Vom Samen bis zur Blüte

Rosen züchten: Ein langwieriger Prozess

Sie möchten Rosen züchten und der Sorte einen eigenen Namen geben? Dann brauchen Sie nicht nur einen grünen Daumen, sondern auch viel Geduld. eGarden sagt, was Sie beachten müssen und wie Sie Ihre Pflanzen erfolgreich vermehren.

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Rosensträucher

Für eine bunte Blütenpracht: Wer Rosen züchten möchte, steht vor einer anspruchsvollen Aufgabe.

Um neue Rosensorten zu kreieren, müssen Sie selber Rosen züchten. Das erfordert viel Pflanzenpflege und vor allem Zeit. Es kann bis zu zehn Jahre dauern, bis eine Blume zur Blüte gelangt. Anders als die Vermehrung, also der Vervielfältigung einer bereits vorhandenen Sorte, stellt das Züchten Pflanzenliebhaber vor eine weitaus kompliziertere Aufgabe.

So fängt es an: Rosen pflanzen

Für eine Rosenzucht benötigen Sie im ersten Schritt zunächst einmal Samen. Diese bekommen Sie von komplett ausgereiften Hagebutten. Am besten ziehen Sie im Herbst los und pflücken ein paar Früchte, die Sie anschließend entkernen. Wichtig ist, dass die Samen gänzlich frei von Fruchtfleisch sind. Daher empfiehlt es sich, das Saatgut in einem Küchensieb zu waschen und die Fruchtreste gründlich abzulösen. Anschließend lassen Sie die Samen vorkeimen. Hierzu legen Sie die Hagebuttenkerne in zwei feuchte, von einer Plastiktüte ummantelte Papiertücher oder in ein Kunststoffbehältnis mit angefeuchtetem, salzfreien Sand und stellen dieses für mehrere Wochen in das Gemüsefachs des Kühlschranks. Kontrollieren Sie ein bis zweimal pro Woche, ob bereits die ersten Keimlinge sprießen und halten Sie Ihr Saatgut stets feucht. Erfahrungsgemäß kann es bis zu vier Monaten dauern, bis die ersten Samenkörner keimen. Zudem bilden im Idealfall gerade einmal 30 Prozent überhaupt Keimlinge aus.

Galerie: So können Sie Rosen selber züchten

Im nächsten Schritt können Sie die austreibenden Samen in sterile Anzuchterde (ab 4,99 Euro pro 20 Liter bei Amazon) einpflanzen. Der Trieb muss dabei nach unten zeigen und sollte in etwa 6 Millimeter tief in der Erde stecken. Halten Sie zwischen den Samen einen Abstand von rund fünf Zentimetern ein. Bei konstanter Bodentemperatur und -feuchtigkeit zwischen 16 und 21 Grad Celsius und mindestens sechs Sonnenstunden täglich gedeihen die Rosensamen am besten.
Sobald sich die ersten richtigen Blätter gebildet haben oder die Erde stark durchwurzelt ist, sollten Sie versuchen, die Gewächse in größere Töpfe umzupflanzen. Der ideale Zeitpunkt hierfür ist im Winter oder im Frühjahr. Richten Sie sich bei der Umpflanzung nach derselben Pflanzhöhe wie zuvor und vermeiden es nach Möglichkeit, Teile des Stängels einzugraben. Hat die Pflanze das Umtopfen gut überstanden, müssen Sie regelmäßig gießen und düngen. Wie Sie hierbei am besten vorgehen, erfahren Sie in einem Extra-Ratgeber.
Die einzelnen Schritte zur Rosenzucht haben wir in der obigen Bildergalerie für Sie zusammengefasst.

Rosen erfolgreich vermehren

Am einfachsten und schnellsten vermehren Sie Ihre Rosen mit Stecklingen. Hierzu schneiden Sie nach der Blüte einen etwa 20 Zentimeter langen Steckling aus dem verblühten Trieb. Lassen Sie lediglich die obersten Blätter stehen und entfernen alle Blütenreste, bevor Sie die Stecklinge bis zur Hälfte in feuchte Erde setzen. Im Zuge des Wachstumsprozesses werden Sie bemerken, dass viele Triebe absterben. Diese sollten Sie umgehend entfernen, um das Wachstum nicht negativ zu beeinträchtigen. Im Idealfall können Sie sich schon im nächsten Frühling über weitere Rosen freuen.
Jan-Christoph Öhlenschläger

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Der junge Redakteur und Kulturwissenschaftler Jan-Christoph Öhlenschläger steht für seriösen Verbraucherjournalismus, der kompetent informiert, Orientierung bietet und Entscheidungen erleichtert – besonders in den Bereichen Technik, Garten und Küche.

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