Den Plagegeistern kündigen

Rattenbekämpfung – den Nagern die Rote Karte zeigen

Im Kampf David gegen Goliath – Ratte gegen Mensch – bleibt der Nager selten auf der Strecke. eGarden zeigt Ihnen wirksame Möglichkeiten der Rattenbekämpfung.

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Rattenbekämpfung

Lassen Sie nicht zu, dass Ihr Garten zum mittelalterlichen Hameln mutiert.

Sie sind die heimlichen Helden der Evolution und für eine gesunde Umwelt ungemein wichtig. Trotzdem mag keiner Ratten im eigenen Haus und Hof. Denn sie gelten auch als Überträger verschiedener Krankheiten und zeigen bisweilen eine geradezu enorme Zerstörungskraft. Eine erfolgsversprechende Rattenbekämpfung erweist sich als gar nicht so einfach.
Noch ist kein endgültiges Kraut gegen eine lästige Rattenplage gewachsen, und wahrscheinlich werden die Ratten den Menschen überdauern. Allerdings kann man es den gerissenen Nagern erschweren, sich heimisch zu fühlen, ohne gleich zur Giftkeule greifen zu müssen. Das ist umso wichtiger, wenn Kinder und Haustiere mit den Ratten unter einem Dach leben.

Wehret den Anfängen

Je früher, desto besser – bereits beim ersten Anblick einer Ratte (sofern nicht als Haustier gehalten) ist Handeln angesagt. Denn mit einer Vermehrungsrate von bis zu zwölf Würfen à durchschnittlich zehn Junge pro Jahr und einer frühzeitigen Geschlechtsreife von zwei Monaten wird jedem klar: Eine Ratte bleibt selten lange alleine. Bevor Sie nun über die Wahl der Waffen entscheiden, gilt es zunächst, die Ursachen für das dreiste Auftreten zu erkunden. Denn meist bleiben die allgegenwärtigen Nager für den Menschen unsichtbar. Moderne Errungenschaften wie Wertstoffsäcke, Biotonnen und Komposthaufen machen aus einer Ratte schnell eine Plage mit Anhang.
Im Bereich der Ungezieferbekämpfung treibt der Einfallsreichtum des Handels oft seltsame Blüten. Denn trotz aller Bemühungen erweisen sich die ungebetenen Gäste als ausdauernd und überaus robust. Daher grenzen die Produkte in Sachen Rattenbekämpfung oftmals an die Abteilung Guillotine & Co. Da sich die lieben Tierchen zumeist im Freien aufhalten, bleiben allerdings vor dem Einsatz der Giftbombe im Garten durchaus noch weniger tödliche Mittel, die bei der Rattenbekämpfung eingesetzt werden können.

Großvaters Geheimrezepte

Bevor die Chemiekonzerne den Markt der Ungezieferbekämpfung eroberten, nutzten unsere Großeltern diverse Komponenten der heimischen Küche, um der Nager Herr zu werden.
  • Laufwege und Bau-Eingänge mit Chilipulver, Essigessenz und/oder Nelkenöl bestreuen. Ratten mögen weder diese Düfte noch sind sie begeistert, wenn sie beim Putzen das Chilipulver aus dem Pelz aufnehmen.
  • Gebrauchte Katzenstreu in einen Stoffbeutel füllen und strategisch platzieren.
  • Haferflocken und Zucker mit etwas Gips verrühren und (für Haustiere und Kinder nicht erreichbar) auslegen.

Rattenfallen – ein Buch mit sieben Siegeln

Es ist ein wenig wie bei den Anglern – jeder schwört auf einen anderen Köder. In Bezug auf Ratten reicht das Repertoire des Bestückens von Lebend- oder Schnappfallen von Knoblauchfleischwurst über Gummibärchen und Erdnussbutter bis hin zu Haselnusscreme. Als logisch erscheint der Tipp, die Rattenfalle vor dem Einsatz intensiv mit Erde abzureiben, um den menschlichen Geruch zu überdecken. Auch die Schreie einer Ratte in einer Lebendfalle beim Anblick des Menschen scheinen (zumindest vorübergehend) abschreckend auf die "Verwandtschaft" zu wirken.

Endstation Giftbox

Das letzte Mittel (oder auch das erste, wenn man wenig experimentierfreudig ist) im Einsatz zur Rattenbekämpfung sind mit Giftködern bestückte Boxen aus dem Handel. Nachteil bei allen, wirklich allen Methoden: Sie wirken nur zeitlich begrenzt und stellen in vielen Fällen eine Gefahr für andere tierische Bewohner des Gartens dar. Ratten überdauern scheinbar alles, auch Gift. Stirbt eine, rückt die Nächste nach. Es bleibt also nur, den Außenbereich für die Nager so unwohnlich wie möglich zu gestalten. Jegliche Nahrungsmöglichkeiten müssen entfernt werden. Darunter fallen leider auch die Wild-Vogelfütterung und Hühnerhaltung.

Giftköder-Boxen

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