Das richtige Verhalten nach einem Zeckenbiss

Wann ist ein Zeckenbiss gefährlich?

Ein Zeckenbiss selbst verursacht keine Schmerzen, kann aber dramatische Folgen für Ihre Gesundheit haben. Handeln Sie deswegen unverzüglich!

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Verhalten bei Zeckenbiss

Zecken überfallen Jeden, beißen sich überall fest und können für Krankheiten sorgen.

Zecken entwickeln sich immer mehr zu einer ernsten Bedrohung der menschlichen Gesundheit. Wenn Sie nach einem Zeckenbiss angemessen reagieren, minimieren Sie das Risiko, sich mit einer schweren Krankheit anzustecken. Es kommt insbesondere darauf an, die Zecke schnell und vollständig zu entfernen.
Im Sommer haben Zecken Hochsaison. Wenn Sie viel im Garten arbeiten oder sich häufig im Freien aufhalten, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Sie einen Zeckenbiss erleiden. Zecken lauern insbesondere im Gras beziehungsweise Rasen. Dann kommt es entscheidend darauf an, die infolge des Insektenbisses eintretenden Symptome richtig zu deuten und entsprechend zu handeln. Wer die Frage, wann ein Zeckenbiss gefährlich ist, richtig beantworten kann, ist auf der sicheren Seite.
Der Biss einer Zecke kann dann zu einer Gefahr werden, wenn das kleine Insekt die Erreger der Borreliose oder der FSME, der Frühsommer-Meningoenzephalitis, überträgt. Während die lästigen Blutsauger eine Infektion mit Borrelien generell in ganz Deutschland auf den Menschen übertragen können, kommt es zu einer Ansteckung mit FSME-Erregern durch Zeckenbiss ausschließlich in Süddeutschland, insbesondere in Baden-Württemberg, Bayern und Südhessen.
Hinweis: Nach einem Zeckenbiss gilt es, die Ruhe zu bewahren, denn nur etwa vier Prozent aller Zecken übertragen tatsächlich eine der beiden Infektionskrankheiten.

Was genau sind Borreliose und FSME?

Bei Borreliose handelt es sich um eine bakterielle Infektion, die zunächst grippeartige Symptome hervorruft. Bei einem schweren Krankheitsverlauf können später schmerzhafte Gelenk- und Herzmuskelentzündungen sowie Lähmungserscheinungen, insbesondere im Gesicht, auftreten. Die Frühsommer-Meningoenzephalitis ist eine Viruserkrankung, die sich ebenfalls mit Grippesymptomen bemerkbar macht. Sie führt in einigen Fällen zu einer Gehirnhautentzündung, die auch tödlich verlaufen kann. Bei einem Großteil aller Infizierten treten allerdings keinerlei Symptome auf, sodass die Ansteckung mit FSME unerkannt bleibt.

Nach einem Zeckenbiss – So schnell wie möglich den Blutsauger entfernen

Wenn Sie eine Zecke gebissen hat, sollten Sie schnell handeln und diese aus der Haut herausdrehen. Dies funktioniert mit einer Zeckenzange oder Zeckenkarte unkompliziert, ist aber auch ohne Werkzeug möglich. Dabei kommt es entscheidend darauf an, die Zecke vollständig zu entfernen und das Insekt auf keinen Fall zu quetschen. Am besten legen Sie die entfernte Zecke auf ein Blatt weißes Papier, um genau beurteilen zu können, ob sie vollständig ist. Da die Blutsauger etwa 24 Stunden brauchen, um Krankheitserreger in die menschliche Blutbahn zu übertragen, erhöhen Sie durch die unverzügliche Entfernung die Chancen, von einer Infektion verschont zu bleiben.

Beobachtung der Bissstelle

Nach der Entfernung empfehlen Fachleute, die Hautregion um die Bissstelle regelmäßig zu kontrollieren. Zeigt sich hier ein roter Ring um den Biss, kann dies auf die Übertragung einer Borreliose hindeuten. Bei einer Infektion mit Borrelien kann es auch zur sogenannten Wanderröte kommen, bei der eine gerötete Hautstelle in verschiedenen Körperregionen auftritt. In beiden Fällen ist ein Besuch beim Hausarzt unumgänglich, der Ihnen ein wirksames Antibiotikum verschreibt. Auch beim Auftreten von Fieber nach einem Zeckenbiss sollten Betroffene unbedingt einen Arzt aufsuchen. Da es sich bei FSME um eine Virusinfektion handelt, wirken Antibiotika gegen diese Krankheit allerdings nicht.
Tipp: Es besteht die Möglichkeit, sich gegen FSME impfen zu lassen. Personen, die sich regelmäßig in FSME-Verbreitungsgebieten im Garten oder in der Natur aufhalten, sollten eine solche Schutzimpfung in Erwägung ziehen.

Fazit:

Nach einem Zeckenbiss sollten Sie die Zecke umgehend entfernen und anschließend die Bissstelle über ein paar Tage beobachten. Bei einer Entzündung ist ein Besuch beim Arzt angezeigt, der Ihnen ein Antibiotikum verordnet.

Zeckenkarte

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