Wasser für die Regentonne

Dachrinne anbauen: Regen in Eigenregie ableiten

Eine Dachrinne anbauen war früher ein klassischer Job für den Klempner. Heutzutage, im Zeitalter der Baumarktketten und dank neuer Materialien, kann fast jeder Heimwerker das selbst erledigen. eGarden erklärt, worauf Sie achten müssen.

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Dachrinne

Eine Dachrinne anbauen ist unkomplizierter als gedacht – gute Planung vorausgesetzt.

Eine Dachrinne anzubauen, macht immer Sinn. Und das nicht nur am Wohnhaus, sondern auch an Carports und Gartenhäusern. Sie sammelt das Wasser vom Dach und leitet es ab. Außerdem schützt sie die Hausmauern vor Durchnässung und fängt wertvolles Regenwasser für die Gartenbewässerung auf. Wurden Dachrinnen früher in der Regel aus Kupfer und verzinktem Stahlblech zusammengelötet, gibt es heutzutage auch Modelle aus Kunststoff, die einfach nur zusammengesteckt oder verklebt werden. In puncto Haltbarkeit muss der Hausbesitzer da kaum noch Abstriche machen. Im Baumarkt um die Ecke oder im Internet, etwa bei Amazon, gibt es ausgeklügelte Dachrinnen-Sets zum Selberanbauen für den ambitionierten Heimwerker. Trotz solcher Bausätze muss das Projekt „Dachrinne anbauen“ vorher sorgfältig geplant werden. eGarden erklärt, was Sie beachten müssen.

Die Planung

Bei der Planung gibt es eigentlich nur zwei Varianten: Sie bauen die Dachrinnen komplett neu an oder Sie ersetzen sie ganz oder teilweise. Zunächst müssen Sie sich für ein Material entscheiden. Zur Auswahl stehen Modelle aus Stahlblech, am besten verzinkt, oder Modelle aus Kupfer oder Aluminium. Die preislich als auch vom Aufwand günstigste Variante sind Dachrinnen aus Kunststoff. Hier werden die Teile einfach nur zusammengesteckt oder geklebt, während bei den Metall- oder Kupfer-Modellen meistens noch gelötet werden muss.
Korrekte Maße: Egal, für welches Material Sie sich entscheiden, die Maße müssen stimmen, damit auch große Regenschauer gut ablaufen. Die genauen Maße für die Rinnen, Winkel und die Fallrohre errechnen sich immer aus der Grundfläche des Dachs. Es gibt sogar eine DIN-Norm, nämlich DIN 19876-100. Danach wird zur Berechnung der richtigen Größe die Stärke des ortsüblichen Gewitterregens berücksichtigt. Wenn Sie alte, bislang gut funktionierende Dachrinnen ersetzen wollen, müssen Sie nur die alten Maße übernehmen. Bei einer Neu-Installation brauchen Sie zur Berechnung die genauen Maße der Dachgrundfläche. Daraus errechnen Sie dann anhand einer Formel die genauen Maße der Rinnen und Fallrohre. Auch die Mitarbeiter im Fachmarkt rechnen Ihnen die passenden Maße aus. Achten Sie darauf, dass die Dehn- und Spannungsfreiheit berücksichtigt wird. Denn durch die Temperaturunterschiede der Jahreszeiten dehnen sich die verschiedenen Materialien unterschiedlich aus.
Die Form: Bei der Form haben Sie Wahl zwischen runden und ovalen Dachrinnen. Oder Sie entscheiden sich für die moderne Kastenform. Wenn Sie alte Halterungen weiter verwenden wollen, sollten die neuen Rinnen allerdings passend gekauft werden.
Dachrinne mit Laub

Ein Dachrinnenschutz gegen Laub ist Pflicht. Sonst müssen Sie im Herbst mehrmals zum Wegräumen auf die Leiter steigen.

Die Halterungen

Sie halten das ganze Konstrukt Dachrinne an Ort und Stelle, müssen dementsprechend stabil sein und ihre Form muss genau zu den Rinnen passen. Auch wenn sich die Haltbarkeit von Kunststoff-Dachrinnen stark verbessert hat, muss das nicht unbedingt für Kunststoffhalterungen gelten. Für kleinere Gartenhäuschen sind sie stabil genug. Aber für lange Dachrinnen am Wohnhaus sind Metallhalterungen die bessere und stabilere Wahl.

Der Dachrinnenschutz

Wenn im Herbst das Laub von den Bäumen fliegt, wird es von den Dachrinnen fast magnetisch angezogen. Ohne passenden Dachrinnenschutz verstopft es dann Rinnen und Abflüsse. Das Geld für entsprechende Dachrinnengitter sollten Sie also auf jeden Fall investieren. Sie sparen sich so eine Menge Arbeit.

Dachrinne anbauen

Sicherheit: Damit Sie beim Anbau der Dachrinne keinen Schaden erleiden, sollten Sie auf die Eigensicherung achten. Am besten, Sie arbeiten zu zweit. Dann fällt das Anbringen langer Stücke auch viel leichter. Stabile Leitern und stabile Standorte sind Pflicht.
Gefälle muss sein: Beim Anbringen der Rinnen sollten Sie ein kleines Gefälle mit einplanen, damit das Wasser stets abfließen kann.
Torsten Stender

von

Komplizierte Ratgeber und Anleitungen sind dem gebürtigen Kieler ein Dorn im Auge. „Verständliche Texte mit Nutzwert sind ja kein Hexenwerk.“

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