Gepflegtes Grün zur kalten Jahreszeit

Mit diesen Tipps machen Sie Ihren Rasen winterfest

Die kalte Jahreszeit ist kräftezehrend – auch für den Garten. Damit Ihr Rasen im Frühjahr wieder in saftigem Grün erstrahlt, sollten Sie diese Tipps beachten.

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Rasenpflege und Laub abharken

Herbstlaub und Fallobst haben auf dem Rasen nichts zu suchen.

Der Sommer kam spät und nun ist er auch schon wieder vorbei. Demnächst heißt es wieder, ran die Arbeit, um alles auf den Winter vorzubereiten. Das gilt auch für den Rasen. Düngerspezialist Hauert gibt fünf Ratschläge für die herbstliche Rasenpflege.

1. Herbstlaub entfernen

Im Gegensatz zu Sträuchern, für die Herbstlaub eine positive Wirkung auf die Nährstoffaufnahme hat, profitiert der Rasen nicht von den heruntergefallenen Blättern. Zum einen erhalten die Pflanzen dadurch weniger Licht und das fördert das Mooswachstum, zum anderen begünstigt die Feuchtigkeit unter dem Laub die Entwicklung von Pilzkrankheiten und Faulstellen. Das Laub sollten Sie daher einmal pro Woche abharken. Das sorgt für eine bessere Durchlüftung und Lichtaufnahme der Gräser. Fallobst sollten Sie ebenfalls zügig entfernen, denn verrottet es auf dem Rasen, kann das die Pflanzen beschädigen.

2. Mähen

Auch wenn das Gräserwachstum im Herbst nachlässt, sollten Sie Ihre Grünfläche weiterhin regelmäßig mähen und zwar mit der gleichen Mäheinstellung, die Sie das ganze Jahr über verwenden. So lange der Rasen noch wächst, muss man ihn kürzen, denn sind die Grashalme zu lang, haben Pilze leichtes Spiel. Zu kurz sollten die Halme auch nicht sein, da sonst weniger Photosynthese stattfindet, die für die Energieversorgung der Pflanzen wichtig ist. Schnittgut entfernen Sie komplett, um mögliche Schäden zu vermeiden.

3. Vertikutieren

Nach dem Mähen bearbeitet man die Rasenfläche kreuzweise mit dem Vertikutierer. Das löst Verdickungen, Verfilzungen, Unkraut und Moos und das unerwünschte Gewächs kann sich so den Winter über nicht verbreiten. Dann entfernt man das gelöste Pflanzenmaterial und sät auf den Bereichen, die nach der Behandlung etwas kahl aussehen, frisches Saatgut aus. Frühling und Herbst sind übrigens genau die richtigen Jahreszeiten fürs Vertikutieren.
Herbstdünger

Für die kalte Jahreszeit sollte man zu speziellem Herbstdünger greifen.

4. Düngen

Die Düngergabe im Herbst gehört mit zu den wichtigsten im Jahr. Hier sollte man speziellen Herbstdünger verwenden, da sich der Nährstoffbedarf der Gräser verändert. Im Gegensatz zum herkömmlichen Langzeitdünger, enthält dieser weniger Stickstoff und kurbelt das Wachstum der Pflanzen nicht ganz so stark an. So können die Pflanzen ihre Kraftreserven in den Wurzeln lagern und sich gegen Winterkrankheiten wappnen.
Kalium und Phosphat sind die Nährstoffe, die Ihr Rasen im Winter vermehrt benötigt. Kalium beispielsweise wirkt wie ein Frostschutzmittel, indem es die Salzkonzentration im Zellsaft erhöht und so den Gefrierpunkt senkt. So machen Sie Ihre Grünflächen im Winter widerstandsfähiger.
Dünger im Streuwagen

In einem Streuwagen verteilen Sie den Rasendünger besonders gleichmäßig.

5. Bei Frost nicht betreten

Zwar sind Gräser von Natur aus in der Lage kalten Temperaturen standzuhalten, strapazieren sollte man sie dennoch nicht. Betritt man die Rasenfläche bei Frost und Raureif, können dabei bleibende Schäden entstehen. Durch Eiskristalle beschädigt man Blätter und Pflanzenzellen leichter, die sich allerdings nicht schnell genug regenerieren, um Schäden auszugleichen, da in den Wintermonaten kaum Wachstum stattfindet. Es bleiben braune Stellen zurück, die mit etwas Glück im späten Frühjahr wieder verschwinden. Sonst ist eine Nachsaat notwendig.

Galerie: Beliebte Elektro-Vertikutierer aus dem Internet

Rasendünger

Sabine Stanek

von

Mein grüner Daumen ist nicht angeboren, doch zum Glück gibt es smarte Pflanzengadgets! Über die berichte ich auf eGarden – für alle, denen es so geht wie mir.

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