Umweltfreundlich und gesund

Naturnah Gärtnern leicht gemacht

Naturnahes Gärtnern macht Spaß und schützt die Umwelt. Achten sollten Sie dabei auf die Auswahl von geeigneten Pflanzen und den richtigen Düngemitteln.

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Von der Umwelt inspiriert – Gärtnern mit beheimateten Pflanzen schützt die Natur und bietet heimischen Tieren einen Lebensraum.

Ökologische Gärten liegen aus gutem Grund im Trend: Sie leisten einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz, weil sie ohne chemische Pflanzenschutzmittel und Kunstdünger auskommen. Mit der Beachtung weniger Tipps gelingt Ihnen die umweltverträgliche Bewirtschaftung Ihres Gartens.
Wenn Sie sich für das naturnahe Gärtnern entscheiden, lernen Sie viel Wissenswertes über die hier beheimatete Flora und Fauna. Ihr kleines Gartenparadies stellt nämlich ein Ökosystem dar, dessen natürliches Gleichgewicht Sie durch gezielte gärtnerische Maßnahmen herstellen und erhalten können.

Heimische Pflanzen sind Trumpf

Auch wenn die Auswahl in Gartencentern einen anderen Eindruck vermitteln mag, es geht nichts über Zier- und Nutzpflanzen, die hier beheimatet sind. Im Gegensatz zu Exoten ist bei ihnen gewährleistet, dass sie durch die viele Millionen andauernde Evolution perfekt auf hiesige Bedingungen abgestimmt sind. Sie liefern kleinen und großen Tieren wertvolle Nahrung oder Material zum Bau von Nestern und anderen Unterkünften. Deswegen sollten Sie Pflanzen aus fremden Klima- und Umweltzonen bewusst meiden. Dies gilt auch für sehr weit verbreitete und beliebte Pflanzen wie Rhododendron, Kirschlorbeer oder Goldrute und Sommerflieder.

Vögel und andere Tiere fördern

Wenn Sie bestimmten Insekten und Vögeln optimale Lebensbedingungen in Ihrem Garten bieten, profitiert die Umwelt auf zweierlei Weise: Zum einen leisten Sie so einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung gefährdeter Arten. Zum anderen revanchieren sich die gefiederten Freunde bei Ihnen, indem sie Spinnen, Marienkäfer und andere Schädlinge als Nahrung verwenden und so unschädlich und chemische Insektizide überflüssig machen.
Mit diesen Maßnahmen unterstützen Sie diese nützlichen Lebewesen:
  • Nistkästen, die Sie in Bäume und an die Hauswand hängen

  • Aufstellen von speziellen Insektenhotels
  • Stauden und andere Sommerpflanzen sollten Sie auch nach dem Verblühen stehen lassen, damit Sie Vögeln als Nahrungsquelle dienen.


Galerie: Insektenhotel: Fünf beliebte Nisthilfen im Netz

Umweltverträgliche Blumenerde für das nachhaltige Gärtnern

Für jeden Hobbygärtner, dem die Natur am Herzen liegt, ist Blumenerde mit Torf absolut tabu. Dieses Substrat benötigt für seine Entstehung in ökologisch wertvollen Mooren einen sehr langen Zeitraum. Die als Blumenerde verwendeten Mengen an Naturtorf stellen einen Umweltfrevel dar. Achten Sie beim Einkauf deswegen auf die Zusammensetzung des Substrats und verzichten auf torfhaltige Erden. Ihren Bio-Haushalts- und Gartenabfall kompostieren Sie am besten selbst, um nährstoffreichen Kompost zu gewinnen, den Sie mit Sand vermischt, wunderbar als Blumenerde nutzen können.

Auf die richtige Mischung kommt es an – so gestalten Sie Gemüse- und Blumenbeete naturnah

Die richtige Zusammenstellung von Pflanzen führt dazu, dass sie sich gegenseitig vor Schädlingen schützen und ihr Wachstum fördern. So sparen Sie sich die Ausgaben für umweltbelastende Pflanzenschutz- und Düngemittel. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, stets Mischkulturen aus Blüh- und Nutzpflanzen zu kultivieren, die gut miteinander harmonieren. Im Folgenden finden Sie einige Vorschläge für diese ökologisch sinnvolle Zusammenstellung von Pflanzen:
Lavendel_und_Rosen

Bestimmte Pflanzen harmonieren gut miteinander und fördern ihr gegenseitiges Wachstum.

  • Tomaten lieben Tagetes, am besten setzen Sie in jeden Topf eine der orange oder gelb blühenden Studentenblumen

  • Die ätherischen Öle, die Zwiebeln und ähnliche Gewächse, wie zum Beispiel Lauch verströmen, schützen Möhren vor dem Schädlingsbefall

  • Anspruchslose Ringelblume passen hervorragend zu allen Kohlsorten und Kartoffeln

  • Lavendel gilt als klassische Begleitpflanze für Rosen, weil sie deren Gesundheit fördert

Naturnah Gärtnern ist ohne großen Aufwand möglich und sichert auch den Anfängern unter den Hobbygärtnern schnelle Erfolge. Wenn Sie die wichtigsten, oben aufgeführten Grundregeln beachten, können Sie Ihre grüne Wohlfühloase mit gutem ökologischen Gewissen genießen.