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Englischer Rasen vor der eigenen Tür

Saftig grün, samtig weich, kurz geschoren und unkrautfrei – so sieht ein perfekter englischer Rasen aus. Sie wollen auch einen englischen Rasen vor der eigenen Tür? Schwierig, aber nicht unmöglich – eine gute Planung und viel Arbeit vorausgesetzt.

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Rasen maehen

Regelmäßiges Mähen gehört bei einem perfekten englischen Rasen zum Pflicht-Programm.

Englischer Rasen vor der eigenen Tür – in diesem Fall ist der Name wirklich Programm. Wenn jemand Erfahrung mit dem Anlegen und der Pflege von englischem Rasen hat, dann die Engländer. Begünstigt durch das feuchte Inselklima, gedeihen perfekte, saftig grüne und zugleich robuste Rasenlandschaften auf der Insel leichter. Und sie haben Kultur. Schon der britische Adel im Mittelalter schätzte einen kurz geschnittenen, saftig grünen Rasen. Diese Tradition wird bis heute fortgeführt. Denkt man nur an den wohl bekanntesten englischen Rasen auf den Tennisplätzen von Wimbledon. Aber die schicken, gepflegten Rasenflächen findet man nicht mehr nur in Parks und ausgewählten Sportstätten, etwa Fußballstadien oder Golfplätzen. Sie haben mittlerweile auch in vielen heimischen englischen Gärten Einzug gehalten. Sie denken, das muss doch auch hierzulande möglich sein. Ist es auch. Allerdings ist für einen englischen Rasen vor der eigenen Tür einiges an Planung und viel Arbeit nötig. Und letztere hört auch nach dem Anlegen nicht auf – regelmäßige Pflege ist ein Muss und zeitaufwendig.

Englischen Rasen kann man nicht kaufen. Den richtigen Samen schon.

Die Bezeichnung „Englischer Rasen“ ist ein landschaftsbezogener Begriff. Um den Zustand eines englischen Rasens zu erreichen, ist die richtige Gras-Samenmischung sowie die optimale Bodenbeschaffenheit und zuletzt die richtige Vorgehensweise entscheidend. Fertige englische Rasensamen werden Sie im Fachhandel nicht bekommen, weil es sie schlicht nicht gibt. Allerdings ist die richtige Auswahl an Rasensamen schon entscheidend. Dabei sollten Sie auf hohe Qualität und hohe Reinheit der Samen Wert legen. Hierbei gilt: je reiner das Saatgut, desto weniger Unkraut haben Sie zu befürchten. Gute Qualität bedeutet, dass viele Samen keimen, damit der Rasen nicht unterschiedlich stark wächst. Deshalb sollten Sie nur auf Markensamen zurückgreifen. Die Mehrkosten machen sich auf alle Fälle bezahlt. Geeignete Rasensamen tragen im Fachhandel oft die Bezeichnungen Zierrasen und Galarasen. Des Weiteren sollten Sie auf folgende Attribute achten: auf feinblättrigkeit, eine dichte Grasnabe, auf einen langsamen Wuchs und die Tiefschnittverträglichkeit. Es gibt einige Rasensamen-Mischungen, die von Fachleuten so zusammengestellt wurden, dass unterschiedlichen Anforderungen gerecht werden. So können Sie zum Beispiel bestimmen, ob Ihr zukünftiger englischer Rasen eher robust und trittfest werden soll oder lieber als filigraner Zierrasen erscheint. Wenn Sie sich nicht sicher sind, dann bitten Sie den Fachverkäufer um Rat.

Die Bodenbeschaffenheit und die Aussaat

Neben der Auswahl der richtigen Rasensamen spielen die Bodenbeschaffenheit und der Zeitpunk der Aussaat entscheidende Rollen. Wie Sie den Boden richtig vorbereiten und wie Sie die Samen in den Boden bringen, lesen Sie hier. Der beste Zeitpunkt um einen englischen Rasen zu säen ist übrigens der Frühling, gleich nach den letzten Bodenfrösten.

Ein englischer Rasen braucht spezielle Pflege – dauerhaft

Damit es ein perfekter englischer Rasen wird und bleibt, braucht das Grün vom ersten Tag an eine spezielle Behandlung.
Rasen schneiden

Sie müssen Ihren Rasen nicht unbedingt mit der Nagelschere bearbeiten. Scharfe Messer im Rasenmäher reichen meist aus.

Regelmäßig mähen: Sobald der Rasen etwa 10 Zentimeter gewachsen ist, sollte er zum ersten Mal gemäht werden. Achten Sie dabei darauf, dass Sie nicht mehr als ein Drittel vom Halm abmähen. Damit der Rasen nicht leidet, mähen Sie ihn auch später nie bis zum Boden ab. Ungefähr vier Zentimeter sollten immer stehen bleiben. Damit die Grashalme immer sauber abgeschnitten und nicht herausgerupft werden, achten Sie unbedingt darauf, dass die Messer vom Rasenmäher stets richtig scharf sind. Für einen englischen Rasen sind so genannte Walzen- oder Spindelmäher besonders geeignet. Dadurch, dass sich mehrere Messer auf einer rotierenden Walze befinden, ist das Schnittbild wesentlich sauberer und rasenschonender. Walzenmäher finden Sie zum Beispiel im Internet bei Amazon. Der zweite Schnitt folgt dann bereits nach zwei Wochen. Je öfter das Gras anschließend nur ganz wenig gestutzt wird, desto gleichmäßiger und kräftiger wird es. Regelmäßiges Rasenmähen ist also Pflicht.
Düngen und vertikutieren: Regelmäßiges Düngen versorgt den Rasen mit Nährstoffen. Und gegen Moos und Unkraut hilft vertikutieren. Beim englischen Rasen gilt in der Regel: Der Rasen erhält im März oder April eine Frühjahrsdüngung. Zwischen Juni und August ist ein Sommerdünger fällig. Und im September oder Oktober ein spezieller Herbstdünger. Der sollte Kaliumreicher sein. Alles was Sie noch über das Düngen von Rasen wissen müssen, erfahre Sie hier. Und wie Sie richtig vertikutieren lesen Sie hier. Alles weitere über Rasen im Garten finden Sie in der eGarden Rasen-Kategorie.
Torsten Stender

von

Komplizierte Ratgeber und Anleitungen sind dem gebürtigen Kieler ein Dorn im Auge. „Verständliche Texte mit Nutzwert sind ja kein Hexenwerk.“

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