Von Hexenringen und Wiesenchampignons

Pilze im Rasen: So werden Sie die Plagegeister los

Sie sind stolz auf Ihren saftigen grünen Rasen. Doch über Nacht stehen plötzlich überall kleine braune Pilze im Grünen, die das schöne Gesamtbild zerstören. eGarden erklärt Ihnen, woher die Pilze kommen und was Sie dagegen tun können.

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Pilze im Rasen

Bei Gärtnern, die eine schlichte grüne Wiese mögen, kommen Pilze im Rasen gar nicht gut an.

Plötzlicher Pilzwachstum im heimischen Rasen kann verschiedene Gründe haben, etwa Nährstoffmangel, Staunässe oder eine schlechte Bodenbelüftung. Sind die Pilze erst mal da, wird man sie nur mit den richtigen Maßnahmen wieder los. Keinesfalls sollten Sie die unbeliebten Bewohner einfach mal schnell wegharken oder abmähen. Dadurch verteilen sich die Pilzsporen nur unnötig auf der ganzen Rasenfläche. Wie Sie die Pilze am besten entfernen und dafür sorgen, dass sie nicht wiederkommen, lesen Sie im Folgenden:

Sind Pilze für den Rasen schädlich?

Die meisten Pilze schaden dem Rasen nicht, etwa der Wiesenchampignon oder der Schopftintling. Sie stören nur die schöne Optik. Werden Sie hingegen von Hexenringen heimgesucht, kann der Boden austrocknen. Hexenringe sind runde oder halbrunde Pilzgeflechte, die aus bis zu 50 Pilzarten gebildet werden, etwa dem Nelkenschwindling.
Hexenring

Hexenringe treten besonders häufig im Rasen auf. Sie können ein großflächiges Pilzgeflecht bilden.

Pilze richtig entfernen

Eines vorweg: Pilze sind sehr hartnäckig und lassen sich nur mit viel Geduld restlos vertreiben. Damit sich die Pilzsporen nicht unnötig verbreiten können, müssen Sie beim Entfernen behutsam vorgehen. Einzelne Pilze stechen Sie am besten aus. Idealerweise entfernen Sie so auch das gesamte Pilzgeflecht unter der Erde. Bedenken Sie, dass die Geflechte bei Hexenringen entsprechend größer sind. Aber Achtung: werfen Sie die ausgestochenen Pilze samt Wurzelgeflecht nicht auf den Komposthaufen. Die Sporen können sich von dort trotzdem weiter verbreiten. Am besten, Sie entsorgen alles in den Restmüll. Natürlich können Sie auch zu chemischen Mitteln aus dem Fachhandel greifen. Im Garten-Center oder bei Amazon gibt es für diesen Zweck sogenannte Fungizide. Allerdings haben es einige dieser Mittel in sich. Um Menschen, Umwelt und Tiere nicht zu gefährden, lesen Sie vor der Benutzung solcher Mittel auf alle Fälle immer die Benutzungshinweise auf der Verpackung.

Beugen Sie vor und sperren die Pilze aus

Mit einem guten Vorbeugungs-Programm sorgen Sie dafür, dass die Plagegeister oftmals gar nicht erst entstehen. Die folgenden Maßnahmen können helfen:
Staunässe verhindern: Pilze mögen es feucht. Deshalb sollten Sie Staunässe verhindern. Dazu gehört auch, dass Sie den Rasen nicht zu großzügig gießen. Wenn Sie große Flecht- und Moosstücke entfernen, sorgen Sie dafür, dass der Rasen besser belüftet wird. Zur besseren Atmung trägt auch das mehrmalige Vertikutieren des Rasens im Jahr bei. Wie Sie Moos im Rasen entfernen und richtig vertikutieren, lesen Sie hier und hier. Damit sich nach dem Rasenmähen keine neue Feuchtigkeit bilden kann, entfernen Sie die Mährückstände am besten umgehend.
Regelmäßig düngen: Pilze gedeihen auf nährstoffarmen Böden besonders gut. Deshalb sollten Sie Ihren Rasen regelmäßig düngen – am besten ein- bis zweimal im Jahr. Im Spätsommer dürfen Sie Ihren Rasen zusätzlich noch mit einem kaliumreichen Dünger verwöhnen. Wie und womit das am besten geht, lesen Sie hier.
Torsten Stender

von

Komplizierte Ratgeber und Anleitungen sind dem gebürtigen Kieler ein Dorn im Auge. „Verständliche Texte mit Nutzwert sind ja kein Hexenwerk.“

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