Auch im Winter frisches Obst und Gemüse

Ein Gewächshaus selber bauen

Mit ausreichend viel Platz im Garten und etwas handwerklichem Geschick kann sich fast jeder ein eigenes Gewächshaus bauen. Hier erfahren Sie, worauf Sie dabei achten müssen.

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Gewächshaus

Zu jeder Jahreszeit sein eigenes Obst anbauen: Ein richtiges Gewächshaus macht das möglich.

Wenn auf den heimischen Feldern im Winter kaum noch etwas wächst, greifen wir auf Obst und Gemüse aus fremden Ländern zurück. Doch der Transport durch Flugzeuge und Lastwagen schädigt die Umwelt. Nicht selten kommen die Waren in Deutschland mit Makeln an. Der Anbau eigener Lebensmittel punktet dagegen mit einer hervorragenden Ökobilanz. Immer mehr Menschen werden in Teilen zu Selbstversorgern und legen sich im Garten oder auf dem Balkon Gemüse- und Obstbeete an. Die Alternative dazu, die vor allem im Winter notwendig ist, ist der Bau eines Gewächshauses. Ist der Garten groß genug und sind Sie mit ein wenig handwerklichem Geschick gesegnet, ernten Sie vielleicht schon bald zu jeder Jahreszeit Obst und Gemüse.
Baumarkt

Der erste Gang führt in den Baumarkt. In der Gartenabteilung stehen Ihnen Experten im Bereich Gewächshausbau zur Verfügung und planen mit Ihnen den Bau ganz nach Ihren Vorstellungen.

Ein Gewächshaus bauen: Wann Sie eines brauchen

Ein Gewächshaus lohnt sich für Sie dann, wenn Sie regelmäßig Pflanzen anbauen, die frostempfindlich sind. Das sind in der Regel viele Obst- und Gemüsesorten, die lediglich von Frühling bis Herbst auf den Feldern sind. Vor allem Kohlsorten und Kürbis machen auch niedrige Temperaturen wenig aus. Durch das isolierte und temperaturregulierte Gewächshaus sind die Pflanzen geschützt und lassen sich zu jeder Jahreszeit anbauen. Auch die Ernte ist somit jahreszeitenunabgängig. Während andere auf die Bepflanzung ihres Gartens bis in den Frühling warten, bietet Ihnen ein Gewächshaus die Möglichkeit einer wetterunabhängigen Bewirtschaftung. Vor allem für (Hobby-)Gärtner, die mit ihrer Ernte Geld verdienen möchten, sie etwa auf dem Wochenmarkt verkaufen, ist ein Gewächshaus in der Regel unabdingbar. Doch Achtung: Gerade kostengünstigere Fertigbausätze aus dem Baumarkt sind in der Regel nicht für die professionelle Nutzung geeignet und gewährleisten lediglich bis zu einer gewissen Temperaturgrenze eine optimale Nutzung. Informieren Sie sich im Fachhandel und überlegen Sie genau, welche Ansprüche Ihr Gewächshaus erfüllen muss.

Das eigene Gewächshaus: Die Planung

Bevor Sie sich an den Aufbau eines Gewächshaus begeben, sollten einige wichtige Dinge geklärt werden:
  • Ist Ihr Garten groß genug?
  • Ist ausreichend Abstand zu Wänden, Bäumen und Hecken gegeben? (Stichwort: Luftzirkulation)
  • Gibt Ihr Garten die Platzierung an einem hellen Platz her?
  • Wie viel und welche Art Obst und Gemüse wollen Sie anbauen? (Wichtig für die Größe des Gewächshauses)
  • Gibt der Untergrund Ihres Gartens das Gießen eines Betonfundaments her oder gibt es Alternativen?
Die Klärung dieser Fragen ist notwendig, um das richtige Gewächshausmodell für Ihre Bedürfnisse zu finden. Besprechen Sie sie mit einem Garten- und Landschaftsexperten, der mit Ihnen zusammen eine individuelle Lösung austüftelt. Auch die richtige Beheizung des Gewächshauses spielt eine Rolle, genauso wie eine ordentliche Belüftung und die Verhinderung von Algenbildung und Frost.

Das eigene Gewächshaus: Die richtige Beheizung

Um zu verhindern, dass die Temperaturen im Inneren des Gewächshauses auch im Winter nicht bis unter drei Grad abrutschen, benötigt man eine Beheizungsanlage. Hierfür eignen sich sowohl Elektro-, als auch Gasheizungen, die nicht an die reguläre Stromversorgung angeschlossen werden müssen. Das Elektrosystem ist direkt mit dem Gewächshaus verbunden, eine Gasheizung funktioniert in der Regel über Flaschengas. Um zu gewährleisten, dass sich die Wärme im gesamten Gewächshaus verteilt, benötigt man zudem ein Umwälzgerät oder einen Ventilator. Darüber hinaus lassen sich auch mit Wasser gefüllte Schläuche auf den Gewächshausboden legen, um das Gebäude zusätzlich mit Wärme auszustatten. Sie speichern die Wärme der Sonneneinstrahlung und sorgen können die Beheizungsanlage mit zusätzlicher Wärme ergänzen, sind aber kein Ersatz. Übrigens: Für sogenannte Mini-Gewächshäuser für Haus und Balkon gelten noch einmal andere Regeln.
Gewächshaus

Fertig: Mit einem solchen Bausatz wie von der Firma Palram geht der Bau eines eigenen Gewächshauses an etwa einem Tag über die Bühne.

Das eigene Gewächshaus: Der Bau

Das Wichtigste am Bau eines Gewächshauses ist ein stabiles Fundament. Es soll dem Gebäude Halt und Stabilität geben, damit es auch extremen Wetterbedingungen wie Gewitter und Sturm standhält. Um das Fundament aus Beton zu gießen, müssen Sie zunächst die Fläche, auf der das Gewächshaus später stehen soll, 70 bis 80 Zentimeter tief ausheben. Diese Tiefe ist besonders wichtig, da sonst die Gefahr besteht, dass sich das Fundament bei Frost um einige Zentimeter anhebt. Ist das Fundament ausgehoben, bedecken Sie den Boden mit einer dünnen Schicht Kieselsteinen, über die später eine dünne Schicht Beton gegossen wird. Je nach Montageanleitung des Gewächshauses folgen nun die weiteren Schritte: Die Montage der Gewächshauswände aus Aluminium, Kunststoff oder Holz, die Montage des Daches sowie der Glasscheiben und zu guter Letzt Fenster und Türen. In der Regel sind die Anleitungen gängiger Gewächshaus-Hersteller auch für Laien gut zu verstehen. Darüber hinaus bieten Garten- und Baumärkte Fachleute an, die Ihnen bei dem Aufbau eines Gewächshauses zur Verfügung stehen. Nur das Einrichten und Bepflanzen: Das ist dann doch ganz allein Ihre Sache.

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