Mehr Blütenpracht im Garten

Rosen vermehren mit Stecklingen

Von Rosen können viele Hobbygärtner gar nicht genug bekommen. Wie Sie Rosen mit Stecklingen vermehren, erfahren Sie hier.

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Rosen vermehren

Die Rose gilt als Königin der Blumen – so ist auch das Rosen vermehren eine wahre Kunst.

Rosen gehören zu den schönsten und edelsten Blumen. Im Garten, auf dem Balkon und auf der Terrasse sind sie eine echte Augenweide. Wer die eigenen Rosen vermehren möchte, findet hier eine einfache Schritt-für-Schritt-Anleitung.
Von Anfang Juni bis Ende August blühen in Gärten, Balkonkästen und Kübeln Rosen. Die zarten Blüten und der unverwechselbare Duft der Rose machen sie zur Königin aller Blumen, die aber den Ruf hat, nicht einfach in der Pflege und Zucht zu sein. Doch wer Rosen von Anfang an am richtigen Ort pflanzt und richtig pflegt, darf sich über einen Sommer voller Blüten freuen.

Rosen vermehren: eine Kunst

Professionelle Rosenzüchter und Gärtnereien vermehren Rosen durch Veredlung. Dabei wird eine Rose gleichsam auf eine andere aufgesetzt. Doch das ist aufwendig, braucht spezielles Werkzeug und extrem fehleranfällig. Leichter ist das Vermehren von Rosen für Hobbygärtner mit Stecklingen: Dazu brauchen Sie nur einen gut verholzten Trieb, ein Beet bzw. einen Topf und ein wenig Glück.

Rosen vermehren mit Stecklingen – so wird aus dem Steckling eine neue Rose

Das Vermehren anhand von Stecklingen funktioniert nicht bei allen Rosen. Doch vor allem bei Bodendeckerrosen, Strauchrosen, Kletterrosen und Ramblerrosen lassen sich mit dieser Methode gute Ergebnisse erzielen. Der beste Zeitpunkt zum Schneiden und Setzen der Stecklinge ist der August. Und so geht's:

Triebe schneiden

Wählen Sie einen gut verholzten, verblühten Rosentrieb aus und schneiden Sie von diesem ein etwa 20 cm langes Stück ab. Planen Sie pro Pflanze drei Triebe ein, denn nicht alle Triebe entwickeln sich und wachsen an.
Schneiden Sie im unteren Bereich des Triebes alle Blätter ab und lassen Sie oben nur ein Blattpaar stehen. Entfernen Sie auch eventuelle Blütenreste und die Dornen.

Stecklinge pflanzen

Stecken Sie die Triebe nun bis zur Hälfte in feuchte, humusreiche Erde. Das kann ein Beet, ein Balkonkasten oder auch ein Topf sein. Achten Sie darauf, dass mindestens 30 cm Erde vorhanden sind, da Rosen Tiefwurzler sind. Der Standort für die Triebe sollte im Schatten oder Halbschatten liegen.
Am einfachsten ist es, Löcher vorzustechen, die Triebe ins Erdreich zu stecken und die Löcher aufzufüllen. Gießen Sie die Triebe nun gründlich an. Bedecken Sie sie mit einer umgedrehten halbierten Plastikflasche oder einem Einmachglas: Das Mikroklima unter der Haube sorgt für ideale Anwachsbedingungen. Allerdings sollten Sie das regelmäßige Lüften nicht vergessen.

Stecklinge umpflanzen

Bis an den Stecklingen frische Blätter wachsen, vergehen Monate. Triebe, die sich braun oder schwarz färben, können entsorgt werden: Sie haben es nicht geschafft.
Frühstens ab Mai, besser im Spätsommer des darauffolgenden Jahres können Sie die Stecklinge an ihren endgültigen Ort umpflanzen.

Galerie: So können Sie Rosen selber züchten

Tipps für die Rosenzucht

  • Die meisten Rosen brauchen Sonne – und das mindestens vier Stunden am Tag. Pflanzen Sie sie deshalb an einen sonnigen Platz, an dem gelegentlich ein Lüftchen weht.
  • Viel düngen und viel gießen – so lautet das Geheimnis erfolgreicher Rosenzüchter. Beim Gießen achten Sie darauf, dass das Wasser bis zu den tiefsten Wurzeln gelangt.
  • Achten Sie beim Kauf auf starke, robuste Triebe, denn nur aus diesen werden sich langlebige widerstandsfähige Blumen entwickeln.
  • Rosen brauchen nach unten hin viel Platz. Sollen sie im Topf, Kübel oder Balkonkasten gedeihen, benötigen sie dort mindestens 50 cm Erdreich.

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