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Unkraut im Rasen: So bekämpfen Sie Moos, Klee & Co.

Hartnäckige Wildkräuter trüben das Bild einer gepflegten Grünfläche. In unserem Ratgeber erfahren Sie, was am besten gegen Unkraut im Rasen hilft.

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Mann untersucht Rasen

Unkraut im Rasen ist ein großes Ärgernis für engagierte Hobby- und Profi-Gärtner.

Die Grundvoraussetzung für einen kräftigen englischen Rasen ist eine gründliche Pflege, die über gelegentliches Mähen und Bewässern hinausgeht. Andernfalls siedelt sich Fremdbewuchs an und bildet schnell Ausläufer, die die Grashalme mit der Zeit verdrängen. Generell gilt: Je dichter die Grasnarbe, desto geringer die Wahrscheinlichkeit, dass sich Unerwünschtes überhaupt in der Pflanzendecke festsetzt. Eine intensive Pflege ist also gleichzeitig auch die beste Vorbeugungsmaßnahme gegen Unkraut im Rasen.

Unkrautwuchs vorbeugen

Die richtige Rasenpflege fängt schon beim Rasenmähen (Rasenmäher gibt es ab circa 70 Euro bei Amazon) an: Viele machen den Fehler und verpassen ihrer Grünfläche einen zu kurzen Schnitt. Das mag einem vielleicht Arbeit ersparen, weil man seltener zum Mäher greifen muss, lädt aber auch Moos, Klee & Co. dazu ein, sich auszubreiten und die Grashalme zu verdrängen. Wenn Sie Ihren Rasen auf circa vier Zentimeter heruntermähen, werfen die Halme genügend Schatten und hemmen den Keimungsprozess des Unkrauts.

Galerie: 15 beliebte Rasenmäher

Vermooster Rasen ist oft auch ein Anzeichen für zu viel Bodenfeuchtigkeit. Um dem entgegenzuwirken, empfiehlt es sich, das Gras gelegentlich zu vertikutieren. Idealerweise befreien Sie Ihre Grünfläche im Herbst und im Frühjahr von sogenanntem Rasenfilz, sodass die Graswurzeln Wasser, Luft sowie wichtige Nährstoffe besser aufnehmen. Kahle Stellen anschließend nachsäen und größere Löcher mit Sand oder Blumenerde befüllen – das sorgt für ein gleichmäßiges Wachstum und zieht zudem Regenwürmer an, die den Boden auflockern. Selbst in schattigen Abschnitten fühlt sich das Unkraut dann nicht länger wohl. Tipp: Stutzen Sie angrenzende Hecken, Bäume und Sträucher so, dass genügend Licht auf den Rasen fällt.
Rasen duengen

Natürlich düngen: Mit Hornmehl verabreichen Sie den Graswurzeln wichtige stickstoffhaltige Nährstoffe.

Das Übel an der Wurzel packen

Jeder Boden ist anders und selbst die gepflegteste Grünfläche ist nicht vor einem Unkrautbefall sicher. Während sich Moos in der Regel relativ einfach durch Jäten, Ausstechen oder Vertikutieren (Verikutierer ab 25 Euro hier) beseitigen lässt, erweist sich die Bekämpfung von Klee als etwas schwieriger. Der widerspenstige Wildwuchs lässt sich oft nur mit viel Aufwand und mühevoller Kleinarbeit wieder entfernen. Und so funktioniert es: Wie auch schon bei der Moosentfernung sollten Sie Kleebefall im ersten Schritt zunächst mit einem Vertikutierer oder Rasenrechen entgegenwirken. Wichtig ist hier, dass Sie das Übel auch wirklich an der Wurzel packen und nicht bloß oberflächlich abschneiden. Anschließend müssen Sie Ihre Wiese gut düngen – am besten mit stickstoffhaltigem Hornmehl (2,5 kg ab 7,49 Euro bei Amazon).
Der organische Naturdünger aus zerkleinerten Rinderhörnern und -klauen versorgt die Graswurzeln mit stickstoffhaltigen Nährstoffen und optimiert die Wachstumsbedingungen. Zudem ist Hornmehl umweltfreundlich und sparsam in der Anwendung. In der Regel reichen 60 bis 80 Gramm pro Quadratmeter völlig aus. Die Wirkung hält in etwa zwei bis drei Monate an. Alternativ können Sie auch chemische Unkrautvernichter aus dem Baumarkt oder Gartencenter verwenden. Das ist nicht ganz so umweltschonend, aber effektiv. Um Ihren Rasen brauchen Sie sich dabei keine Sorgen zu machen, da das in der Lösung enthaltene Herbizid lediglich das Unkraut angreift.
Und noch ein Tipp zum Schluss: Vollautomatische Rasenmäher erleichtern Ihnen nicht nur die Arbeit, sondern stutzen Ihren Rasen auch direkt auf die richtige Größe. Zwar sind die Gartenhelfer etwas teurer, als herkömmliche Rasenmäher, dafür wird Ihnen aber auch lästige Arbeit abgenommen. Wenn Sie mehr über Mähroboter wissen wollen, lohnt sich ein Blick auf unseren Artikel. Dort erfahren Sie, worauf Sie beim Kauf einer dieser praktischen Helfer achten sollten.
Jan-Christoph Öhlenschläger

von

Der junge Redakteur und Kulturwissenschaftler Jan-Christoph Öhlenschläger steht für seriösen Verbraucherjournalismus, der kompetent informiert, Orientierung bietet und Entscheidungen erleichtert – besonders in den Bereichen Technik, Garten und Küche.

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