Eine Wurzel als Superfood

Yacon – der gesunde Geheimtipp aus den Anden

Yacon stammt ursprünglich aus den Anden und ist auch als Inkawurzel bekannt. Die Inka kannten ihre heilenden Kräfte und kultivierten die Pflanze. Sie gedeiht auch in Deutschland.

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Yacon selbst anpflanzen im Garten

Yacon ist eine interessante Pflanze, die auch Ihren Speiseplan bereichert.

Die Franzosen nennen sie Poire de Terre – Birne der Erde. Yacon schmeckt süß und ähnelt in ihrer Konsistenz der Süßkartoffel. Unter Feinschmeckern gilt die Pflanze als Geheimtipp und als eine Art Obst, das unterirdisch wächst. Spitzenköche setzen Yacon gerne ein, um Speisen zu süßen, und auch bei Ernährungsbewussten ist die Knolle beliebt. Sie hat einige Eigenschaften, die möglicherweise unsere Gesundheit fördern. Angeblich reguliert sie Blutfettwerte, fördert die Verdauung und wirkt sich insgesamt günstig auf den Stoffwechsel aus. Sie scheint sogar das Abnehmen zu unterstützen, weil sie Hungergefühle reduziert. In Lateinamerika trinken die Menschen auch Aufgüsse aus den Blättern, um den Blutzucker zu senken.

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Yacon selbst anpflanzen – wie mache ich das?

Yacon (bei uns auch Yakon) stammt ursprünglich aus den Anden, lässt sich aber auch bei uns leicht anbauen – am besten ab April oder Mai, weil die Pflanze etwas frostempfindlich ist. Sie liebt einen tiefgründig aufgelockerten Boden und – mit ihrem weitverzweigten Wurzelsystem – etwas Abstand zu den Nachbarn. Bis zu 2 kg Knollen produziert eine Pflanze, die eine Größe von etwa 1,5 bis 2 Metern erreicht. Sie gedeiht übrigens auch im Kübel, braucht aber mindestens 60 cm Durchmesser und Tiefe.
Ihre Blüten bildet sie erst im September oder Oktober. Wenn im Herbst der erste Reif kommt, ist es Zeit, die Knollen vor einsetzenden Frösten mit einem Spaten vorsichtig aus der Erde zu heben, da sie relativ leicht brechen. Oberhalb der essbaren Speicherknollen haben sich sogenannte Vermehrungswurzeln (Rhizome) gebildet, die Sie den Winter über an einem frostsicheren, nicht zu trockenen Ort einlagern. Schneiden Sie die helleren Knospen im darauffolgenden Frühjahr in 2 bis 3 cm große Stücke. Idealerweise ziehen Sie die Knospenstücke ab März in kleinen Töpfen (etwa 10 cm) an einem warmen Platz vor und setzen sie später ins Freiland.

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Wie pflege ich die Inkawurzel?

Yacon liebt vollsonnige Standorte sowie regelmäßige und ausgiebige Bewässerung. Die Inka nannten sie nicht ohne Grund „Wasserwurzel“. Sie ist im Grunde bis auf Sonne und Wasser anspruchslos. Wenn Sie die robuste Pflanze später essen, nehmen Sie als Dünger am besten Brennnesseljauche, Gesteinsmehl oder Kompost. Die einzigen Schädlinge, die der Knolle zusetzen sind bei uns Wühlmäuse und Schnecken.

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Was mache ich aus Yacon?
Der Kreativität ist beim Einsatz der Wurzel kaum eine Grenze gesetzt. Geschält eignet sich Yacon als Ergänzung für
  • Smoothies
  • Rohkostsalate
  • Suppen
  • Marmeladen
  • Desserts
Die Wurzel eignet sich auch als Beilage oder Basis vieler Gerichte, getrocknet, gebacken oder frittiert – in der Fritteuse gewinnt die Knolle weiter an Süße. Sirup oder Dicksaft (es gibt auch Pulver und Kapseln) aus der Yacon-Wurzel enthält nur ein Drittel an Kalorien wie herkömmliche Zuckerarten. Sie süßen damit
  • Joghurt
  • Kuchen
  • Müsli
  • Fruchtsäfte
  • Waffeln
  • Kaffee
Dank des hohen Anteils an wertvollen Inhaltsstoffen der Inkawurzel spricht vieles für ein Superfood mit noch kaum bekanntem Potential.