Wetter für Blutsauger

Achtung Mückenplage!

Die Tage werden länger, wärmer und feuchter – der Sommer kommt. Und mit ihm jede Menge Plagegeister. Ganz groß mit dabei sind Mücken, denn die Blutsauger sorgen für juckende Stiche und halten einen nachts mit ihrem bezaubernden Summen wach.

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Mücke auf Blatt

Das warme und feuchte Klima kommt den nervigen Stechmücken gerade recht.

Laut Experten bietet das Wetter dieses Jahr ideale Bedingungen für ein hohes Aufkommen von Stechmücken. Das Friedrich-Loeffler-Institut für Tiergesundheit (FLI) und das Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) befürchten, dass Deutschland in diesem Jahr eine Mückenplage bevorsteht, da das feuchtwarme Wetter inklusive starker Regenfälle und sommerlicher Temperaturen die Vermehrung der Blutsauger begünstigt.

Mückeninvasion

Doch die heimischen Stechmückenarten sind nicht der Grund für die Sorge der Forscher. In den vergangenen Jahren hat sich die Anzahl an invasiven Arten (nicht heimische Moskitos, die Reisende eingeschleppt haben) deutlich vermehrt. Besonders die asiatische Buschmücke und die asiatische Tigermücke beunruhigen Wissenschaftler, da diese häufig für die Übertragung von Krankheitserregern verantwortlich sind. So hat in den letzten Jahren beispielsweise das Vorkommen von in Deutschland unüblichen Krankheiten wie Dengue-, Westnil- oder Chikungunya-Fieber zugenommen. Auch für das Zika-Virus, das für Sorge in Südamerika gesorgt hat, fungieren Stechmücken als Krankheitsüberträger.
Bisher hieß es, dass die Tigermücke gemeinsam mit Reisenden ihren Weg nach Deutschland fand. Doch dieses Frühjahr entdeckten Forscher Eier und Larven dieser Stechmückenart, was darauf schließen lässt, dass sie es dieses Jahr zum ersten Mal geschafft hat, erfolgreich in Deutschland zu überwintern.
eGarden hat einige Tipps, wie Sie sich gegen Mücken schützen und um Ihre Mückenstiche kümmern, falls Sie doch ein Biest erwischt.

Galerie: Das schützt vor Mücken

Mückensammler für den Mückenatlas

Der Mückenatlas ist ein Projekt von FLI und ZALF. Mit ihm möchten die Institute mehr über die Verbreitung verschiedener Stechmückenarten herausfinden. Sie wollen Verbreitungsgebiete verdeutlichen und so das Risiko für die durch die Moskitos übertragenen Krankheiten abschätzen.
Wenn Sie also das nächste Mal einen summenden Blutsauger zu Hause oder im Garten entdecken, können Sie sich überlegen, ihn nicht zu zerquetschen. Fangen Sie die Mücke in einem Gefäß und legen Sie sie für einen Tag ins Gefrierfach. Danach können Sie sie mit dem Fundangaben-Formular, das Sie auf der Homepage vom Mückenatlas finden, per Brief an das ZALF schicken. Das Insekt sollten Sie allerdings nicht einfach in den Briefumschlag legen, sondern in einen kleinen Behälter, damit für die Bestimmung wichtige Schuppen und Borsten erhalten bleiben.

Mückenschutz

Sabine Stanek

von

Mein grüner Daumen ist nicht angeboren, doch zum Glück gibt es smarte Pflanzengadgets! Über die berichte ich auf eGarden – für alle, denen es so geht wie mir.

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