingeln Kinder in lustig, gruseligen Verkleidungen an hunderten von Wohnungstüren. Und dann heißt es wieder „Süßes oder Saures“. Und pünktlich zur Halloweenzeit, meist schon Tage vorher, verwandeln sich viele Häuser und Vorgärten in schaurig schön geschmückte Domizile. Was für Weihnachten der Weihnachtsbaum und für Ostern der Osterstrauch, ist für Halloween der leuchtende Kürbis. Er darf in keinem Grusel-Ensemble fehlen. Und so schmückt er, meist kunstvoll zurecht geschnitzt, viele Häuser und Gärten. Aber wie funktioniert das genau? Und welche dieser Riesengewächse eignen sich zum Kürbis schnitzen? Damit Ihr Vorgarten in der Gruselnacht mithalten kann, erklärt eGarden im Folgenden Techniken und verrät Tricks im Umgang mit den großen gelben Früchten. Weitere tolle Halloween-Ideen für den Garten finden Sie hier.

Diese Kürbisse eignen sich besonders zum Schnitzen

Es gibt viele verschiedene Kürbisse, essbare oder nicht genießbare Zierkürbisse, große, kleine, runde und längliche. Der typische Halloween-Kürbis ist groß, rund und orange. Am besten geeignet sind die Sorten Neon, Rocket, Aspen, Howden, Early Harvest oder der Klassiker Jack O’Lantern. Die Kürbisse sollten auf jeden Fall reif sein.
Tipp: Ob ein Kürbis reif ist, finden Sie am besten mit dem Klopf-Trick heraus. Klingt er hohl und ist die Schale hart, dann ist er reif. Auch ein verholzter Stiel verrät die richtige Reife.
Im Idealfall werden die Kürbisse vor dem großen Schnitzen mindestens acht Wochen langsam getrocknet. Schimmel und Fäulnis kann so zwar nicht verhindert, aber herausgezögert werden. Am besten trocknen die Früchte in gut belüfteten und trockenen Räumen aus. Damit es keine weichen Druckstellen gibt, werden die Kürbisse einmal am Tag gedreht.

Das Aushöhlen: Operation am offenen Kürbis

Bevor Sie dem Kürbis eine gruselige Fratze verpassen, müssen Sie zunächst Platz schaffen und das Fruchtfleisch entfernen. Das können Sie mit vorhandenen Küchen-Utensilien, etwa Löffeln, Messern oder einem Eis-Portionierer erledigen. Oder Sie bestellen, etwa bei Amazon spezielles „OP-Besteck“.
Zunächst müssen Sie oben in den Kürbis ein genügend großen Loch schneiden. Natürlich können Sie auch unten im Kürbis das Loch schneiden. Damit der ausgeschnittene Deckel später wieder aufgesetzt werden kann und nicht nach innen fällt, sollten Sie den Deckel mit schrägen Schnitten ausschneiden. Außerdem hält der Deckel später besser, wenn Sie ihn nicht rund sondern eckig ausschneiden. Anschließend höhlen Sie den Kürbis aus, bis die Schale noch etwa zwei Zentimeter dick ist.
Kuerbissuppe

Aus dem Fruchtfleisch von essbaren Kürbissen lassen sich leckere Speisen kochen, etwa eine Kürbissuppe.

Je nachdem, ob Sie einen essbaren oder einen Zierkürbis benutzen, verwerten Sie das Fruchtfleisch entsprechend. Das vom Zierkürbis können Sie entsorgen. Es ist nicht genießbar und zum Teil sogar giftig. Das Fruchtfleisch vom essbaren Kürbis hingegen lässt sich in der Küche weiterverarbeiten, etwa zu einer schmackhaften Kürbissuppe. Ein leckeres Rezept finden Sie hier.

Geben Sie dem Kürbis ein gruseliges Gesicht

Nachdem Sie den Kürbis vom Fruchtfleisch befreit haben, trocknen Sie ihn von innen noch mit Küchenpapier ab. Anschließend geht’s ans Gesicht-Modellieren. Das machen Sie mit einem scharfen Messer oder einem Kürbis-Schnitzset vom Amazon. Wenn Sie künstlerisch begabt sind schneiden Sie Augen, Nase und Mund freihändig heraus. Einfacher geht’s allerdings mit einer passenden Schablone. Die bekommen Sie etwa bei Amazon. Wie auch immer, damit alles gerade wird, sollten Sie das Gesicht vorher mit einem Stift aufmalen.

Haltbarkeit und Erleuchtung

Der Kürbis hält sich ungefähr zwei Wochen. Dann fängt er meist an zu faulen und zu schimmeln. Draußen im Kalten hält er oft ein bisschen länger durch. Für die Innenbeleuchtung verwenden Sie am besten Kerzen, etwa Teelichter. Damit die Kerzen nicht bei jedem Windstoß aus gehen, packen Sie die Kerzen am besten in ein Glas. Sollten Ihnen Kerzen zu unsicher sein, weichen Sie auf batteriebetriebene Varianten aus.
Torsten Stender

von

Komplizierte Ratgeber und Anleitungen sind dem gebürtigen Kieler ein Dorn im Auge. „Verständliche Texte mit Nutzwert sind ja kein Hexenwerk.“

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