Umweltbewusst heizen

Wohlige Wärme: Das müssen Sie über Kaminholz wissen

Für Heizofenbesitzer ist ein Abend vor dem Kamin der Inbegriff von Gemütlichkeit. Damit die Holzscheite auch knisternd verbrennen und eine wohlige Wärme erzeugen, sollten Sie bei der Auswahl und Lagerung von Kaminholz einige Dinge beachten.

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Kaminholz vor Ofen

Das Kaminholz sollte eine Länge von 30 Zentimetern nicht überschreiten, da es sonst schlechter verbrennt.

In Zeiten, in denen die Preise für fossile Brennstoffe wie Gas und Öl stetig in die Höhe steigen, stellen viele Haus- und Wohnungseigentümer auf eine Beheizung durch Kaminholz um. Aber Holz ist nicht gleich Holz. Geeignete Sorten sind Laubhölzer wie Birke und Buche sowie Nadelhölzer wie Fichte oder Kiefer. Nadelholz hat den Vorteil, dass es einen angenehmen Duft verströmt und heißer verbrennt – aber eben auch schneller. Laubbäume haben eine höhere Dichte und somit auch einen höheren Heizwert, sind im Einkauf jedoch entsprechend teurer. Bei der Auswahl kommt es aber vor allem auch auf die Qualität an.

Gute Qualität erkennen

Entscheiden Sie sich dafür, Brennholz im Handel zu kaufen, sollten Sie in erster Linie auf Qualität achten, damit Ihnen später keine giftige Qualmwolke oder ein plötzlicher Funkenflug den gemütlichen Abend vor dem Kamin ruiniert. Zunächst einmal sollte das Brennmaterial äußerlich trocken, sauber und gänzlich frei von Ungeziefer sein. Können Sie kleine Löcher an der Oberfläche erkennen, die auf einen möglichen Holzwurmbefall hindeuten, lassen Sie lieber die Finger von dem Holz.
Eine weitere Möglichkeit zur Qualitätsüberprüfung ist es, an den Scheiten zu riechen. Ein unangenehmer Geruch ist häufig ein Anzeichen für eine mindere Qualität.
Holzschuppen

In einem überdachten Holzschuppen im Garten können Sie Ihr Holz gut lagern.

Brennholz richtig lagern

Unabhängig davon, ob Sie Ihr Kaminholz selbst schlagen oder beim Händler kaufen: Vor dem Verfeuern sollten Sie die Scheite zunächst lagern, damit es trocknen kann. Dies kann unter Umständen bis zu einem Jahr dauern. Tipp: Am besten sammeln Sie das Holz bereits im Vorjahr. Damit die Feuchte möglichst schnell entweicht, benötigen die Scheite viel Sonne, genügend Luftbewegung und einen sicheren Schutz vor Witterungseinflüssen. Einen geeigneten Kaminholzunterstand bekommen Sie je nach Größe ab 69,80 Euro bei Amazon. Stapeln Sie die Holzscheite geschnitten und gespalten übereinander und achten darauf, dass diese nicht zu weit aus dem überdachten Unterstand herausragen. Eine Länge zwischen 20 und 30 Zentimetern ist optimal. Übrigens: Größere Scheite brauchen länger, um zu verbrennen, setzen mehr Schadstoffe frei und fördern einen stärkeren Funkenflug.
Frisches Brennholz sollten Sie immer sofort einlagern und nach Möglichkeit niemals direkt in den Ofen werfen. Ansonsten würden Sie unnötig Energie verschwenden, um die enthaltene Feuchtigkeit in Wasserdampf umzuwandeln. Der Dampf könnte zudem zu Schäden in den Schornsteinwänden führen und die Funktionstüchtigkeit Ihres Kamins auf lange Sicht negativ beeinträchtigen oder das Gerät sogar beschädigen. Laut Bundesemissionsschutzverordnung darf die Feuchtigkeit im Holz nicht über 22 Prozent liegen. Mit speziellen Holzfeuchtemessgeräten (ab 13,57 Euro bei Amazon) können Sie den prozentualen Wasseranteil Ihrer Brennmaterialien genau bestimmen.
Jan-Christoph Öhlenschläger

von

Der junge Redakteur und Kulturwissenschaftler Jan-Christoph Öhlenschläger steht für seriösen Verbraucherjournalismus, der kompetent informiert, Orientierung bietet und Entscheidungen erleichtert – besonders in den Bereichen Technik, Garten und Küche.

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