Unkraut und andere Wildpflanzen

Unkraut bestimmen mit praktischen Tipps

Unkräuter machen sich gerne auf Rasenflächen und im Beet breit. Hier erfahren Sie, wie sich Unkraut bestimmen und wirksam vernichten lässt.

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Unkraut bestimmen

Wer die Unkräuter kennt und weiß, warum und woher sie kommen, kann sich die Arbeit auf Dauer erleichtern.

Wenn es im Garten wieder anfängt zu grünen und blühen, sprießen gleich auch die ersten Unkräuter. Den Gärtner erfreut das weniger, sie machen anderen Pflanzen den Lebensraum streitig und entziehen der Erde wichtige Nährstoffe. Wie Sie das Unkraut bestimmen, erklärt Ihnen die Übersicht zu den häufigsten Unkrautarten.
Wildpflanzen und Ungräser sind echte Überlebenskünstler: Sie wachsen nahezu überall und passen sich den verschiedensten Gegebenheiten an. Sie verdrängen eingepflanzte Blumen und breiten sich schnell über große Flächen aus. Daher ist es ratsam, die Störenfriede frühzeitig zu verbannen. Mit geübtem Auge lässt sich Unkraut bestimmen und von angepflanzten Arten unterscheiden. In diesem Artikel erhalten Sie nützliche Hinweise und Tipps gegen Unkräuter.

Diese Unkrautarten finden sich besonders häufig im Garten

Ein oftmals gesehener Gast im Blumenbeet ist Vogelmiere. Zu erkennen ist dieses Unkraut an seinen kleinen weißen Blüten, die bis in den November hinein blühen. Zu den Unkräutern gehört auch das einjährige Rispengras, das sich gerne auf Rasenflächen ausbreitet. Dieses Samenunkraut versteckt sich häufig in Rasenmischungen und lässt sich erst nach einiger Zeit anhand der braungelben bis grünlichen Blüten an den Rispen erkennen. Ein anderer Störenfried im Rasen ist Klee, der die Gräser nach und nach weiter verdrängt. Bekannte Wurzelunkräuter sind der Löwenzahn und die Brennnessel, dieses Unkraut bestimmen Sie kinderleicht. Weitere Wildblumen sind die Acker-Kratzdiestel mit ihren lilafarbenen Blüten sowie die weiß-rosafarbene Ackerwinde. Gefährlich unter den Unkrautarten ist die Ambrosiapflanze, die dem gewöhnlichen Beifuß sehr ähnlich sieht. Ambrosia löst Allergien aus und ist ein äußerst aggressiv wachsendes Unkraut. Mit ihren grünen Blättern, dem behaarten Stängel und dem länglichen Blütenstand lässt sie sich vom Beifuß unterscheiden. Oft wächst Ambrosia anfangs um Vogelhäuschen herum, in denen im Winter über Meisenknödel für die Vögel aufgehängt wurden.

Unkraut schnell und wirkungsvoll loswerden

Zur richtigen Gartenpflege gehört es, Unkräutern vorzubeugen, sodass diese erst gar keine optimalen Wuchsbedingungen vorfinden. Geeignet ist Mulchmaterial wie etwa Lavamulch, mit dem der Boden um die angepflanzten Gewächse herum abgedeckt wird. Achten Sie darauf, dass der Mulch während der Vegetationszeit nicht zu dicht ist. Für Ziergärten eignen sich außerdem Bodendecker: Diese Pflanzen verhindern Unkraut und halten außerdem Feuchtigkeit im Boden. Haben sich Unkräuter bereits in Ihrem Garten ausgebreitet, sollten Sie diese schnellstmöglich vernichten. Besonders schonend für die Erde ist das Jäten. Nach dem Regen ist der Boden aufgelockert und die Wurzeln lassen sich einfacher entfernen. Chemische Unkrautvernichter sind hingegen nur bedingt zu empfehlen, da sie ein Gesundheitsrisiko für Mensch und Tiere darstellen. Ganz zu unterlassen sind ungeeignete Hausmittel, darunter vor allem Salz und Essig. Diese Substanzen gehören zu den verbotenen Pflanzenschutzmitteln, die den Boden zu sehr belasten würden.

Ratschläge für Gartenfreunde – Unkraut per App bestimmen

Fürs Smartphone werden viele praktische Garten-Apps angeboten, die Ihnen bei der Pflege Ihrer grünen Oase helfen. Darunter finden sich auch Apps zur einfachen Bestimmung von zahlreichen unterschiedlichen Pflanzenarten. Eine weitere Quelle sind Online-Datenbanken im Internet, die neben Nutz- und Zierpflanzen auch sämtliche Wildkräuter, Unkraut und Gräser auflisten. Anhand von Fotos und detaillierten Beschreibungen lässt sich das Unkraut bestimmen. Für Hobbygärtner sind solche Datenbanken und Garten-Apps eine willkommene Hilfe. So lässt sich gleich erkennen, welche Gewächse nicht in den Garten gehören und welche Pflanzen bleiben darf.

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