Umsonst und draußen

Wasser sparen mit einer Regentonne

Eine Regentonne lohnt sich für jeden Gartenbesitzer. Denn im Sommer geht das Gießen ganz schön ins Geld. eGarden verrät Standort- und Pflegetipps für Regenfässer.

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Regentonne im Garten

Kostenloses Gießwasser: Regentonnen für den Garten gibt es für jeden Geschmack.

Ohne Wasser wächst im Garten wenig. Schließlich ernähren sich Pflanzen im Garten großteils von H2O. Wer Wasser im Garten sparen will, der nutzt Regenwasser. Das fällt gratis vom Himmel und ist für Pflanzen sogar besser als Leitungswasser. Dieses ist Pflanzen oft zu hart und kalt. Regenwasser ist dagegen pH-neutral und frei von Kalk. In Deutschland verwenden Sie Regenwasser ohne Risiko zum Gießen von Blumen und Pflanzen. Tiere trinken ebenfalls lieber Regenwasser als Leitungswasser. Als Trinkwasser für Menschen ist Regenwasser nicht geeignet.

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Regentonnen: Welche Behälter gibt es?

Es gibt viele Möglichkeiten, Regenwasser zu sammeln. Von günstigen ausgedienten Fässern bis zur TÜV-zertifizierten Regentonne. PVC, Metall, Ton, Holz – Regentonnen werden aus allen möglichen Materialien und Formen von eckig bis rund angeboten. Der Preis ist nach oben offen. Besonders günstig sind Kunststoffbehälter. Einige Regentonnen erweitern Sie mit Verbindungsrohren zu einem System. Größere Sammelgruben, Regenwassertanks und Zisternen sind hingegen aufwändig zu installieren und schwerer zu reinigen. Auch einen Brunnen selbst bohren ist nicht immer von Erfolg gekrönt.
Frostschutz-Tipp: Gefrierendes Wasser dehnt sich aus. Leeren Sie Regentonnen im Winter rechtzeitig, damit diese keine Risse bekommen oder platzen.

Wie bleibt das Wasser in einer Regenwassertonne sauber?

Es gibt Vorfilter und Fallfilter im Regenrohr, die das Regenwasser in der Tonne vor Verunreinigungen wie Laub oder kleinen Ästen schützen. Kleinere Partikel und Schmutz setzen sich am Tonnenboden unterhalb des Auslaufhahnes von alleine ab.
Reinigungs-Tipp: Es schadet nicht, die Tonne nach jeder Entleerung aus hygienischen Gründen einmal kurz mit Wasser auszuspülen. Gerade im Sommer bilden sich, wenn das Wasser länger in der Tonne steht, manchmal giftige Blaualgen. Eine gründliche Säuberung alle Vierteljahr ist Pflicht. Gut dafür geeignet sind diese Hochdruckreiniger von Kärcher oder Nasssauger. Wer die Geräte nicht besitzt, arbeitet mit Gartenschlauch, Schrubber und Muskelkraft. Gegen Mücken und kleine Schmutzpartikel hilft ein Schutznetz für die Regenwassertonne.

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Wo stelle ich eine Regentonne auf?

Stellen Sie Ihre Regentonne an einem schattigen, kühlen, dunklen Standort in der Nähe des Fallrohres am Haus auf. So bleibt Ihr Wasser garantiert länger frisch. Je kälter der Standort, desto eher sterben Krankheitskeime ab, die beispielsweise durch Vogelkot ins Wasser gelangen. Außerdem vermeiden Sie, dass sich Keime (und Mückenlarven) im Wasser wegen der Wärme zu schnell vermehren. Wer sich mit dem Tragen schwertut, sichert dem Gemüsebeet einen Platz in nächster Nachbarschaft zur Regentonne.
Pflanzen-Tipp: Tomaten, Zucchini, Auberginen und Paprika mögen keine kalte Dusche. Füllen Sie Regenwasser und Leitungswasser eine halbe Stunde vor dem Gießen in eine Gießkanne, damit das kalte Wasser nicht Ihre Pflanzen verschreckt.

Auf was achte ich beim Kauf einer Regentonne?

  • Ist die Regentonne kippsicher? Das ist vor allem in einem Garten mit Kindern wichtig. Ggf. einen oder mehrere schwere Steine in der Tonne versenken oder die Tonne mit einem Sicherheitsbolzen an der Wand befestigen.
  • Ist die Regentonne abdeckbar? Deckel mit Überlaufstutzen schützen Eichhörnchen und andere kleine Tiere vor dem Ertrinken.
  • Hat die Regentonne einen Wasserhahn? Mit einem Ablaufhahn entnehmen Sie das Wasser gefahrlos und ohne größeren Kraftaufwand.
Tier-Tipp: Deponieren Sie bei nicht verschließbaren Regenauffangbehältern und Brunnen ein Brett im Behälter. Dieses dient kleinen Tieren, die hineinpurzeln, als Rettungsleiter.

Regentonnen für den Garten

Silke Orth

von

Das Paradies kann warten – ich bin im Garten.