Naturschutz im eigenen Garten

Der Gartenteich in Herbst und Winter

Für Teichbesitzer sind nach dem Sommer bestimmte Arbeiten unabdingbar, um Fische und Pflanzen vor Laub, Schnee und Eis zu schützen. Wie Sie Ihren Gartenteich in Herbst und Winter richtig pflegen, erfahren Sie in unserem Ratgeber.

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Gartenteich im Herbst

Wenn Sie möchten, dass Ihr Gartenteich in Herbst und Winter nicht zu viel Faulschlamm produziert, sollten Sie Laub immer sofort abfischen.

Sobald es draußen kühler wird und die ersten Blätter von den Bäumen fallen, können Sie einiges dafür tun, damit Ihr Gartenteich die kalte Jahreszeit gut übersteht. Gerade wenn Sie Fische in Ihrem kleinen Biotop halten, ist eine gute Vorbereitung besonders wichtig. eGarden gibt nützliche Tipps für den Gartenteich in Herbst und Winter.

Den Teich laubfrei halten

Der Zustand Ihres Teiches hängt stark von dem darin herrschenden Klima ab. Um für ein gesundes Teichklima zu sorgen, sollten Sie von Bäumen gefallenes Laub möglichst sofort mit einem Kescher (ab 3,89 Euro bei Amazon) abfischen und niemals zu lange im Wasser schwimmen lassen. Andernfalls sickert es auf den Boden, verfault und bildet eine Schlammschicht auf dem Grund. Diese erzeugt schädliche Faulgase, an denen Fische im schlimmsten Fall ersticken können. Alternativ können Sie auch ein Netz (19,40 Euro pro 24 Quadratmeter bei Amazon) spannen, das die Blätter auffängt. Dieses sollten Sie jedoch vor dem ersten Frost im November wieder entfernen.

Pflanzenrückschnitt ansetzen

Ab Anfang Oktober sollten Sie Ihre Wasserpflanzen zurückschneiden und das Röhricht auslichten. Hierzu empfiehlt sich die Verwendung einer speziellen Teichschere mit einem extralangen Stiel (ab 5,84 Euro bei Amazon). Entfernen Sie zunächst alle abgestorbenen Pflanzenteile. Sollten sich die Gewächse am Teichboden zu sehr verdichtet haben, können Sie diese vorsichtig mit einem Rechen ausdünnen. Lassen Sie aber auf jeden Fall ein paar Pflanzen stehen, da Unterwasserpflanzen im Winter wichtige Sauerstofflieferanten sind. Darüber hinaus halten sie den Teich in Bewegung und zögern ein Zufrieren hinaus.
Gartenteich im Winter

Wenn Sie einen Fischteich besitzen, sollten Sie es nach Möglichkeit verhindern, dass die Wasseroberfläche zufriert.

Pumpen und Filter sichern

Fällt das Thermometer unter Null Grad Celsius, kommt in der Regel auch das Algenwachstum zum Stillstand. Pumpen und Filter können Sie den Winter über also getrost aus dem Wasser nehmen, säubern und an einem trockenen Ort, etwa dem Geräteschuppen, einlagern. Tipp: Entfernen Sie vorher alle Wasserreste aus den Schläuchen, damit ganz sicher kein Frost auftreten kann.

Darf der Teich zufrieren?

Sofern Sie keinen Fischteich besitzen, ist es unwichtig, ob sich Eis an der Wasseroberfläche bildet oder nicht. Leben Fische im Teich, müssen Sie ein Zufrieren aber auf jeden Fall verhindern. Um das Risiko gering zu halten, achten Sie darauf, dass die Wassertiefe mindestens 80 Zentimeter beträgt. Damit auch sicher immer genügend Sauerstoff in den Teich gelangt und die Faulgaskonzentration nicht steigt, können Sie ganz einfach mehrere Bambusrohre in den Teichboden stecken, durch die Luft in den Teich gelangen kann. Eine weitere Alternative ist ein sogenannter Eisfreihalter (ab 9,79 Euro bei Amazon). Standardmodelle bestehen aus einem Styropor-Ring mit einer Glocke, die als Abdeckung dient. Spezielle Senkklammern füllen sich mit Wasser und stellen so sicher, dass der Ring kurz unter der Wasseroberfläche liegt. Wichtig: Schlagen Sie niemals ein Loch ins Eis! Dadurch könnten Sie die Fische aus ihrer Winterstarre wecken.
Jan-Christoph Öhlenschläger

von

Der junge Redakteur und Kulturwissenschaftler Jan-Christoph Öhlenschläger steht für seriösen Verbraucherjournalismus, der kompetent informiert, Orientierung bietet und Entscheidungen erleichtert – besonders in den Bereichen Technik, Garten und Küche.

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