Wurmkillende Studentenblume

Tagetes - die perfekten Lückenfüller fürs Beet

Ihr Beet hat ein Plätzchen frei? Dann pflanzen Sie Tagetes. Die Studentenblumen sind nicht nur optisch ein Knaller, sie eignen sich super als Kurpackung für Ihren Boden.

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Tagetes

Der hübsche Tausendsassa Tagetes killt Fadenwürmer und ist ein sehr guter Bodenverbesserer.

Tagetes, Studentenblume, türkische Nelke, Totenblume – das gelb-orangefarbene Blümchen aus der Familie der Korbblütler hat gleich mehrere klangvolle Namen. Wer auf seinem Gemüsebeet noch etwas Platz hat oder nach den Regeln der Fruchtfolge gärtnert, pflanzt Tagetes als Gründünger. Denn Tagetes sind richtig fleißige Bodenverbesserer. Sie helfen beim Befall mit Fadenwürmern bei Möhren, Zwiebeln oder Kartoffeln. Gleichzeitig sind sie ein Frischekick für Ihren Boden. Ein Bodentest ermittelt etwaige Belastungen im Boden und zeigt auf, welche Nährstoffe, Mineralstoffe und Spurenelemente Ihr Gartenboden braucht.

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Was bringen Tagetes für Ihren Garten?

  • Tagetes vertreiben lästige Fadenwürmer (auch Bodenälchen, Nematoden) aus dem Gartenboden. Der Trick: Tagetes scheiden über ihre Wurzeln Duftstoffe aus, die Fadenwürmer anlocken. Sobald die Nematoden versuchen, in die Wurzeln einzudringen, setzen Tagetes ein tödliches Gift frei. Nach drei Monaten auf dem Gemüsebeet haben Tagetes in der Regel alle Fadenwürmer eliminiert.
  • Studentenblumen haben einen ganz besonders kräftigen Duft. Dieser Geruch ist nicht jedermanns Sache. Aber er schreckt Mücken und andere Schadinsekten ab.
  • Tagetes lockern mit ihren Wurzeln verdichtete Stellen im Boden auf. Der Boden bekommt wieder Luft und speichert besser Wasser.
  • Studentenblumen befestigen den Boden und wirken so Verschlämmungen entgegen. Gleichzeitig beschatten Sie den Boden, der deshalb langsamer austrocknet.
  • Tagetes schaffen ein ausgeglichenes Bodenklima. Pflanzen Sie Tagetes sowohl vor der ersten Saat als auch als Nachsaat. Das durchlüftet und aktiviert den Boden und steigert den Humusgehalt. Den Aufwuchs graben Sie im Herbst einfach als Gründünger unter oder kompostieren ihn zu Komposterde.
  • Tagetes begrünen leere Stellen auf dem Beet. Wo Sie die fleißigen Studentenblumen pflanzen, wächst also kein Unkraut mehr.
  • Tagetes lenken Schnecken von Ihrem Salat oder Ihren Erdbeeren ab, denn Schnecken essen für ihr Leben gerne Tagetes.
  • Und nicht zuletzt: Studentenblumen sind schöne, bei Bienen beliebte Zierpflanzen. Bienenfreunde kaufen am besten ungefüllte Tagetes-Sorten.

Wie pflanze ich Tagetes an?

Die einjährige Tagetes ziehen Sie ab Mitte März in der Wohnung vor. Ab April bis Juni setzen Sie die Samen oder Jungpflänzchen mit einer Saattiefe von 1 bis 2 Zentimetern direkt ins Beet. Vorzugsweise in der Sonne oder im Halbschatten. Studentenblumen keimen innerhalb von 10 und 15 Tagen und mögen keine Kälte. Gießen Sie Tagetes regelmäßig, Dünger brauchen Tagetes kaum. Junge Pflanzen wildern Sie deshalb erst nach den Eisheiligen mit je 30 mal 10 Zentimetern Abstand draußen aus. Die Sommerblume erreicht je nach Sorte 60 bis 80 Zentimeter Höhe. Alternativ kaufen Sie sich einfach fertige Tagetes-Pflanzen. Im Fachhandel erhalten Sie ein umfangreiches Sortiment an Tagetesarten. Hilfreiche Sorten gegen Nematoden sind Tagetes Single Gold und Mischungen mit Ringelblumen, Sonnenhut oder Kokardenblumen (zum Beispiel Boden-Therapie, Gartendoktor). Tagetes blühen ab Juli in orangen, gelben und bräunlichen Nuancen. Als Bodenverbesserer säen Sie Tagetes gerne erst im August nach der Gemüseernte.

Tagetes

Silke Orth

von

Das Paradies kann warten – ich bin im Garten.