So überwintern Fliegen

Im Frühjahr kommt die Fliegeninvason: Was kann man tun?

Sie betreten den Schuppen und es schwirrt um Ihren Kopf herum. Im Frühjahr erwachen die Fliegen aus dem Winterschlaf und entpuppen sich als lästige Mitbewohner. Wir zeigen Ihnen die häufigsten Wintergäste und verraten, wie Sie sich ihrer entledigen.

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Fliegenplage im Schuppen

Unliebsame Mitbewohner überwintern in Schuppen und Gebäuden.

Wenn es im Herbst kalt wird, begeben sich drei Fliegenarten in warme Quartiere zur Überwinterung. Sie wählen häufig Gebäude für ihr Winterquartier und verlassen es im Frühjahr. Die Fliegen fühlen sich in der Gartenlaube, dem Dachstuhl, dem Gartenschuppen oder der Garage wohl und verschlafen die kalte Jahreszeit. Im Frühling erwachen sie und nerven ihre menschlichen Mitbewohner.

Fliegen-Horror

Die Eltern von Agnes Nitzsche erlebten beim Betreten des Gartenschuppen einen solchen Schreckmoment. Am Fenster wuselten hunderte Fliegen und versuchten ins Freie zu gelangen. Die Fliegen sind harmlos und nach dem Öffnen des Fensters war nach kurzer Zeit wieder Ruhe im Schuppen. Dennoch ist es unschön. Nicht jeder möchte sein Haus oder Schuppen mit hunderten anderer Lebewesen teilen.

Überwinternden Fliegenarten:

1. Stall- oder Augenfliege

Stall- oder Augenfliege, Musca autumnalis

Stall- oder Augenfliege, Musca autumnalis.

Die Stallfliege ist eine mit der Stubenfliege verwandte Fliegenart. Sie ist von Mai bis Oktober aktiv. Die Weibchen fliegen bei Rindern und Pferden um das Gesicht herum und saugen das Sekret aus Augen, Nase und Maul. Die Männchen ernähren sich von Blütennektar. Im Kot von Weidetieren legen sie ihre Larven ab. Innerhalb weniger Tage durchlaufen sie drei Larvenstadien und verpuppen sich in der Erde.

2. Blockfliege

"Cluster Fly", Blockfliege, Pollenia rudis

„Cluster Fly”, Blockfliege, Pollenia rudis.

Die Blockfliege ist eine Schmeißfliege. Im Sommer fliegt sie von Blüte zu Blüte und erfreut sich an überreifen Früchten und Kadavern. Sie ernährt sich von austretenden Fruchtsäften und austretenden Gewebeflüssigkeiten. Ihre Eier legt sie in Spalten im Erdreich ab. Die Larven sind kleine Parasiten, die durch die Haut von Regenwürmer eindringen und sich von Körperflüssigkeiten und Gewebe ernähren. Sie können den Wirt jederzeit verlassen und zu einem anderen Wirt wechseln. Ihr Entwicklungsstand kann Forensikern einen Hinweis auf den Todeszeitpunkt einer Leiche geben. Die Verpuppung der Larven findet im Erdreich statt.

3. Halmfliege

Halmfliege, Thaumatomyia notata

Halmfliege, Thaumatomyia notata.

Die Halmfliege sieht optisch einer Biene ähnlich. Sie ist gelb-schwarz gefärbt und hat grüne, blaue oder schwarze Augen. Die Larven ernähren sich von Wurzelläusen und gallenbewohnenden Blattläusen. Sie verpuppen sich im Erdboden.
Unliebsame Mitbewohner - Fliegenplage

Fliegen sind harmlos, aber störend.

Vorbeugung

Die Überwinterung der Fliegenarten findet zumeist auf Dachböden, Zwischenwänden sowie Ritzen und Spalten von Gebäuden statt. Über mehrere Generationen fliegen sie dasselbe Winterquartier an. In der Winterzeit nehmen sie keine Nahrung zu sich und vermehren sich nicht. Manchmal verursacht das Einschalten der Heizung ein zu frühes Erwachen aus dem Winterschlaf. Die Fliegen werden spätestens im Frühjahr aktiv und versuchen, zum Licht ins Freie zu fliegen.
Um das Eindringen zu verhindern, müssen Sie die Einschlupfmöglichkeiten verschließen. Nur bauliche Anpassungen verhindern das Wiederkehren der Fliegen. Bringen Sie Fliegengitter an und verputzen Risse in den Wänden. Eine Insektizidbehandlung von Hohlräumen ist angeraten. Mit Leim-Fliegenfängern und UV-Fliegenvernichtern wird lediglich eine Reduzierung der Fliegen erreicht. Wenn Sie die Mitbewohner nicht stören, dann werden Sie spätestens Ende April fliegenfrei sein.

Fliegengitter

Cornelia Diedrichs

von

Meine Seele gehört der Natur, mein Herz gehört dem Schreiben.