Smartere Bewässerung

Kärcher SensoTimer ST 6 Smart Home

Bewässerungssysteme laufen im Grunde genommen seit Jahren immer auf die gleiche Tour: Zeitautomatik einstellen und hoffen, dass es nicht regnet, wenn es losgeht. Oder dass nicht zu sehr die Sonne geschienen hat. Und dass die Gäste nicht just zur Party nass werden. Kärchers SensoTimer ST 6 Smart Home kann mehr.

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Kärcher SensoTimer ST 6 Smart Home von der Couch aus

Kärcher SensoTimer ST 6 Smart Home: Bewässerung bequem vom Sofa oder von unterwegs aus bedienen.

Die Zeit der starren, von außen nicht steuerbaren Gerätschaften neigt sich langsam, aber sicher dem Ende zu. So gesehen war es an der Zeit, dass Kärcher – der Spezialist für Reinigungsgeräte, Hochdruckreiniger und Gartengeräte – seinem bisherigen Bewässerungssystem mit dem sperrigen Namen „Kärcher SensoTimer ST6 Duo eco!ogic“ Smart-Home-Funktionen eingehaucht hat. Es nennt sich nun „Kärcher SensoTimer ST 6 Smart Home“.
Es kann zunächst alles das, was die eco!ogic auch kann:
  • Feuchtigkeitsgesteuerte Bewässerung
  • Zwei unabhängige Wasserausgänge
  • Abnehmbares Display
  • Automatisches Ein- und Ausschalten
  • Individuelle Programmierung.

Was ist neu?

Es ist nun via Smartphone-App bedienbar! Sprich, man kann das System am Smartphone anwerfen, programmieren und wieder ausschalten. Man muss sich demnach nicht mehr ärgern, wenn man im Büro sitzt und dem Regen zuschaut. Wohlwissend, dass die Zeitschaltautomatik just zu dem Zeitpunkt die Bewässerung angeworfen hat. Über die Bodensensoren werden die Feuchtigkeitswerte auf das Smartphone übermittelt. Um dynamisch zu entscheiden, ob die Gartenflora zu beglücken ist oder nicht. Oder man überlässt es der Sensorautomatik. Hierzu wird der Bewässerungsautomat zunächst wie gehabt am Wasserhahn angeschlossen, die Feuchtigkeitssensoren werden als Erdspieße in Pflanzennähe eingesetzt. Die Bewässerung startet zu einem ausgewählten Zeitpunkt nur dann, wenn ein voreingestellter Feuchtigkeitswert unterschritten wird.
Kärcher SensoTimer ST 6 Smart Home Smartphone-App

Die Smartphone-App für das Kärcher SensoTimer ST 6 Smart Home Bewässerungssystem. Natürlich auch für Tablets geeignet.

Als weiteres Feature ist eine Kopplung mit der Qivicon Home Base möglich. Qivicon ist eine von der Deutschen Telekom initiierte Allianz von Industrieunternehmen in Deutschland mit dem Ziel, das Thema Smart Home voranzutreiben. Auf der Qivicon-Webseite finden Sie einige Beispiele, was Sie mit diesem System nutzen können: Alarmsysteme lassen die Kamera angehen, die wiederum die Bilder auf Ihr Smartphone sendet. Sie können bei Abwesenheit die Rollläden ansteuern und die Lichter am Abend einschalten. Auf Knopfdruck wird der Kinoabend eingeläutet, das Licht wird abgedunkelt, die Rollos fahren herunter, der TV-Bildschirm wird eingeschaltet. Es geht demnach um die Vernetzung der Haushaltsgeräte. Hierzu benötigen Sie das Qivicon Home Base als Basisanschlussgerät, um das Bewässerungssystem von Kärcher damit zu koppeln. Unsere Kollegen von COMPUTER BILD haben sich das Qivicon-System bereits vor zwei Jahren angeschaut.
Die Kopplung eröffnet dann dem Nutzer eines derartigen Bewässerungssystems neue Möglichkeiten: Beispielsweise können Bewegungsmelder in das Smart-Home-System integriert werden, sodass Personen nicht ungewollt vom Sprinkler abgekühlt werden. Liegt ein Fenster z.B. auf der Gartenseite, fährt auch der Rollladen automatisch herunter, bevor das System mit der Bewässerung beginnt.

Ausblick und ein Tipp

Zum Preis hat sich Kärcher noch nicht geäußert. Wir gehen davon aus, dass es nicht wesentlich teurer als das bisherige eco!ogic-System wird, das mit zwei Bodensensoren und zwei Wasseranschlüssen zusammen 140 Euro kostet. Der ST 6 Smart Home ist ab Anfang 2016 mit einem oder mit zwei programmierbaren Wasserausgängen und Sensoren erhältlich. Für Smart-Home-Einsteiger werden beide Modelle auch inklusive der Qivicon Home Base angeboten.
Wer sich solange nicht gedulden mag, kann auch einen Blick auf die von uns bereits vorgestellte Bewässerungsanlage der US-Firma Skydrop werfen. Die wiederum arbeitet nicht über Bodensensoren, sondern stattdessen mit Echtzweitwetterdaten und einzustellenden Bodenbeschaffenheiten.
Wer auf Kärcher setzen möchte, ein nützlicher Tipp, wie man dennoch auch zusätzlich Wetterdaten berücksichtigen kann: Die Netatmo-Wetterstation zusammen mit einem Regensensor lässt sich zwar nicht mit dem Kärcher-System verbinden, aber Sie können mithilfe dieser Wetterstation ebenso von unterwegs via Smartphone-App von Netatmo einsehen, wie das Wetter vor Ort ist bzw. sein wird und wie hoch der faktische Regenanteil mittels Regensensor gemessen ist. Um entsprechend die Bewässerung im Vorfeld zu starten oder zu verschieben. Kärchers Bodensensor meldet schließlich nur die aktuelle Bodenfeuchtigkeit. Es weiß natürlich nicht, wann es regnen wird. Das wiederum sehen Sie mit Netatmo im Vorfeld ein. Zwei smarte Systeme, die man sozusagen manuell verbindet? Warum nicht.
Wie man sieht, die intelligenteren Bewässerungssysteme sind endlich auf dem Vormarsch. Vorbei die Zeiten der manuell einzustellenden Zeituhren und auf gut Glück zu erratenden idealen Bewässerungszeiten.
Robert Basic

von

Seine Passion sind Menschen, sein Antrieb ist die Neugier.

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