Schraube locker?

Bohren und Schrauben: Die beliebtesten Akkuschrauber

Ein Akkuschrauber gehört in jeden Haushalt. Beim Kauf gibt es ein paar Dinge zu beachten. Hier erfahren Sie, worauf es ankommt und sehen, welche Akkuschrauber am beliebtesten sind.

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Bohren, Schrauben, Fräsen: Die beliebtesten Akkuschrauber

Schraube locker? Kein Problem. eGarden stellt Ihnen die beliebtesten Akkuschrauber vor.

Ob im Garten oder Haus: Akkuschrauber gehören für viele Heimwerker zu den absoluten Lieblingswerkzeugen. Und wenn der Nachbar mit dem 14,4-Volt-Schrauber prahlt, muss es halt ein 18-Volt-Schrauber sein. Oder kennen Sie einen Mann, der sich insgeheim nicht darüber freut, wenn die Anschaffung eines neuen Akkuschraubers ansteht? Schließlich gibt es genug Gelegenheiten, damit das gute Stück zum Einsatz kommt. Mittlerweile ersetzen einige Akkuschrauber oft sogar die Bohrmaschine – ganz ohne Kabel. Worauf sollte man beim Kauf eines Akkuschraubers achten?

Essenziell: Die (Grund-)Funktionen

Heutzutage sind Akkuschrauber mehr als bloße Schraubendreher. Man kann mit ihnen bohren, fräsen, schleifen und viele andere Dinge tun. Dabei ist es wichtig, dass der Schrauber auch für jede Situation die nötige Leistung mitbringt. Deswegen gilt es, beim Kauf eines Akkuschraubers auch auf die Spannung, die Voltzahl zu achten. Mehr bedeutet stärker. Mit 10 Volt schrauben Sie auch locker den Ikea-Schrank zusammen. Die Schrauber sind in der Regel sehr kompakt und handlich. 12 und 14 Volt sind entsprechend stärker und mit 18 Volt verschwinden auch dicke Schrauben im Holz. Entscheidend ist das Drehmoment (die Kraft, die der Schrauber während der Drehbewegung aufbringt). 30 Nm (Newtonmeter) reichen in den meisten Fällen locker aus. Wer auch mal dickere Schrauben (10 oder 12 mm Durchmesser) ohne Vorbohren versenken will oder große Löcher mit einem Forstner-Bohrer bohrt, sollte eher 40 Nm am Start haben. Achten Sie auch auf die Größe des Bohrfutters, besonders wenn Sie gelegentlich mit größeren Bohrern hantieren wollen. Die Schlagschrauber-Funktion ist beim Bohren in Beton und bei angerosteten Schrauben nützlich. Mit einem integrierten Licht können Sie selbst in den dunkelsten Ecken noch problemlos schrauben oder bohren.

Akku: Wie lang kann er?

Bei der Kapazität gilt: je höher, desto besser. Die Amperestunden entsprechen dem Benzin im Tank. Ein guter Akkuschrauber sollte mindestens 1 Ah (Amperestunde) haben. Je höher die Akku-Kapazität, desto länger hält der Akku. Am besten kaufen Sie sich ein Gerät, bei dem ein zweiter Akku im Lieferumfang enthalten ist. So umgehen Sie unnötige Pausen, bei denen der Akku wieder aufgeladen werden muss. Einige Ladestationen pumpen einen 1-Ah-Akku in 10 Minuten voll und selbst wenn es 30 Minuten dauert, bekommen Sie den zweiten Akku in der Zeit kaum leer. Achten Sie also darauf, was als Ladezeit angegeben ist. Das kann zwischen ein paar Minuten und mehreren Stunden liegen. Große Akkus mit 2, 3 oder sogar 5 Ah halten zwar viel länger, sind aber auch schwerer und teurer. Bei den Akkus lohnt es sich, bei einem Hersteller zu bleiben. Von Bosch oder Makita gibt es viele weitere Geräte, die Sie mit den (teuren) Akkus betreiben können. Außerdem kann man auch Maschinen ohne Akku kaufen. Das spart enorm. Allerdings macht das die Angebote nicht unbedingt übersichtlicher. Achten Sie bei der Bestellung also genau darauf, was im Lieferumfang ist und lassen Sie sich nicht von einem üppigen Symbolfoto blenden. Dann kommt das vermeintliche Schnäppchen womöglich ohne Koffer, Ladegerät und Akku. NiCD-Akkus gibt es nur noch selten und meistens nur in älteren, billigen Modellen. Besser sind Sie mit Lithium-Ionen-Akkus bedient.

Galerie: Die beliebtesten Akkuschrauber

Drehmomentverstellung

Achten Sie auch darauf, ob das Drehmoment einstellbar ist. Ansonsten kann es leicht passieren, dass Sie die Schraube zu tief ins Holz reindrehen. Mit dem richtigen Drehmoment stoppt der Schrauber automatisch, wenn die Schraube richtig versenkt ist. Damit können Sie eine große Menge Schrauben sehr schnell und gleichmäßig verarbeiten. Außerdem vermeiden Sie, den Schraubenkopf oder den Bit zu beschädigen. Achten Sie auch auf passende Bits, gerade bei Kreuzschlitz nicht selbstverständlich. Im Übrigen lohnt es sich auch, Geld in Bits und Schrauben zu investieren. Mit günstigen Kreuzschlitzschrauben kämpfen Sie sich um ein vielfaches schwerer ab, als mit vernünftigen Torx-Schrauben. Bei ein paar macht das wenig aus, bei einer Bretterwand oder einem Zaun machen die Schrauben und Bits den Unterschied zwischen Quälerei und entspannter Arbeit. Und natürlich muss auch der Akkuschrauber mitspielen.
Die_20_beliebtesten_Akkuschrauber

Das richtige Zubehör ist immens wichtig.

Achten Sie aufs Zubehör

Manche Akkuschrauber gibt es nahezu nackt. Für einen überschaubaren Aufpreis gibt es praktische Aufbewahrungskoffer oder Bohrer und Bits. Lassen Sie sich aber nicht von einem Riesenpaket von billigen Bits blenden. Langfristig kommt es auf den Schrauber an. So teuer kommt eine Bitbox mit Kreuz-, Schlitz-, Imbus- und Torx-Aufsätzen und ein paar Bohrer nicht. Andererseits ist ein dickes Zubehörpaket praktisch, wenn sie gleich loslegen oder alles beisammen haben wollen.
Auch Schmirgel-Aufsätze sind eine Anschaffung wert. Gerade im Garten können so leicht scharfe Kanten oder Grate entfernt werden, ohne dass mühselig selbst Hand angelegt werden muss. Und mit einem Drahtbürsten-Aufsatz lassen sich Türen oder Heizkörper von altem Lack befreien. Manche Akkubohrer werden sogar mit einem Staubfänger geliefert. Das ist besonders praktisch, da bei den Arbeiten mit einem Akkuschrauber oftmals Dreck und Staub anfällt.

Akkuschrauber

Michael Huch

von

Redakteur und Content Manager, interessiert sich für Technik und mag Dinge, die den Alltag erleichtern. Egal ob unterwegs, im Garten oder der Küche.

Alexander Scherb

von

Mit Schrebergarten aufgewachsen, wurde mir die Natur in die Wiege gelegt. Von Ahorn bis Zypressen gilt mein Interesse allem was blüht.