Mähen, vertikutieren, düngen

Mit der richtigen Rasenpflege zum traumhaften Grün

Wenn der Frost vorüber ist, beginnt die wichtigste Zeit im Garten. Die Rasenfläche ist von Nässe und Schnee strapaziert. Sie verlangt daher nach der bestmöglichen Rasenpflege, das heißt: rechtzeitig mähen, vertikutieren und düngen. Wir verraten Ihnen, wie es geht.

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Mann schneidet Rasen mit Schere

Genau hingucken: Bei der Rasenpflege kommt es manchmal auf Kleinigkeiten an.

Moos, Verfilzungen, bräunlich eingefärbte Stellen – im Frühling zeigt der Rasen Spuren der winterlichen Belastung aus Schnee, Nässe und mangelnder Luftzufuhr. Jetzt schafft die richtige Rasenpflege die Basis für ein kräftiges und gleichmäßiges Wachstum. Ein Pflegeprogramm aus Mähen, Düngen und Vertikutieren ist das Rezept zum Erfolg.
Bevor Sie mit der Rasenpflege beginnen, müssen Sie ihn erst einmal freilegen: Äste und unterm Schnee begrabenes Laub vom vergangenen Jahr abharken und schon ist der Rasen bereit für den ersten Mähdurchgang.

Der erste Schritt bei der Rasenpflege: Richtig mähen und vertikutieren

Machen Sie das erste Mähen nicht vom Kalender, sondern vom Graswuchs abhängig. Vermeiden Sie den Fehler, ihn zu kurz zu schneiden. Vier Zentimeter sind ein guter Richtwert. Rechen Sie danach besonders gründlich ab. Ihr Rasen wird es Ihnen mit kräftigem Wachstum danken.
Beim Einsatz eines Vertikutierers sollten Sie vorsichtig und vorausschauend vorgehen: Ein zu tiefes Anritzen der Grasnarbe verletzt den Rasen, bei trockenem Klima ist Vertikutieren problematisch. Der Rasen muss schließlich schnell nachwachsen, dazu benötigt er Feuchtigkeit.
Rasen wird gewässert

Ohne regelmäßiges Wässern bleibt die Rasenpflege erfolglos.

Kalken: Was der pH-Wert verrät

Um das zuvor entfernte Moos am Nachwachsen zu hindern, kalken Sie den Rasen nach dem Vertikutieren. Kaufen Sie sich dafür ein Test-Set, zum Beispiel im Internet. Zeigt der Test einen pH-Wert unter 7 an, dann ist der Boden zu sauer und es heißt für Sie: kalken.
Bei eher sandigen Böden und einem pH-Wert von unter 5,5 nehmen Sie 150 Gramm Rasenkalk pro Quadratmeter, die doppelte Menge bei eher lehmigen Böden. Bei einem Ergebnis über dem neutralen Wert 7 ist Kalken nicht sinnvoll. Kalk bekommen Sie bei vielen Baumärkten, Internet-Anbietern wie Amazon oder direkt bei Kalkwerken.

Düngen kräftigt Ihren Rasen

Zur guten Rasenpflege gehört auch das Düngen. Richtig dosiert auf der zu behandelnden Fläche im Frühjahr und Herbst verteilt, unterstützen Nährstoffe die Kräftigung Ihres Rasens. Die ideale Zusammensetzung in Form und Menge finden Sie in den sogenannten Rasenlangzeitdüngern, die Sie im Internet oder in Gartenfachgeschäften erhalten.
Beachten Sie: Die auf den Düngerpackungen angegebenen Dosierungsempfehlungen richten sich nach dem Durchschnittsboden. Passen Sie also die Dosierung entsprechend Ihren individuellen Bedürfnissen an. Faustregel, um Überdüngung zu vermeiden: lieber häufiger mit geringer Dosierung düngen, als selten bei hoher.

Galerie: Die 8 wichtigsten Düngemittel für den Garten

Wenn Sie vorher vertikutiert haben, dann gönnen Sie der Rasenfläche etwas Ruhe, bevor Sie düngen. Zwei Tage sind ein guter Richtwert. Gerade ungeübte Hobbygärtner scheitern auch am gleichmäßigen Ausbringen des Düngers. Abhilfe bieten Düngerstreuer. Sorgen Sie anschließend für ausreichende Bewässerung mittels eines Gartensprengers oder Gartenschlauchs.

Rasen nachsäen gegen kahle Stellen

Kahle Stellen oder lichten Wuchs beseitigen Sie durch Nachsäen. Sobald die Bodentemperaturen gleichbleibend hoch (mindestens 10 Grad) sind, bringen Sie die Grassamen an den entsprechenden Stellen aus. Halten Sie die Saat in den folgenden ein bis zwei Wochen feucht, damit sie erfolgreich keimt.
Marco Fuchs

von

Jahrgang 1974, geboren in Idar-Oberstein. Hat nach dem Studium der Politikwissenschaften als Redaktionsleiter, Redakteur und Freier Journalist gearbeitet.

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