Töten verboten

Wespennest entfernen: So machen Wespen keinen Stich mehr

Ein verblüffend leichtgewichtiges Wespennest zu entfernen, birgt Gefahren. eGarden zeigt Ihnen, wie Sie die Quälgeister sicher loswerden und in welchen Fällen sie sich lieber einen Experten in den Garten holen.

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Wespennest entfernen

Wespen machen vielen Menschen Angst.

Auch fliegende Ameisen oder Mücken nerven im Garten, aber ein Wespenstich hat eine andere Qualität. Man muss kein Allergiker sein, um den schmerzhaften Stich einer Wespe zu fürchten. Gerade deshalb sind Wespennester im Garten oder am Haus so unangenehm. Die lebensbedrohliche Situation durch Verschlucken des gelb-schwarzen Insekts oder die unangenehme Schwellung nach dem Stich am Körper – die Entfernung eines Wespennestes will gut durchdacht sein, denn es gilt einige Dinge dabei zu beachten. In vielen Fällen ist es sogar ratsamer, diese Aufgabe einem Experten zu überlassen.

Wespennest: Nicht zerstören, sondern umsiedeln!

Zur Kaffeetafel im Freien gesellen sich immer öfter ungebetene Gäste. Milde Winter und früher eintretende Sommerwärme locken Wespen an, sich mit einem Nest an Hauswand oder Bäumen dauerhaft niederzulassen. Grundsätzlich kann man gut mit diesen Tieren in Einklang leben. Wenn die Nachbarschaft zu eng wird, ist eine Demontage, jedoch keinesfalls eine Zerstörung des Nestes denkbar. Ein Wespennest ist leicht zu erkennen und mit dem notwendigen Know-how vorsichtig zu entfernen.

Das lockt Wespen an

  • Zuckerhaltige Lebensmittel wie Saft, Obst, Kuchen, Marmelade
  • Parfüm, Cremes, Haarspray, Kosmetika mit Duftstoffen
  • Einige Holzpflegemittel
  • Fallobst im Garten
  • Grelle, bunte Farben, insbesondere Blau und Gelb

Das mögen Wespen nicht

  • Kaffeeduft, insbesondere verbranntes Kaffeepulver
  • Basilikum
  • Räucherstäbchen
  • Nelken- oder Teebaumöl
  • Knoblauchzehen

Töten verboten

Die Paragrafen §§ 20d, 39 und 44 Abs. 1 BNatSchG regeln den Umgang mit und den Schutz wild lebender Tiere und ihrer Umgebung. Demnach ist die bewusste Beunruhigung sowie die Zerstörung eines Wespennests verboten. Eigentlich sind sogar das Fangen, Verletzen und Töten von Wespen ohne sinnvollen Grund verboten.

Nest lokalisieren

Den beeindruckenden Bau aus Pappmaschee beziehungsweise Holzpaste entdecken Sie an geschützten Stellen des Hauses. Rollladenkästen, Dachboden oder Carport erweisen sich als bevorzugte Bauplätze. Optisch erinnert das weiß-graue Gebilde an eine Kugel aus Altpapier. Seine Oberflächen-Struktur ähnelt einer mit Buttercreme verkleideten Torte. Ein weiteres Merkmal sind die Bewohner: Im Vergleich zu den doppelt so großen Hornissen bleiben Wespen mit 11-14 mm recht klein.

Was kostet ein Profi?

Wir empfehlen das Nest nicht selbst zu entfernen. Hier ist die Hilfe von einem Profi gefragt, dieser hat das nötige Know-How und die Schutzkleidung. Rechnen Sie mit einem Betrag um die 100 bis 200 Euro. Das kalkuliert sich aus Anfahrtsweg und Aufwand, also der Erreichbarkeit des Nestes. So werden Sie Ihr gestreiftes Problem im Handumdrehen los. Andere, ähnlich aussehende Insekten wie Bienen, Hummeln oder Hornissen stehen unter Artenschutz. Sie dürfen in jedem Fall nur von Fachpersonal umgesiedelt werden.

Vor der Hauptsaison am Wespen-Flughafen

Je früher, desto besser – das betrifft auch die Demontage einer Wespenansiedlung. Da lediglich die Jungköniginnen den Winter überleben, ist der Andrang im Frühjahr noch recht gering. Die Kuchen-Saison im Juli fällt zusammen mit Haupt-Fütterungszeit der Larven und erklärt die permanente Anwesenheit der kleinen, emsigen Flieger. Ende August stirbt die alte Königin und ihr Staat beginnt, sich aufzulösen. Dann rentiert es sich nicht mehr, das Wespennest umzusiedeln.
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