Weintrauben aus dem eigenen Garten

Traubenernte: Süße Früchte für den Obstkorb

Ende August beginnt in den Weinanbauregionen die große Traubenernte. Die erstreckt sich bis weit in den Oktober hinein. Dabei gibt es für die jeweilige Traubensorte nur ein knappes Zeitfenster. Wie Sie Ihre Trauben im Garten richtig ernten lesen Sie hier.

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Weintrauben

Weintrauben anbauen im heimischen Garten wird immer beliebter Im Herbst kommt es dann zur Traubenernte.

Die Traubenernte oder Weinlese in den deutschen Weinanbauregionen hat relativ feste Zeiten. Ab Ende August bis weit in den Oktober hinein werden die meisten Trauben geerntet. Dabei gibt es für die einzelnen Traubensorten immer nur knappe Zeitfenster von zwei bis drei Wochen. Dieses Prinzip gilt im Allgemeinen auch für die Traubenernte im heimischen Garten. Allerdings lässt sich hier bei guter Vorplanung bis zu dreimal im Jahr ernten. Nämlich dann, wenn Sie vorher drei verschiedene Traubensorten angepflanzt haben – eine für die frühe, eine für die mittelfrühe und eine für die späte Lese. Dann lassen sich die ersten Trauben schon am Anfang des Sommers ernten. Während in den großen Anbaugebieten hauptsächlich Traubensorten zum Keltern von Wein angebaut werden, handelt es sich bei den meisten Sorten in heimischen Gärten um Tafeltrauben, die vorrangig für den Verzehr gedacht sind. Natürlich lassen sich auch Traubensorten zum Keltern anpflanzen. Allerdings sollte die Ernte dann schon eine entsprechend große Menge hervorbringen um die Gärballons im Keller zu füllen.

Wann sind die Trauben reif?

Reife Weintrauben erkennen Sie an verschiedenen Merkmalen. Die Kerne haben sich von grün über beige nach braun verfärbt. Die Fruchtstiele werden holzig und die Trauben erscheinen vollständig durchgefärbt. Letztendlich bringt ein Geschmackstest dann die wahre Erkenntnis. Schmecken die Trauben auch noch süß, sind sie reif. Keinesfalls sollten Sie die Trauben zu früh ernten. Sie gehören nämlich zu den so genannten nicht-klimakterischen Früchten. Was soviel heißt, dass sie nach dem Pflücken nicht mehr nachreifen. Belassen Sie die Trauben lieber noch ein paar Tage zum Sonnenbaden an der Pflanze. Probieren Sie zwischendurch immer mal wieder. Beschädigte Trauben sollten Sie während des Reifeprozesses regelmäßig entfernen. Und wenn Sie es genau wissen wollen, rücken Sie den Trauben mit Hightech zu Leibe. Mit einer Mostspindel oder einem Refraktometer lässt sich der genaue Zuckergehalt bestimmen. Solche Geräte bekommen Sie etwa bei Amazon.

Trauben ernten und Lagern

Direkt nach der Ernte: Wenn die Trauben reif sind, schneiden Sie sie mit einer Gartenschere am Stiel ab. Entfernen Sie beschädigte und von Tieren angefressene Trauben. Frisch geerntet schmecken die süßen Früchte am besten. Bei Zimmertemperatur und im Obstkorb halten die Trauben ungefähr fünf Tage durch, bevor sie schlecht werden.
Traubenernte

Sind die Trauben reif, werden sie mit einer Gartenschere sauber am Stiel abgeschnitten.

Im Kühlschrank lagern: War die Ernte üppig, müssen Sie nicht auf Teufel komm raus tagelang Weintrauben essen. Verpacken Sie die Trauben, möglichst ungewaschen, in Frischhaltebeutel oder geeignetes Frischhaltegeschirr, und deponieren Sie die Trauben so im Kühlschrank bei vier bis fünf Grad Celsius. So halten sich die Weintrauben bis zu 14 Tage. Bevor Sie die Trauben aus dem Kühlschrank verzehren, nehmen Sie sie etwa 20 Minuten vorher heraus, waschen sie und warten bis sie Zimmertemperatur haben. Denn durch die Kühlung büßen die Trauben etwas an Aroma ein.
Im Eisfach lagern: Bis zu sechs Monate halten die süßen Trauben durch, wenn Sie sie einfrieren. Durch die glatte Schale werden Weintrauben nach dem Auftauen nicht matschig sondern bleiben knackig und frisch. Dazu waschen Sie die Trauben in einem Sieb und trocknen sie dann, am besten mit Papier-Küchentüchern. Legen Sie die einzelnen Trauben dann jeweils ohne Stiel nebeneinander auf eine Unterlage, etwa ein Backblech. Und zwar so, dass sich die Trauben nicht berühren. Nun geht’s ab in das Schnell-Gefrierfach für vier bis fünf Stunden. Lassen Sie die Trauben aber nicht länger als eine Nacht dort. Wenn Sie durchgefroren sind, verpacken Sie sie umgehend in Gefrierbeutel oder geeignete Behälter und dann in den normalen Tiefkühler.
Torsten Stender

von

Komplizierte Ratgeber und Anleitungen sind dem gebürtigen Kieler ein Dorn im Auge. „Verständliche Texte mit Nutzwert sind ja kein Hexenwerk.“

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