Neue Serie: Superlative im Pflanzenreich

Die größte Blume der Welt wächst in Indonesien

Größer, kleiner, älter, giftiger: In unserer neuen Serie stellen wir Ihnen regelmäßig Superlative im Pflanzenreich vor. Den Anfang macht die Riesenrafflesie als die größte Blume der Welt

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Riesenrafflesie

Mit einem Blütendurchmesser von bis zu einem Meter macht die Riesenrafflesie ihrem Namen alle Ehre und gilt als die größte Blume der Welt.

Haben Sie schon einmal etwas von Rafflesia arnoldii gehört? Hinter dem lateinischen Namen verbirgt sich die aus Indosesien stammende größte Blume der Welt. Doch die zu den Wolfsmilchgewächsen gehörende Pflanze unterscheidet sich nicht nur durch ihre riesigen Blüten von anderen Arten.
Riesenrafflesie im Urwald

Wirkt auf den ersten Blick ein wenig befremdlich: Die Riesenblume ist im indonesischen Urwald beheimatet.

Riesiger Schmarotzer ohne eigenes Wurzelwerk

Neben der untpischen Blütengröße weist die XXL-Pflanze weitere Besonderheiten auf. So besitzt die exotische Riesenblume beispielsweise weder Blätter noch Wurzeln. Aber wie ist das möglich? Ganz einfach: Rafflesien leben als Parasiten und holen sich ihre Nährstoffe von anderen Gewächsen, anstatt selbst Fotosynthese zu betreiben. Ein Großteil der Pflanze lebt unter der Erde und bildet eine bis zu sieben Kilogramm schwere Blüte mit einem durchschnittlichen Durchmesser von 90 Zentimetern heraus. Laut Forschern sei die Pflanze in den vergangenen sechs Millionen Jahren um das 79-fache ihrer ursprünglichen Größe angewachsen, was im Vergleich zu anderen Gewächsen auf ein besonders schnelles Wachstum zurückzuführen sei. Ganz selten tragen die weiblichen Blüten auch von einer holzigen Schale umschlossene Früchte mit unzähligen kleinen Samen im Fruchtfleisch. Auf welche Weise sich diese Samen verbreiten, ist Forschern jedoch bis heute ein Rätsel.
Auch wenn die mysteriöse dunkelrote Blüte noch so schön anzusehen ist, ist es dennoch nicht zu empfehlen, sich der Pflanze zu nähern. Das Gewächs stinkt nämlich ziemlich unangenehm nach verwesendem Fleisch und ist ein Magnet für Insekten, die die Blüte bestäuben.
Jan-Christoph Öhlenschläger

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Der junge Redakteur und Kulturwissenschaftler Jan-Christoph Öhlenschläger steht für seriösen Verbraucherjournalismus, der kompetent informiert, Orientierung bietet und Entscheidungen erleichtert – besonders in den Bereichen Technik, Garten und Küche.

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