Die besten Anbau-Tipps

Pilze züchten im eigenen Garten – so geht’s

Pilze wachsen nicht nur im Wald. Einige Arten können Sie auch an schattigen Stellen im Garten anbauen. Was Sie beachten müssen und worauf es ankommt, wenn Sie selbst Pilze züchten möchten, erfahren Sie hier.

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Pilze züchten

Ob auf Holz oder auf Stroh – im Garten können Sie auf unterschiedliche Weise Pilze züchten.

Pilze im Wald zu pflücken und anschließend in der Pfanne zuzubereiten, verspricht abenteuerlichen Spaß und kulinarische Gaumenfreude in einem. Ein Problem stellt nur häufig die Bestimmung der essbaren und der giftigen Arten dar. Wer sich nicht sicher ist, ob es sich um einen Speisepilz handelt, aber dennoch nicht auf den Genuss verzichten möchte, der kann einfach selbst im Garten Pilze züchten. Hierzu gibt es viele verschiedene Möglichkeiten. Dabei entscheidend: die Pilzsorte. Jede Art stellt andere Wachstumsbedingungen. eGarden sagt, wie es auch bei Ihnen mit der eigenen Ernte klappt.

Einfach züchten mit Fertigkulturen

Die bequemste Methode des Pilzanbaus ist die Fertigkultur. Je nach Sorte bekommen Sie Pilzzucht-Sets in Bio-Qualität bereits ab 15,99 Euro bei Amazon. Die Kultur ist einfach anzulegen und zu pflegen. Suchen Sie sich am besten einen möglichst schattigen Standort im Garten und heben zunächst eine etwa 50x50 Zentimeter große und circa 15 Zentimeter tiefe Grube aus. Im nächsten Schritt müssen Sie das im Lieferumfang enthaltene Nährstoffsubstrat in einem Eimer mit ungefähr acht Liter Wasser einweichen, bis der harte Klotz aufquellt. Mit der Hälfte des Substrats bedecken Sie nun den Boden Ihrer ausgehobenen Grube. Anschließend füllen Sie die Fertigkultur ein und bedecken diese mit der anderen Hälfte des Substrats. Zu guter Letzt schütten Sie alles mit etwas Erde zu und nach etwa acht bis zwölf Wochen können Sie Ihre Pilze ernten.

Pilzzucht auf Baumstämmen

Das Anbauen auf Holz ist ebenfalls eine geeignete Methode für das Züchten im Garten – allerdings ist die Ernte nicht ganz so ertragreich und es kann bis zu zwei Jahre dauern, bis die ersten Pilze wachsen. Am besten verwenden Sie Laubholz, etwa Birke oder Pappel, das nicht älter als ein halbes Jahr ist und einen Umfang von etwa 50 Zentimetern aufweist. Sägen Sie den Stamm keilförmig ein und drücken den Satz mit den Pilzsporen anschließend vorsichtig in die Kerbe hinein. Als Nächstes empfiehlt es sich, den Baumstamm mit einer Plastikfolie abzudecken – das sorgt für ein besseres Klima und erleichtert das Anwachsen.
Pilzzucht auf Stroh

Bei der Pilzzucht auf Stroh können Sie bestenfalls bereits nach sechs Wochen die ersten Pilze pflücken.

Kultivieren mit Strohballen

Die dritte Möglichkeit, um Pilze im Garten zu züchten, bieten Strohballen. Klarer Vorteil: Sie können zum Teil schon nach sechs Wochen die erste Ernte einfahren. Die ideale Voraussetzung schafft ein circa 10 Kilogramm schwerer Ballen. Größer sollte er nicht sein, da die Brut aufgrund zu starker Hitzebildung ansonsten absterben könnte. Um das Stroh für den Anbau vorzubereiten, weichen Sie es zunächst für zwei Tage in einer Wanne mit Wasser ein. Im nächsten Schritt bohren Sie zehn Löcher ins Stroh, die Sie jeweils mit einem daumengroßen Stück der Pilzsaat füllen. Wie auch schon bei der Baumstamm-Methode, decken Sie die Löcher nun mit Folie ab und stellen den Ballen an einen schattigen und windgeschützten Ort.
Jan-Christoph Öhlenschläger

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Der junge Redakteur und Kulturwissenschaftler Jan-Christoph Öhlenschläger steht für seriösen Verbraucherjournalismus, der kompetent informiert, Orientierung bietet und Entscheidungen erleichtert – besonders in den Bereichen Technik, Garten und Küche.

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