Rechtzeitiges Eingreifen erforderlich

Moos im Rasen effektiv beseitigen: Die besten Tipps

Eine vermooste Rasenfläche ist in der Regel ein Anzeichen dafür, dass die Wachstumsbedingungen für das Gras nicht ideal sind. eGarden verrät, wie Sie das Moos im Rasen wirkungsvoll entfernen.

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Mann bei der Gartenpflege

Ganz natürlich: Auch auf gepflegten Grünflächen siedelt sich Moos im Rasen an.

Jeder Gartenbesitzer hat andere Ansprüche an seinen Rasen, doch in einer Sache sind sich die meisten Hobbygärtner einig: Lästiges Unkraut wie Rasenmoos ist auf der eigenen Grünfläche nicht willkommen. Selbst auf einem gepflegten Grundstück kann sich Moos im Rasen ansiedeln. In der Regel ist der Befall aber überschaubar und leicht wieder zu beseitigen. Spätestens wenn sich der Wildwuchs ausbreitet, sollten Sie der Ursache auf den Grund gehen und dem Unkraut den Garaus machen.

Ursachen für Moosbefall

Als Waldpflanze verfügt Moos über die Eigenschaft, sehr anpassungsfähig zu sein. Es stellt keine hohen Ansprüche an Witterungsbedingungen, Nährstoffzufuhr, Boden- oder Lichtverhältnisse. Gerade bei Staunässe und saurem Boden, Nährstoffmangel sowie in schattigeren Rasenabschnitten breitet sich das Wildkraut oft schneller aus, als es einem lieb ist. Schatten und Feuchtigkeit sind ideale Bedingungen für Moos, um sich per Sporen fortzupflanzen.
Doch keine Sorge: Mit den folgenden Tipps verbannen Sie den Sparrigen Runzelbruder – so ließe sich der wissenschaftliche Name „Rhytidiadelphus squarrosus“ übersetzen – aus Ihrem Rasen.

Galerie: Fünf beliebte Vertikutierer aus dem Internet

Vertikutieren ist unumgänglich

Verschaffen Sie Ihrem Rasen mehr Luft, indem Sie die Grasnarbe mit einem Vertikutierer einritzen. Achtung: Stellen Sie das Vertikutiermesser so ein, dass die Klinge nicht tiefer als drei Millimeter in die Erde eindringt, damit Sie das Wurzelwerk des Rasens nicht beschädigen! Schließlich wollen Sie ja lediglich das Moos aus dem Boden herausreißen, um eine bessere Nährstoffversorgung der Gräser zu gewährleisten.
Dass dabei auch einige Graswurzeln zu Schaden kommen, lässt sich kaum verhindern, ist aber kein Problem. Wenn Sie die entstandenen Löcher anschließend gut düngen und Rasen nachsähen, wächst nach wenigen Wochen wieder Gras über die Sache. Die besten Zeitpunkte zum Vertikutieren sind im Frühjahr sowie im Herbst. Um ein besseres Ergebnis zu erzielen, sollten Sie das Gras zuvor auf maximal vier Zentimeter kürzen. Auf eGarden haben wir ein paar Tipps für Sie, wie Sie Ihren Rasen richtig vertikutieren.
Moos harken

Bloß kein Moos ansetzen: Wer das Unkraut nicht sofort entfernt, riskiert großflächigen Moosbefall.

Eisen schwächt das Moos

Viele Gartenbesitzer machen es sich einfach und setzen bei der Moosbeseitigung auf eisenhaltigen Dünger (500 ml ab circa 10 Euro). Das chemische Sulfat lässt das Unkraut zwar nach etwa einer Woche absterben, ohne dabei die Graswurzeln anzugreifen, ist in seiner Anwendung allerdings nicht ganz unbedenklich. Um Hautreizungen oder gar Vergiftungen zu vermeiden, sollten Sie bei der Verwendung sicherheitshalber Handschuhe tragen und jeglichen Hautkontakt vermeiden.
Wer kleine Kinder oder Haustiere hat, muss diese nach der Rasenbehandlung von der Grünfläche fernhalten, um kein Gesundheitsrisiko einzugehen. Sie dürfen die bearbeitete Fläche für etwa eine Woche nicht betreten. Anschließend können Sie die abgestorbenen Pflanzenreste mit einer Harke oder einem Rasenrechen zusammenkehren. Wichtig: Warten Sie nach der Chemiebehandlung mindestens zwei Wochen mit dem Nachsäen, da sich der Rasen erst wieder erholen muss, um gleichmäßig nachwachsen zu können.

Sauren Boden kalken

Möglicherweise leidet Ihr Rasen auch an Moosbefall, weil der pH-Wert des Bodens zu niedrig ist. Der saure Bereich beginnt unter einem Wert von 6,9. Entsprechende Test-Sets für eine Bodenanalyse bekommen Sie im Baumarkt oder im Internet (ab circa 7 Euro bei Amazon).
Sprechen die Testergebnisse tatsächlich für eine saure Bodenfläche, hilft es, die Erde zu kalken. Hierbei kommt es in erster Linie auf die Beschaffenheit Ihres Bodens an. Generell gilt: Lehmböden benötigen in etwa doppelt so viel Rasenkalk wie Sandböden (10 kg Rasenkalk ab circa 5 Euro). Die jeweilige Menge pro Quadratmeter entnehmen Sie bitte der Empfehlung des Herstellers auf der Packung.
Hinweis: Ist Ihr Rasen zusätzlich von Klee befallen, sollten Sie den Rasen besser nicht kalken, um eine Ausbreitung des vermeintlichen Glücksbringers nicht zu begünstigen.
Jan-Christoph Öhlenschläger

von

Der junge Redakteur und Kulturwissenschaftler Jan-Christoph Öhlenschläger steht für seriösen Verbraucherjournalismus, der kompetent informiert, Orientierung bietet und Entscheidungen erleichtert – besonders in den Bereichen Technik, Garten und Küche.

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