Schutz für alle Beete

Rindenmulch im Garten richtig verwenden

Unkrautunterdrückende Baumrinde als Bodenverbesserer: Rindenmulch schützt Gartenböden vor Austrocknung und Erosion. Worauf Sie beim Kauf achten sollten und wie Sie die Holzreste am besten verwenden, erfahren Sie in unserem Ratgeber.

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Rindenmulch in Schubkarre

Dank Rindenmulch kommt es seltener zu Unkrautbildung und der Garten wird wesentlich pflegeleichter.

Mit Rindenmulch führen Sie Ihrem Garten auf natürliche Weise wichtige Nährstoffe zu und schützen ihre Beete zugleich vor lästigem Wildwuchs. Viele Hobbygärtner, aber auch Profis, schwören auf die Schutzschicht aus unzersetzten Holzresten, doch bei falscher Anwendung können Sie Ihren Boden ebenso zerstören.

Vor- und Nachteile von Rindenmulch

Einer der wesentlichen Vorteile von Rindenmulch ist die natürliche Unkrautbekämpfung ohne Chemie. Samen können die Schutzdecke nicht durchdringen und auf der gemulchten Oberfläche keine Wurzeln schlagen. Außerdem verhindern die Holzstückchen Bodenerosionen, da Regenwasser und Co. der Schicht ebenfalls nichts anhaben können. Doch die Mulchdecke schützt nicht nur vor Abschwemmungen, sondern speichert auch die Sonne. Das bietet einen optimalen Frostschutz und sorgt zudem für eine ausgeglichene Temperatur im Boden. Auf der anderen Seite wirkt der Schutz auch von innen: Durch Verdunstung aufsteigende Feuchtigkeit kann den Mulchwall nicht durchdringen und bleibt dem Boden unter der Schicht erhalten, sodass dieser nicht austrocknen kann.
Beet mit Rindenmulch

Rindenmulch bietet idealen Schutz vor Regenschauern und sorgt unter der Holzschicht für eine ausgeglichene Bodentemperatur.

Wer jetzt glaubt, dass er dann ja auch gleich den kompletten Garten mulchen könne, befindet sich auf dem Holzweg. Denn aufgrund des hohen Stickstoffanteils vertragen längst nicht alle Pflanzen die Baumrinde. Flachwurzler wie Erdbeeren, Himbeeren oder auch Gemüsestauden sollten Sie besser überhaupt nicht mulchen.

Hochwertige Ware erkennen

Achten Sie beim Kauf auf Qualität und machen den Geruchstest: Qualitativ minderwertiger Rindenmulch riecht säuerlich, schwefelig und bereits leicht verrottet. Leider sind die Hersteller gesetzlich nicht dazu verpflichtet, auch tatsächlich Rinde zu verwenden. So darf der Inhalt auch zu hundert Prozent aus Fremdstoffen bestehen. Ob wirklich echte Rinde drin ist, erkennen Sie in jedem Fall am RAL Gütezeichen der Gütegemeinschaft Substrate für Pflanzen. Bei Amazon bekommen Sie den natürlichen Bodenverbesserer ab 9,99 Euro pro Liter.

Rindenmulch richtig verwenden

Die optimale Schutzschicht für Ihren Boden hat eine Stärke von 3 bis 10 Zentimetern. Bei Bodendeckern beispielsweise ist eine niedrigere Aufschichtung, etwa 3 bis 6 Zentimeter, ideal. Am besten vermischen Sie den Rindenmulch beim Ausstreuen mit etwa 40 bis 80 Gramm Hornspänen pro Quadratmeter, um einen Stickstoffausgleich zu schaffen. Wichtig: Vorher sämtliches Unkraut restlos entfernen!
Insbesondere bei größeren Flächen fällt es einem oft nicht leicht, die richtige Menge an Rindenmulch zu berechnen. Mithilfe einer simplen Faustformel versorgen Sie Ihren Boden ideal und decken den Bedarf bestens ab: Pro Quadratmeter und Zentimeter Schichthöhe 10 Liter Rindenmulch. Wenn Ihr Beet also beispielsweise 10 Quadratmeter groß ist und eine 5 Zentimeter hohe Mulchdecke bekommen soll, multiplizieren Sie einfach Quadratmeter mal Höhe mal 10 Liter und erhalten die perfekte Menge – in diesem Beispiel also 500 Liter.
Da die Schicht mit der Zeit verrottet und sich dementsprechend absenkt, sollten Sie alle drei bis vier Jahre erneut mulchen.
Jan-Christoph Öhlenschläger

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Der junge Redakteur und Kulturwissenschaftler Jan-Christoph Öhlenschläger steht für seriösen Verbraucherjournalismus, der kompetent informiert, Orientierung bietet und Entscheidungen erleichtert – besonders in den Bereichen Technik, Garten und Küche.

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