Trend: Asia-Style

Kies, Wasser und viel Grün – was macht einen Japanischen Garten aus?

Für die Gestaltung eines typischen Japanischen Gartens gibt es verschiedene Grundelemente, die Sie berücksichtigen sollten. Nicht immer sind die fernöstlichen Gärten mit Symbolik durchsetzt.

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Japanischer Garten

Ein japanischer Garten wirkt aufgeräumt und deshalb beruhigend.

Die Definition eines Japanischen Gartens ist nicht bis ins letzte Detail starr abgegrenzt. Diese Gemeinsamkeiten haben sie jedoch alle: In Japanischen Gärten dominieren immergrüne (asiatische) Pflanzen, die oft durch Beschnitt formbar sind, besonders die Sträucher und viele Bäume. Rund um die hohen Gewächse gruppieren sich meist Moospolster, Farne, Gräser und Blattschmuckstauden. Die Blütenpracht (fast immer Rottöne oder Weiß) ist optisch nicht entscheidend und wird nur sehr sparsam eingesetzt, um Akzente zu setzen. Die Kirschbaumblüte sei als leuchtendes Beispiel genannt.
In Kombination mit den Pflanzen – Beispiele folgen unten – spielen Steine immer eine zentrale Rolle, vom Kies(elstein) bis zum dicken Findling. Schließlich gehört zu einem klassischen japanischen Garten noch mindestens eine Wasserfläche, denn Wasser ist ebenfalls ein zentrales Gestaltungselement.

Die Symbolik

Mit den auffällig klar gegliederten Arrangements in Japanischen Gärten wird oft eine starke Symbolik in Zusammenhang gebracht, die aus asiatischen Religionen und Philosophien herrührt. Das ist im Kern richtig, trifft aber mal mehr mal weniger auf einen Japanischen Garten zu. Für eine Sonderform gelten jedoch viele dieser symbolhaften Bilder: im Zengarten.
Wer diese sehr beliebte Form des japanischen Gartens anlegen möchte, sollte zumindest grob etwas über die in ihm versteckte Symbolik verstehen, die sich aus dem Zen-Buddhismus ableiten lässt. Aber Achtung: Im Gegensatz zum üppigen Landschaftsgarten mit japanischer Pflanzenvielfalt ist ein Zengarten vornehmlich zum Betrachten (und Meditieren?) gedacht als zum Begehen.

Wasser und Steine

Das Element Wasser ist sicherlich eins der wichtigsten Grundelement im Japanischen Garten. Es steht für die Seen und Ozeane unserer Erde. Der Wasserfall wird in japanischen Kulturen als Symbol für die Erleuchtung des Menschen betrachtet. Weiterhin spiegeln die Wasserflächen den Himmel und stellen so eine Verbindung zwischen Himmel und Erde her.
japanischer garten zierahorn

Ein Japanischer Ahorn darf nicht fehlen.

Steine versinnbildlichen Charakter, Stärke und Sicherheit, können aber beispielsweise auch in die Natur eingebundene Tiere symbolisieren. Übrigens: Eine mit Kies bedeckte Fläche verwandelt sich symbolisch in Wasser, wenn parallele Wellenmuster hineingeharkt werden (Körnung ca. 5 mm, mindestens 5 cm hoch aufschütten). In reinen Zen-Gärten wird Wasser immer auf diese trockene Weise dargestellt. Das Rechen der Flächen dient Mönchen der Meditation.
Gehwege aus einzelnen Trittplatten erinnern an den Fortgang des Lebens, Schritt für Schritt. Quer in den Weg eingelassene, längliche Steine bilden eine Art Schwelle, die den Übergang von der einen (realen) Welt in eine andere (spirituelle) symbolisiert. Solche Schwellen finden sich deshalb oft am Eingang oder vor dem zentralen Innenteil eines Japanischen Gartens.
Das Moos hält Feuchtigkeit und symbolisiert Alter (in Japan gleichbedeutend mit Ehre). Und Bäume sind das Symbol des Lebens und Sinnbild für das Menschsein. Auch Bonsaibäume kommen hier zum Einsatz.

Die Brücken

Brücken in Japanischen Gärten symbolisieren oftmals den Reiseweg des Menschen von der Erde in ein spirituelles Paradies. Der Feng-Shui-Gedanke sagt beispielsweise, dass sich das Böse nur in geraden Linien fortbewegt und Ecken nicht überwinden kann. Brücken, die mit mehreren 90-Grad-Winkeln über eine Wasserfläche führen, sollen symbolhaft das Böse am Überqueren hindern. Geschwungene Bogenbrücken sollen hingegen die guten Geister einladen.

Die typischen Pflanzen

Einige Pflanzen sind bei der Gestaltung unverzichtbar. Beispielsweise gilt die Kiefer als symbolträchtig; sie steht für Langlebigkeit und Beständigkeit. Im Japanischen heißt die Kiefer „matsu“, was gleichbedeutend für „warten“ ist. Auch Bambus darf nicht fehlen. Er steht für Biegsamkeit. Auch Fächerahorn, Azalee und Rhododendron sind oft zu finden. Eins der bekanntesten Symbole Japans ist der Kirschbaum, er steht für das Leben und die Vergänglichkeit. Er kommt deshalb häufig vor, wie Japan-Urlauber bemerken können. Entsprechend unvergleichbar ist Japans Kirschblüte. Wer die Gelegenheit hat: Unbedingt ansehen!

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