Frischzellenkur für Beete und Wege

Mulchen und Gartenerde einfach veredeln

Mulchen bringt dem Gärtner viele Vorteile: wertvolle Erde, geschützten Boden und effektive Unkrautabwehr. eGarden gibt Ihnen wertvolle Tipps.

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Mulchen

Beete und Wege eine Frischzellenkur verpassen dank Mulchen.

Eines sticht sofort ins Auge: die herrlich aufgeräumte Optik, die ein gemulchtes Beet vermittelt. Kein Unkraut, keine Unebenheiten, einfach nur Natur pur - das gefällt. Wertvolle Nährstoffe gibt es zumeist noch obendrein. Gut zu wissen: Das Mulchen (oberdeutsch mulsch = weich) ist eine kinderleichte Arbeit, die belohnt wird.
Das Auftragen von Mulch & Co. kompensiert die Nachteile von Monokulturen kleiner Gartenflächen. Es schützt die Wurzeln vor allen Witterungen. Mulchen ist multifunktionell und wirkt überall im Garten vorteilhaft – nährstofftechnisch ebenso wie optisch. Im Gegensatz zu betonierten Wegen bleiben gemulchte Flächen wasserdurchlässig und trotzen dennoch Witterung und Unkraut.
Die Vorteile im ersten Überblick:
  • Kühlt im Sommer und schützt vor schnellem Austrocknen
  • Wärmt im Winter und trotzt leichtem Frost
  • Schenkt eine wertvolle und natürliche Düngung
  • Reduziert Unkrautwuchs
  • Bietet eine attraktive Optik
  • Verschönert kahle Stellen unter Bäumen
  • Verhindert Ausschwemmung

Diese Materialien machen den Boden fit

Rindenmulch, Stroh, Miscanthushäcksel, Grünschnitt, Pinienrinde, Kies, Gemüsereste, Brennnessel und Kakaoschalen - nicht jedes Mulchmaterial eignet sich überall im Garten. Rindenmulch bietet sich an zum Ausbringen auf Wegen, unter Büschen und Sträuchern sowie in Blumenbeeten. Da diese Mulchvariante dem Beet beim Verrotten Stickstoff entzieht, empfiehlt sich das Untermischen von Hornspänen oder zusätzlichem Stickstoff als Ausgleich. Teurer, jedoch auch wertvoller Nährstofflieferant für Garten- und Kübelpflanzen ist edler Pinienrindenmulch. Übrigens: Auch Schnecken lieben Rindenmulch. Verwenden Sie also eine möglichst grobe Ausführung.
Für Gemüsebeete sollten Sie auf Rindenmulch verzichten. Dieser enthält zumeist einen recht hohen Teil an Cadmium, einem giftigen Schwermetall. Als vorteilhafter erweist sich hier ein Mulchmaterial wie Wiesenheu. Auch Rasenschnitt bringt jedem Beet zusätzliche Nährstoffe, wenn er nicht zu dicht aufgebracht wird (Fäulnisgefahr) und sorgt für weniger neues Unkraut durch Samen wie das Wiesenheu.
Kies gilt als beliebter Mulch. Er bringt keine Nährstoffe durch Verrottung, speichert jedoch Sonnenwärme, schützt die Erde vor Ausschwemmung bei heftigen Regenfällen und macht Steingärten dauerhaft dekorativ. Gemüseabfälle und getrocknete Brennnessel tun besonders den Gemüsebeeten gut. Da dieses Material schnell verrottet, muss auch häufiger nachgelegt werden.

(K)Ein Geheimtipp für den Englischen Rasen

Rasenflächen lassen sich praktisch nebenbei mulchen. Der regelmäßige Rasenschnitt wird zerkleinert auf der Rasenfläche aufgebracht und erspart so eine große Menge des sonst notwendigen Düngers. Besonders einfach klappt das mit Recycling-Mähen und einem motorbetriebenen Rasenmäher. Schließen Sie beim Mähen den Auswurfschacht. Dadurch wird das geschnittene Gras weiterhin zerkleinert und fällt schließlich zu winzigen Stücken gehäckselt nach unten auf den Rasen. Das erspart das Entsorgen des Rasenschnitts. Höher als 2 cm darf diese Schicht allerdings nicht liegen, um die Atmung des Rasens nicht einzuschränken. Und auch bei nassem Wetter ist Mulchen nicht empfehlenswert.

So gelingt das Projekt Mulchen

Achten Sie schon beim Einkauf auf gute Qualität beim Mulch. Rinden- oder Pinienmulch sollte stets gut riechen. Minderwertige Ware riecht muffig. Sicheres Zeichen für wertvollen Rindenmulch bietet das RAL-Zeichen auf der Verpackung.
Machen Sie die zu mulchenden Beete und Wege unkrautfrei. Denn auch wenn neues Unkraut verhindert wird: Vorhandene Pflanzen kann der Mulch nicht am Wachstum hindern. Lockern Sie den Boden und befeuchten Sie ihn. Tragen Sie danach das jeweilige Mulchmaterial auf. Die Höhe einer Mulchschicht sollte 5 cm niemals überragen. Ausnahme bildet hierbei das Erdbeerbeet-freundliche Stroh, das auch in dicken Lagen sehr luftdurchlässig ist. Sorgen Sie für regelmäßige Belüftung durch leichtes Durchharken alle paar Wochen. Nicht gemulcht werden sollte bei frisch gesetzten Pflanzen. Gänzlich untauglich für Mulch sind zum Beispiel Feld-, Kopf- und Zichoriensalat, Möhren, Zwiebeln, Radieschen, Endivien, Rettiche und Rote Beete.

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