Effektive Schädlingsbekämpfung

Rostpilzbefall: Das können Sie dagegen tun

Wenn sich auf der Blattoberseite von Blumen und Bäumen gelbliche bis rotbraune Flecken bilden, liegt häufig ein Rostpilzbefall vor. eGarden sagt, wie Sie die Pflanzenkrankheit effektiv bekämpfen.

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Rostpilz auf Blättern

Sobald Sie einen Rostpilzbefall erkennen, sollten Sie die Blätter schnellstmöglich entfernen.

Pilzerkrankungen an Pflanzen sind der Albtraum jedes Gärtners – der Rostpilzbefall bildet keine Ausnahme. Er sorgt für ostbraune Pusteln an Blattober- und Unterseite, die mit der Zeit das gesamte Blatt durchziehen und dem Gewächs die Nährstoffe rauben. Schließlich führt der Rostpilz dazu, dass die Blätter absterben.

Welche Pflanzen sind betroffen?

Am häufigsten tritt die lästige Pflanzenkrankheit bei Rosen auf, was dem Pilzgeflecht den Beinamen Rosenrost eingebracht hat. Doch auch andere Garten- und Balkonblumen wie Nelken, Fuchsien, Geranien, Malven, Chrysanthemen oder Löwenmäulchen sind anfällig für einen Befall. Ebenso tritt der Rostpilz häufig bei Birken, Tannen, Weiden, Fichten, Kiefern und Eberesche sowie bei Kräutern oder auch Schnittlauch auf. Das Problem: Wenn Sie nichts dagegen unternehmen, überwintern die parasitären Schädlinge an den Pflanzen und suchen sich im Sommer einen neuen Wirt, um sich weiter auszubreiten.
Rosenrost

Entsorgen Sie befallenes Blattwerk niemals im Biomüll oder auf dem Kompost, damit sich der Pilz nicht weiterverbreiten kann.

So bekämpfen Sie Rosenrost

Rosenpilz befällt Ihre Gartenpflanzen oftmals schon unmittelbar nach dem Austrieb. Es ist wichtig, dem Pilzgeflecht möglichst schnell entgegenzuwirken, da eine Bekämpfung für gewöhnlich nur bei einem leichten Befall zum Erfolg führt. Entfernen Sie die erkrankten Blätter und entsorgen diese am besten im Restmüll und nicht auf dem Kompost. Denn gerade feuchte und warme Witterungsbedingungen fördern die Sporenkeimung. Meist tritt die Krankheit in den späten Frühlingsmonaten auf. In dieser Zeit sollten Sie Ihre Pflanzen regelmäßig nach befallenen Stellen absuchen und diese unmittelbar entfernen beziehungsweise großzügig zurückschneiden.
Bei einem ausgeprägten Befall haben Sie außerdem die Möglichkeit, den Pilz mit Schädlingsbekämpfungsmittel unter Kontrolle zu bringen. Hierzu können Sie zu Produkten aus dem Handel zurückgreifen (ab 8,45 Euro pro 500 Milliliter bei Amazon) oder Sie setzen einen umweltfreundlichen Sud aus Ackerschachtelhalm, Knoblauch, Wermut, Zwiebeln oder Schafgarbe und Rainfarn an – Blätter und Zehen klein schneiden, mit kochendem Wasser übergießen, 24 Stunden ziehen lassen und dann durch ein Sieb abgießen. Sprühen Sie den Sud über betroffene Stellen und lassen Sie ihn drei Tage einwirken. Das ganze Prozedere wiederholen Sie in regelmäßigen Abständen von einer Woche. Wichtig: Sprühen Sie auch die Unterseite der Blätter ein!

Rostpilzbefall vorbeugen

Damit es gar nicht erst zu einem Befall kommt, können Sie Ihre Pflanzen von vornherein schützen. Stehen sie im Schatten, empfiehlt es sich, beim Gießen darauf zu achten, auch wirklich nur den Boden zu bewässern und nicht die Blätter. Wichtig ist auch, dass Ihren Gewächsen immer genügend Nährstoffe zur Verfügung stehen. Gerade Kalium ist essenziell. Einen guten Kaliumdünger bekommen Sie bereits ab 9,95 Euro pro 250 Milliliter bei Amazon. Ein weiterer Tipp zur Vorbeugung ist, perfekt harmonierende Pflanzenpaare zu bilden. Rosen sind beispielsweise weniger anfällig, wenn Sie Schnittlauch direkt daneben pflanzen.
Jan-Christoph Öhlenschläger

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Der junge Redakteur und Kulturwissenschaftler Jan-Christoph Öhlenschläger steht für seriösen Verbraucherjournalismus, der kompetent informiert, Orientierung bietet und Entscheidungen erleichtert – besonders in den Bereichen Technik, Garten und Küche.

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