Laub harken, vertikutieren, säen, düngen

Rasenpflege im Herbst: Damit Ihr Grün den Winter übersteht

Terrasse und Blumenbeete werden für die kalte Jahreszeit vorbereitet. Aber was ist mit Ihrer Wiese? Mit der richtigen Rasenpflege im Herbst machen Sie auch Ihren Rasen quasi winterfest und legen den Grundstock für ein saftiges Grün im nächsten Jahr.

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Laub harken

Gut platzierte Laubhaufen während der Rasenpflege im Herbst bieten Tieren, etwa Igeln, Unterschlupf während der Winterzeit.

Die grüne Wiese wird bei der Herbstpflege im Garten oft vernachlässigt. Im nächsten Frühjahr kommt dann meist das böse Erwachen. Hügelige und kahle Stellen, braune Flecken und Moos zwischen fast allen Grashalmen haben aus Ihrer einst ansehnlichen Rasenfläche ein Bild des Grauens gemacht. Das muss aber nicht sein, die richtige Rasenpflege im Herbst und Sie können so einen Verfall leicht vermeiden. eGarden erklärt, wie Sie Ihren Rasen winterfest machen und was Sie dabei beachten sollten.

Vorbereitungen vor dem letzten Mähen

Damit der Ihr Rasen die Winterzeit gut übersteht, können sie ihm helfend unter die Grashalme greifen. Dazu sind verschiedene Schritte nötig.
Regelmäßig Laub entfernen:
Damit Ihr Rasen bis zum letzten Mähen in Ruhe weiter wachsen kann, braucht er Licht und Luft. Deshalb sollten sie ihn regelmäßig, mindestens ein mal die Woche, von Laub und anderen Objekten, etwa Fallobst, befreien. Dadurch verhindern Sie auch Mooswachstum.
Vertikutieren und Duengen

Beim Vertikutieren befreien Sie Ihren Rasen von Unkraut und Moos. Und eine zusätzliche Ladung Herbstdünger sorgt für Nährstoffe im Winter.


eGarden-Spezial-Tipp: Wenn Sie keine Lust auf Laub harken haben, dann lassen Sie diese lästige Arbeit doch Ihren Rasenmäher erledigen. Dazu stellen Sie die Schnitthöhe Ihres Mähers auf eine hohe Stufe ein und mähen einfach über die Blätter rüber. Ihr Rasenmäher sollte allerdings über einen Gras-Auffangkorb verfügen, sonst müssen Sie das Kleingemähte später trotzdem weghaken. Ein weiterer Vorteil: Das Schnittgut können Sie anschließend direkt auf dem Komposthaufen entsorgen – es hat die optimale Mischung. eGarden-Anregung: Greifen Sie zwischen den Mähtagen aber ruhig auch mal zur Harke und fegen Sie das Laub zu kleinen Haufen zusammen. Der Optik wegen platzieren Sie die Laubhaufen dann so, dass sie nicht sofort ins Auge fallen. Viele Tiere, die noch Überwinterungs-Plätze suchen, etwa Igel, werden es Ihnen danken. Welche Tiere sonst noch gerne in Ihrem Garten überwintern, lesen Sie hier.
Moos entfernen: Bevor sich Ihr Rasen in den Winterschlaf verabschiedet, sollten Sie ihn, ungefähr Anfang Oktober, von Unkraut und Moos befreien. Am besten geht das mit einem Vertikutierer. Wie Sie damit Moos effektiv beseitigen, lesen Sie hier. Achten Sie besonders darauf, dass die Vertikutiermesser nicht zu tief in den Boden schneiden und die Rasenwurzeln beschädigen. Etwa drei Millimeter reichen schon.

Galerie: Fünf beliebte Vertikutierer aus dem Internet


Nachsäen: Nach dem Vertikutieren sehen Sie schnell auch die enstandenen kahlen Stellen. Nun sollten Sie nachsäen. Dafür benutzen Sie am besten einen speziellen Reparatur- oder Nachsaatrasen. Die Samenkörner sind in der Regel mit einem Nährstoffmantel für die Erstversorgung umhüllt. Vögel erkennen die Samen deshalb nicht als solche und verschmähen sie. Außerdem sind die Samen schwerer und somit nicht so windanfällig. Solches Saatgut erhalten Sie zum Beispiel bei Amazon. Es kostet allerdings auch mehr als übliche Grassamen. Es ist aus Kostengründen deshalb auch nur für die Nachsaat empfehlenswert.
Herbstdünger: Für eine Extra-Portion Nährstoffe für den kalten Winter, sollten Sie Ihrem Rasen nun noch eine Ladung Dünger gönnen. Für diesen Zweck benutzen Sie am besten einen speziellen Herbstdünger. Der hat einen geringeren Stickstoffanteil und fördert so nicht noch das Wachstum. Zugleich ist er kaliumreicher und reduziert dadurch Frostschäden am Gras. Verschiedene Herbstdünger-Sorten erhalten Sie zum Beispiel bei Amazon.
Rasen maehen

Nach einer guten Vorbereitung kommt ein letztes Mal der Rasenmäher zum Einsatz – dann kann der Winter getrost kommen.

Das letzte Mähen und die Nachsorge

Irgendwann, wenn es zu kalt wird, meist Mitte Oktober hört der Rasen auf zu wachsen. Nun kommt der Rasenmäher bis zum nächsten Frühjahr zu seinem letzten Einsatz. Mähen Sie den Rasen nicht tiefer als vier bis fünf Zentimeter. Längere Halme nehmen mehr Licht auf und behalten so leichter die Überhand über Unkräuter und Moos. Sind die Grashalme allerdings zu lang, werden sie durch eventuellen Schnee heruntergedrückt und bieten etwa Pilzen einen guten Nährboden. Aber auch nach dem letzten Mähen sollte die Pflege nicht vollständig eingestellt werden. Laub und andere Objekte sollten weiterhin regelmäßig weggeräumt werden. Und wenn möglich, sollten Sie Ihrem Rasen in den Wintermonaten seine Ruhe lassen und ihn so wenig wie möglich betreten. Gerade an Frosttagen brechen Grashalme dann leicht ab und brauchen im Frühjahr länger zum Erholen und außerdem sieht es nicht schön aus.
Torsten Stender

von

Komplizierte Ratgeber und Anleitungen sind dem gebürtigen Kieler ein Dorn im Auge. „Verständliche Texte mit Nutzwert sind ja kein Hexenwerk.“

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