Die tolle Knolle mit den vielen Namen

Topinambur: Aus der Erde in den Kochtopf

Kleine Sonnenblume oder Kartüffel – die Topinambur hat viele Namen und ist auch hierzulande sehr beliebt und in vielen Gemüsebeeten präsent. Topinambur-Ernte-Zeit ist grundsätzlich das ganze Jahr. eGarden erklärt, was Sie dabei beachten müssen.

Datum:
Topinambur-Ernte

Nach der Topinambur-Ernte ist die frische Knolle nur ein paar Tage im Keller oder im Kühlschrank haltbar.

Die Topinambur-Pflanze ist eine Nutzpflanze, deren Knolle essbar ist. Sie gehört zur Familie der Korbblütler und zählt zur selben Gattung wie die Sonnenblume. Ihre Blüten sind knallig gelb und sie kann mehrere Meter hoch werden. Ihren ungewöhnlichen Namen hat die Topinambur von einem echten Indianerstamm. Anfang des 17. Jahrhunderts fand die Pflanze per Schiff von Südamerika nach Frankreich den Weg nach Europa. Ihr besonderer Geschmack verhalf der Knolle schnell zu Ruhm. Schon bald galt sie als Delikatesse an den französischen Fürstenhöfen. Auch hierzulande war die Topinambur lange verbreitet, bis sie von der Kartoffel abgelöst wurde. Seit einiger Zeit feiert die tolle Knolle ein Comeback in vielen Gärten und auf so mancher Speisekarte. Das Gewächs ist frosthart und Topinambur-Ernte-Zeit ist eigentlich das ganze Jahr über – sogar an frostfreien Tagen im Winter. Haupt-Ernte-Zeit ist aber Herbst. Im Hochsommer bei großer Hitze sollten Sie die Knollen im Boden lassen. Bei Hitze haben sie weniger Wasser, schrumpfen dann ein wenig und schmecken zäh. Was sie bei der Ernte noch beachten sollten, lesen Sie im Folgenden:

Achtung wuchernder Wurzelwuchs

Wenn Sie den Anbau erst planen, sollten Sie bedenken, dass die Topinambur-Pflanze sich unterirdisch schnell ausbreitet und auch vor Nachbargrenzen nicht halt macht. Wenn Sie also dicht am Nachbargrundstück anbauen wollen, sollten Sie an eine Wurzelsperre denken. Oder Sie einigen sich mit Ihrem Nachbarn. Damit die schnell wachsende Topinambur nicht auswuchert, muss sie auch rechtzeitig geerntet werden. Übrigens: Der Ertrag lässt sich steigern, wenn Sie die Blüten entfernen.

Topinambur ernten

Die Ernte gestaltet sich ziemlich einfach. Die Knollen werden einfach am Pflanzenstängel aus der Erde gezogen. Die Grabegabel kann zur Hilfe genommen werden, sollte der Boden zu hart sein. Denken Sie nur daran, immer ein bis zwei kleine Knollen für die nächste Saison im Boden zu lassen.
Topinambur-Suppe

In der Küche kann die Topinambur-Knolle vielseitig eingesetzt werden, etwa für eine leckere Suppe.

Und nach der Ernte?

Die Knollen der Topinambur-Pflanze lassen sich nach der Ernte ungewaschen und im Kühlschrank nur ein paar Tage halten. Das liegt daran, dass sie ihr Wasser viel schneller verlieren als vergleichsweise Kartoffeln. In einem kühlen und dunklen Keller, ebenfalls ungewaschen und eingegraben in fünf Zentimeter tiefem Sand, etwa in einer Holzkiste, halten die Topinambur-Knollen fast drei Monate durch. Länger geht es nur, wenn Sie die Knollen einfrieren. Dann sollten Sie die Knollen vorher schälen und in heißem Wasser blanchieren. So sind die Topinambur-Knollen ungefähr ein Jahr lang haltbar.
Torsten Stender

von

Komplizierte Ratgeber und Anleitungen sind dem gebürtigen Kieler ein Dorn im Auge. „Verständliche Texte mit Nutzwert sind ja kein Hexenwerk.“

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