Stein auf Stein

Gabionen: Steine in den Weg legen – dekorativ und praktisch

Gabionen sind Drahtkörbe, in die Steine gefüllt werden. Diese Körbe gibt es in verschiedenen Formen und Größen. Im Garten sind sie vielseitig einsetzbar, etwa als Sichtschutzwand, als Uferbefestigung oder als Hochbeet.

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Gabionen im Garten

Gabionen sehen schick aus und lassen sich im Garten und ums Haus herum vielseitig integrieren.

Für den Sicht- oder Windschutz im heimischen Garten muss es nicht immer der klassische Jäger- oder Lamellenzaun sein. Eine schicke Alternative stellen Gabionen dar. Diese robusten Steinkörbe gibt es im Fachhandel, etwa im Baumarkt, im Garten-Center oder im Internet bei Amazon in den verschiedensten Ausführen und Größen. Geschickt kombiniert, lassen sich die einzelnen Korb-Elemente zu komplexen Gebilden zusammensetzen und stapeln und so individuell in die Gartenlandschaft einbauen. Die zugehörigen Steine gibt es ebenfalls in verschiedenen Größen und Farbschattierungen. Dabei können Sie unter anderem wählen zwischen Kalkstein, Flusskiesel und Granit. Üblicherweise werden zum Befüllen Bruchsteine verwendet. Tipp: Wenn sich ein Steinbruch oder ein Kieswerk in der Umgebung befindet, lohnt es sich unter Umständen, dort nach geeigneten Steinen zu fragen. Das ist oft günstiger. Wenn Sie es ausgefallener mögen, lassen sich die Körbe natürlich auch mit anderen Materialien füllen, etwa mit Holz. Der Aufbau von Gabionen ist sehr einfach und kann mit ein wenig handwerklichem Geschick selbst erledigt werden.
Gabionenhochbeet im Garten

Ist praktisch und sieht schick aus – ein Hochbeet aus Gabionen.

Einsatzmöglichkeiten

Gabionen lassen sich nicht nur als Zaunelemente, Böschungs- und Uferbefestigung oder als Sichtschutz einsetzen. Wegen ihrer Robustheit eignen sie sich zum Beispiel hervorragend als Lärmschutzwände. Aber auch als reine Deko-Elemente sind gefüllte Gabionen in jedem Garten ein Hingucker, etwa als Säulen, die mitten auf der Wiese stehen, oder in Leuchtturmform. Ihrer Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Im Fachhandel gibt es auch schon viele vorgefertigte Formen, etwa Drahtkörbe in Herzform. Selbst als Sitzgelegenheit, etwa als Bank, können Gabionen dienen. Praktisch und schick: ein Hochbeet aus Gabionen. Wie Sie ein Hochbeet richtig bepflanzen, lesen Sie hier.

Darauf sollten Sie achten:

Sicherheit: Wenn Sie eine hohe Gabionenmauer bauen möchten, sollten Sie aus Sicherheitsgründen die Statik von einem Fachmann überprüfen lassen. Dann sind Sie sicher, dass die Mauer auch stabil steht und nicht umkippen und jemanden verletzen kann. Auch eine Verankerung im Boden ist hier sinnvoll.
Die richtigen Maße: Bevor Sie ans Bestellen oder auf Einkaufstour gehen, sollten Sie die späteren Standorte genau ausmessen. Denn daraus ergibt sich die genaue Anzahl der benötigten Drahtkörbe. Für die korrekte Steinmenge müssen Sie auch Höhe und Breite der Gabionen bestimmen. Da es die Drahtkörbe mit unterschiedlichen Maschenweiten gibt, sollten Sie die Steingröße darauf abstimmen. Tipp: In kleineren Gärten wirken helle und kleinere Steine eleganter und nicht so wuchtig.
Fundament: Normalerweise ist für die Gabionen ein Fundament aus Beton nicht unbedingt erforderlich. Der Untergrund sollte aber gut befestigt sein, damit die Steinkörbe später stabil stehen. Es empfiehlt sich, zumindest ein Fundament aus Schotter zu verlegen.
Torsten Stender

von

Komplizierte Ratgeber und Anleitungen sind dem gebürtigen Kieler ein Dorn im Auge. „Verständliche Texte mit Nutzwert sind ja kein Hexenwerk.“

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