Des Gärtners bester Freund

Regenwurm – der wichtigste Gartenhelfer

Sie lockern die Erde auf und liefern wichtige Nährstoffe und Mineralien: Regenwürmer sind das beste Anzeichen für einen gesunden Boden. In unserem Ratgeber stellen wir die glitschigen Tierchen vor und sagen, warum ein Regenwurm so wichtig für den Garten ist.

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Regenwurm im Gras

Ein Regenwurm sorgt für klare Bodenverhältnisse im heimischen Garten.

Die meisten Menschen finden sie eklig, kleine Kinder sehen sie als lebendiges Spielzeug – dabei sind Regenwürmer gerade für Gärtner eine echte Wunderwaffe für einen besseren Gartenboden. Je mehr von den schleimigen Glibbertierchen sich in ihren Beeten oder auch auf dem Rasen ansiedeln, desto besser. Denn was die kleinen Nützlinge nicht mögen, bekommt in der Regel auch Ihren Gewächsen nicht gut. Daher ist es wichtig, den in Wohnröhren lebenden Tunnelbauern optimale Bedingungen zu schaffen. So mag der Regenwurm keinen mineralischen Dünger. Des Weiteren sollten Sie möglichst viele verschiedene Pflanzen setzen, die Flächen jedoch nicht komplett zupflastern und den Boden nach Möglichkeit lieber etwas seltener umgraben oder pflügen, um die Würmer nicht versehentlich zu zerhacken. Unter geschützten Bedingungen können die kleinen Gartenhelfer sogar bis zu acht Jahre alt werden.

Warum Regenwürmer so wichtig sind

Immer wenn es regnet, kriechen sie aus der Erde – warum das so ist, darüber streiten sich Wissenschaftler bis heute. Fest steht nur, dass Regenwürmer keine Atmungsorgane besitzen, lebensnotwendigen Sauerstoff stattdessen über die Haut aufnehmen und sogar dazu in der Lage sind, das Oxygenium aus dem Wasser zu lösen. Zudem lockern die Tunnel den Boden auf, durchmischen die Gartenerde, sorgen so für eine bessere Belüftung und ermöglichen es dem Boden auf diese Weise, Wasser besser zu speichern. Darüber hinaus fressen die Nützlinge getrockneten Grasschnitt, halbverrotteten Kompost und Pflanzenabfälle jeglicher Art. Sie ziehen beispielsweise Laubblätter tief in ihre Gänge hinein und halten Beet und Grünflächen als die wichtigsten organischen Abfallbeseitiger im Garten stets sauber. Durch die hohe Nährstoffaufnahme über die abwechslungsreiche grüne Nahrung enthalten die erdfarbenen Ausscheidungen der regen Würmchen viel Kalk, Stickstoff, Phosphor und Kalium – ein hervorragender natürlicher Dünger, der den Boden stabilisiert, Erosionen entgegenwirkt und die Fruchtbarkeit des Bodens fördert. Im Grunde genommen vertilgen die aktiven Würmchen abgestorbene Pflanzenreste und scheiden am Ende fruchtbare Erde aus. Effektiver geht es nun wirklich nicht.
Regenwürmer im Kompost

Als sogenannte Kompostwürmer machen die kleinen Glibbertierchen ebenfalls einen guten Job.

Würmer erzeugen fruchtbaren Kompost

Als sogenannte Mist-, Humus- oder Kompostwürmer bauen die Gartenhelfer keine Tunnel, sondern erzeugen krümelige Erde, die eine optimale Kompostierung unterstützt – auch bei niedrigeren Temperaturen. Um die glibberigen Wenigborster anzulocken, empfiehlt es sich, auf ihre Lieblingsspeisen zurückzugreifen. Hierzu zählen in erster Linie Kaffeesatz, Abfälle von Zwiebeln und Stallmist, auf den im Übrigen auch die Bezeichnung Mistwurm zurückgeht.
Jan-Christoph Öhlenschläger

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Der junge Redakteur und Kulturwissenschaftler Jan-Christoph Öhlenschläger steht für seriösen Verbraucherjournalismus, der kompetent informiert, Orientierung bietet und Entscheidungen erleichtert – besonders in den Bereichen Technik, Garten und Küche.

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