Biotop für Fische, Frösche & Co.

Gartenteich anlegen: Darauf kommt es an

Wenn Sie einen Gartenteich anlegen möchten, müssen Sie einige wichtige Grundregeln beachten, um die optimale Lösung für Ihren Garten zu finden. Mit unseren Tipps verwirklichen Sie Ihren Traum vom eigenen Teich vor der Haustür.

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Gartenteich anlegen

Ob bunt bepflanzt und aufwendig dekoriert oder naturbelassen mit Goldfischen – wenn Sie einen Gartenteich anlegen, bereichern Sie Ihre Grünfläche sowohl optisch als auch biologisch.

Ein idyllisches Biotop ist eine Bereicherung für jeden Garten. Das kühle Nass dient vielen Pflanzen, Tieren und Mikroorganismen als natürlicher Lebensraum und ist auch aus rein gestalterischen Gründen die perfekte Ergänzung zwischen Blumen, Hecken und Sträuchern. Bevor Sie einen Gartenteich anlegen, müssen Sie gut im Voraus planen, um sich später mühselige Umbauarbeiten zu ersparen. Neben dem richtigen Standort und der Größe spielen auch die Baumaterialien und die Vorgehensweise beim Anlegen eine wichtige Rolle.

Teichbecken oder Folienteich?

Wer es sich einfach machen möchte, greift auf einen Fertigteich zurück. Die robusten Schalen gibt es je nach Form und Größe ab 30 Euro bei Amazon. Zu empfehlen sind die schwarzen Wannen vor allem für kleinere Gartenflächen. Alternativ können Sie Teichfolie verwenden (1x3,05 Meter für 48 Euro bei Amazon) und die Größe Ihres Teiches selbst bestimmen. Hierbei sollten Sie jedoch darauf achten, dass die Folie größtenteils aus zertifiziertem Kautschuk und nicht etwa aus PVC oder Polyethylen besteht.
Fertigteich

Fertige Teichbecken wie das Modell T 500 von AL-KO gibt es in unterschiedlichen Formen und Größen im Garten-Center oder bei Amazon zu kaufen.

Den idealen Standort finden

Der Traum vom Wasser im eigenen Garten beginnt mit der richtigen Planung. Am besten sind Orte mit vier bis sechs Stunden Sonneneinstrahlung pro Tag. Versuchen Sie es möglichst zu vermeiden, Ihren Teich direkt unter Bäumen anzulegen. Laub- und Nadelgehölze erhöhen durch herabfallende Nadeln, Blätter und Pollen den Nährstoffgehalt im Wasser, was das biologische Gleichgewicht in Ihrem kleinen Biotop schnell durcheinander bringen könnte. Allerdings sollte sich der Teich auch nicht im Windschatten befinden, da Wind das Wasser in Bewegung hält und auf natürliche Weise vermischt. Ebenfalls sollten Sie bei der Standortwahl bedenken, dass Sie einen Stromanschluss für die Pumpe oder auch dekorative Lichtspiele in der Nähe benötigen.

So bauen Sie sich Ihren eigenen Gartenteich

Haben Sie einen geeigneten Standort gefunden und sich für ein Baumaterial sowie die Größe Ihres Teiches entschieden, können Sie mit dem Anlegen beginnen. Bevor Sie eine Grube ausheben, müssen Sie zunächst die Umrisse markieren. Das geht am besten mit Sand, einer Schnur oder einem Schlauch. Unabhängig davon, ob Sie eine Fertigschale oder Folie verwenden, sollten Sie am Rand etwa 10 bis 15 Zentimeter mehr Platz lassen, als Sie für den Teich einplanen.
Als Nächstes stechen Sie den Boden am Rand mit einem Spaten oder einer Schaufel ein und heben die Grube von innen nach außen aus. Auch hier sollten Sie ca. 10 bis 15 Zentimeter tiefer graben, als der Teich reichen soll. Wenn Sie eine Folie verlegen, planen Sie am besten bereits jetzt die unterschiedlichen Tiefwasserzonen. Die tiefste Stelle sollte zwischen 60 und 150 Zentimeter, die Flachwasserzone 40 bis 20 Zentimeter und die Sumpfzone am Rand maximal 10 Zentimeter in die Tiefe gehen.

Galerie: So legen Sie sich in 5 Schritten einen Gartenteich an

Vor dem Einsetzen der Schale oder Folie entfernen Sie abstehende Wurzeln und Gesteinsreste, die das Material beschädigen könnten. Tipp: Zum zusätzlichen Schutz vor Knicken oder Rissen empfiehlt es sich, ein 10 bis 15 Zentimeter dickes Sandbett einzufüllen und festzutreten. Die größte Arbeit haben Sie nun hinter sich – jetzt können Sie Ihr Baumaterial einsetzen und anpassen. Bei der Fertigteich-Variante sollten Sie ständig mit einer Wasserwaage kontrollieren, ob die Wanne auch wirklich waagerecht in der Grube liegt. Randspalten verdichten Sie mit Sand, den Sie mit Wasser aus dem Gartenschlauch einschlämmen, um Ihr Bauwerk zu fixieren. Wenn Sie Folie verwenden, beschweren Sie diese nach dem Einlegen mit etwas Kies, spätestens wenn später Wasser ins Becken kommt, zieht sich die Folie nach und nach von selbst zurecht. Überlappendes Baumaterial bedecken Sie mit Sand und Kies, sodass man nichts mehr davon sieht.

Technik und Gestaltung

Abschließend kommt die Technik ins Spiel. Eine Umwälzpumpe samt Filtersystem bringt Bewegung ins Wasser und sorgt dafür, dass sich der Teich nahezu von selbst reinigt. Tipp: eGarden empfiehlt, Pumpe und Filter außerhalb des Teiches in einem Pumpenschacht zu installieren. So können Sie die Geräte später einfacher reinigen, ohne das komplette Wasser abzulassen. Setzen Sie die Pumpe direkt ins Teichbecken, ist ein Sockel, etwa aus Ziegelstein, ratsam, um die Pumpe vor Schlammbildung zu schützen.
Zu guter Letzt sollten Sie einen möglichst harmonischen Übergang zur Uferregion schaffen – idealerweise verschönern Sie den Rand mit Hölzern, Steinen und Wasserpflanzen wie Krebsschere, Schwanenblume oder Tannenwedel. Wichtig: Keinen Kompost, sondern nährstoffarme Erde oder Teichsubstrat, etwa von Velda, verwenden, um das Wasser nicht zu überdüngen.
Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Anlegen eines Gartenteichs finden Sie in der Bildergalerie oben.
Jan-Christoph Öhlenschläger

von

Der junge Redakteur und Kulturwissenschaftler Jan-Christoph Öhlenschläger steht für seriösen Verbraucherjournalismus, der kompetent informiert, Orientierung bietet und Entscheidungen erleichtert – besonders in den Bereichen Technik, Garten und Küche.

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